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Schwimmen- typische Fehler

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Typische Fehler beim Freistilschwimmen

Beim Schwimmen kommt es vereinfacht gesagt vor allem auf zwei Dinge an:

1. Dem Wasser möglichst wenig Widerstand bieten

2. Möglichst viel Vortrieb zu erzeugen.

Die Reihenfolge ist bewusst so gewählt, da sie auch die Prioritäten widerspiegelt. Während Triathleten oft aus den gemachten Erfahrung mit dem Laufen und Radfahren heraus, wo die erzielbare Leistung eng mit den im Training bewältigten Umfängen und Intensitäten korreliert, dazu neigen, das Schwimmtraining genauso anzugehen, also möglichst viel am Motor (dem Armzug, der Kraft und der Ausdauer) arbeiten, wäre es Element Wasser jeder Bewegung entgegensetzt ist um Potenzen höher, also der entsprechende Widerstand im Element Luft, in dem man sich beim Laufen und Radfahren bewegt. Aus diesem Grund führen selbst kleine Verbesserungen in diesem Bereich viel schneller zu in Sekunden messbaren Erfolgserlebnissen!

Im Schiffsbau weiß man das seit Jahrhunderten. Die Form des Bootes und zwar des Unterwasserschiffes ist im Hinblick auf die im Wasser erzielbaren Geschwindigkeiten von weitaus größerer Bedeutung, als die Anordnung der Segel oder die PS-Zahl des Motors (wobei natürlich, wenn die Hydrodynamik ausgereizt ist, auch den zuletzt genannten Punkten, im Hinblick auf das Gesamtergebnis Bedeutung zukommt).

Fehlerquelle 1 (oft gerade bei Triathleten zu beobachten): Fußgelenke nicht ausreichend überstreckt!

    so sollten die Füße beim Freistilschwimmen etwa aussehen:

 

    und so eher nicht (zufällig bei unseren Unterwasserfilmaufnahmen auf Nebenbahn miterfasster Kraulschwimmer):

       

 

Abhilfe: regelmäßiges Beinschlagtraining, gelgentlicher Einsatz von Flossen als Trainingsmittel, im Alltag öfter mal (z. B. zum Zeitungslesen auf die Fersen setzen, um die Band- und Muskelstrukturen des oberen Sprunggelenkes

 

Fehlerquelle 2: Körper liegt nicht nahezu waagrecht im Wasser, sondern Becken liegt tiefer als die Schultern

ein Fehler, der viele Ursachen haben kann: z. B. Kopf zu sehr im Nacken, fehlerhafter Armzug (Armzug zu sehr nach unten, statt nach hinten, dadurch Entwicklung von lokalem Auftrieb, statt Vortrieb), inkorrekter oder schlecht mit Armzug koordinierter Beinschlag

Abhilfe: regelmäßig Balance-Übungen im Wasser (vgl. Technik-Übungen hier auf dieser Website), mit dem Kopf beim Schwimmen eher nach unten als nach vorne schauen, isoliertes Beinschlagtraining (auch ohne Brett!), Gleitübungen (Züge zählen pro Bahn und versuchen deren Anzahl zu minimieren, die dabei erzielte Zeit vorerst ignorieren!), und wenn alles nichts hilft: guten Neoprenanzug kaufen ;-)

Fehlerquelle 3: keine oder zu wenig Längsdrehung um die Körperachse im Verlauf des Armzuges

Die Körper-Längsdrehung ist im Zusammenhang mit dem Armzug wichtig, damit man möglichst lange ziehen kann (so weit vorne wie möglich mit dem Armzug beginnen und so weit wie möglich nach hinten durchziehen), einen entspannten Überwasserzug des oben sich bewegenden Armes bekommt und gleichzeitig eine möglichst gleichmäßige Kraftentfaltung des gegenüberliegenden Armes erreicht. Bei zu wenig Längsdrehung kommt es zwangsläufig zu einer Verschiebung des Schultergürtels im Vergleich zum Becken, woraus wiederum eine Schlängelbewegung im Wasser und diverse andere widerstandserzeugende Probleme resultieren.

Abhilfe: auf der Seite  schwimmen (nur Beinschlag mit untenliegendem Arm nach vorne gestreckt, mit beiden Armen an der Hüfte angelegt, mit oben liegendem Arm deckenwärts "als Zeiger" gestreckt; gelegentliche absichtliche Überkorrektur (Drehung um knapp über 90° pro Armzug)

Fehlerquelle 4: Kein "hoher Ellbogen"

Allgemein bekannt ist ja dass der Ellbogen in der Überwasserphase immer der höchste Punkt des Körpers sein sollte und es gibt dafür auch erprobte Stilübungen. Aus meiner Sicht wird dieser Überwasserphase aber oftmals viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Es gibt durchaus auch Weltklasseschwimmer, deren Ellbogen in der Überwasserphase komplett gestreckt ist und die mit einer solchen Technik trotzdem verdammt schnell unterwegs sind. Viel, viel wichtiger ist, dass der Ellbogen auch im ersten Teil des Unterwaserzuges, der sog. Zugphase "hoch bleibt"!, damit der ganze Unterarm als zusätzliche Antriebsfläche zum Entwickeln von Vortrieb genutzt werden kann!

Abhilfe: öfter mit geschlossenen Fäusten schwimmen, einarmiges Schwimmen, Videokontrolle

Fehlerquelle 5: Zug einfach zu kurz

 

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