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21.10.2006 (3:05h MEZ) The German guys have done it again! Congratulations to Normann und Faris!

Nach über acht Stunden Coverage auf ironmanlive.com muss man sich erst mal wieder beim Schreiben an die Deutsche Sprache gewöhnen...

Was für ein spannendes Rennen! Da konnten wir natürlich nicht ins Bett gehen, zumal die Live-Übertragung  technisch diesmal so gut geklappt hat, wie noch nie (keine Ruckler oder Standbilder wie in früheren Jahren)und der Rennverlauf auf den letzten 6 Meilen unglaublich spannend war: bei Meile 19 hatte Normann noch 4:35min Vorsprung, zwei Meilen später war es nur noch die Hälfte:

"Normann Stadler (#26) is still in the lead at 21 miles, but he's losing time fast.

Here are the splits:
* Chris McCormack (#6) at 2:25"

Mehr als 2 Minuten verloren auf 2 Meilen und noch 5 Meilen zu laufen. Da fürchteten wir eigentlich zum ersten mal, dass McCormacks Taktik, sich auf der gesamten Radstrecke in der Verfolgergruppe zu verstecken um Kräfte zu sparen, aufgehen würde. Die Führungsarbeit in dieser Gruppe hatten ausschließlich Faris, Lieto und Luke Bell übernommen. Selbst Paula Neby-Frazer rechnete zu diesem Zeitpunkt mit einem Führungswechsel bei Meile 24. Und Normann schaute sich auch dauernd ängstlich um... Kurze Zeit später war der Vorsprung nur noch bei 1:52.

"Stadler goes through mile 24
RACETIME: 07:56

How close is this going to get?

Macca is flying, and might be able to see Stadler ahead of him.

Stadler is in town RACETIME: 08:05
He's looked back a number of times ... a sign that he is hurting.

Macca looks great --"

Aber dann kam ja das Bergab-Stück Richtung Kona und da konnte Normann wieder etwas an Tempo zulegen und McCormack nicht mehr ganz die vorherige Pace halten. Wir haben uns wirklich gefreut, nicht nur weil Stadler Deutscher ist, sondern vor allem weil in einem Rennen eine offensive, mutige Taktik im Zweifelsfall belohnt werden muss!

Hut ab auch vor Faris. Der hatte sicherlich auf den ersten Kilometern der Radstrecke einen gehörigen Schrecken bekommen, als Stadler derartig früh an ihm vorbeizog, wo er ihn doch im Vorjahr erst in Hawi (also rund zwei Rennstunden später) erstmals zu Gesicht bekommen hatte. Und trotz dieses für ihn sicherlich unerwarteten Rennverlaufs, zog er sein Pace ruhig durch. Ein dritter Platz an einem Tag, wo nicht alles optimal läuft (auch vom Wetter her- Faris hätte es sich bestimmt noch ein bischen heißer gewünscht) ist fast höher zu bewerten, als ein erster Platz in einem perfekten Rennen wie im Vorjahr.

So, jetzt gehen wir aber doch noch ein paar Stunden schlafen, auch wenn das Damen-Rennen noch läuft, aber das hat bei weitem nicht die Spannung wie das enge Herren-Rennen. Michellie Jones wird es wohl heim laufen (sie führt im Augenblick mit 8 Minuten Vorsprung) und das sei ihr auch herzlich gegönnt: immerhin hat sie ziemlich genau unser Alter und verkörpert somit wie wir die letzte Generation von Triathleten, die noch mit Windschattenverbot auch auf Kurzdistanzrennen groß geworden ist. Das erzeugt automatisch so eine gewisse "Grundsolidarität" und daneben hat sie ja mit ihrem Rennen von der Spitze weg auch eine ähnliche offensive Renntaktik gewählt wie die deutschen Herren.
 

 

 

[Neu!]20.10.2006 Darauf hat die Welt gewartet: funkfamily-Webcam 

Wer schon immer wissen wollte, wie gerade das Wetter in Unterwössen, wie die Sicht auf die Chiemgauer Berge ist, wann der Bauer, dem die Wiesen neben unserem Haus gehören frisches Gras für seine Kühe holt und wann Heike Wäsche aufhängt,  dem kann ab sofort geholfen werden: jetzt gibt’s die „funkfamily-Webcam“, die immer wenn unser Computer läuft (und das ist, wenn wir daheim sind, so gut wie immer der Fall), minütlich aktualisierte Bilder ins Internet stellt.

Ich geb’s zu, natürlich gibt es wichtigere Inhalte auf unserer Website und es ist wohl eher so ein BAW-Gimick, von denen das Web ja ohnehin reichlich bietet ( die Abkürzung BAW steht übrigens für „bored at work“, woraus man die potentielle Zielgruppe dieses und vergleichbarer Web-Features anschaulich erschließen kann).

Nachdem ich auch selbst, vor allem direkt vor Radtouren zur Routenentscheidung ganz gern Webcams in unserer Umgebung anklicke, um nicht versehentlich in schlechtes Wetter zu fahren, oder auch zur Vorabinfo um evt. Bodennebel zu entfliehen, und weil ich ja ohnehin ein Faible für technische Basteleien habe (Heike kann ein Lied davon singen, wie viel Trainingseinheiten bei uns schon verschoben werden mussten wegen irgendwelcher Netzwerk-Probleme, Windows-Neuinstallationen etc.), dachte ich mir, so ne Webcam könnten wir eigentlich auch selbst betreiben. Und weil ich jetzt die entsprechende Software schon mal installiert und entsprechend konfiguriert habe und bei uns ohnehin noch zwei andere Webcams selten genutzt rumliegen, kommen vielleicht demnächst noch zwei andere Cams dazu; da habe ich mich allerdings noch nicht entschieden, was die beobachten sollen. Beste Zugriffsraten ergäbe wahrscheinlich ein Blick in unser Wohnzimmer oder Schlafzimmer ( ! ), aber so exhibitionistisch sind wir dann doch nicht veranlagt … ;-)

 

Bitte nicht wundern, dass die Webcam eine (halbe) Sonnebrille trägt. Es ist eben eine Triathleten-Webcam...und was ein echter Triathlet ist, der trägt auch abends um 10 Uhr noch seine Okley...

Die Brille hat aber -nebenbei bemerkt auch eine praktische Funktion als (billiger) Graufilter , vor allem wenn die Cam in die Abendsonne blinzeln muss. Ohne Filter habe ich festgestellt, dass die Bilder dann generell überbelichtet werden.

Ansonsten geht es uns übrigens ziemlich gut. Gesundheitlich sind wir alle wieder auf der Höhe, die lästige Radiusfraktur ausgeheilt. Haben ja in letzter Zeit nicht so viel von uns hören lassen. Das lag unter anderem an dem traumhaften Wetter im September und Oktober, das uns eigentlich keine andere Wahl gelassen hat, als jede freie Minute (die es ja leider auch nicht im Überfluss gibt) auf den Bergen hier in der Umgebung zu verbringen. Zu Fuß, mit und ohne Kids, mit Mountain-Bike, mit den Tandems und Hänger, als Feierabend Berglauf... man lernt zu schätzen, was man mit der über Jahre antrainierten Triathleten-Kondition noch alles anstellen kann (außer eben nur Triathlon zu betreiben). Zum Beispiel kann man mal eben abends/spätnachmittags nach der Arbeit einen Klettersteig, der eigentlich als Tagestour (3,5 Stunden Aufstieg, 2,5 Stunden Abstieg laut Wegweiser) ausgewiesen ist, in rund einem Drittel der Zeit bewältigen. Am Dienstag habe ich das mit dem Hochstaufen bei Bad Reichenhall gemacht, der auf meinem Heimweg aus Bischofswiesen liegt. Nach zügigem Aufstieg mit atemberaubend schönen Ausblick (Für Insider: Ausgangspunkt Pardinger Alm, Aufstiegsvariante über die "steinerne Jäger") stand ich dann um kurz nach 17h auf dem Gipfel, genoss die unglaubliche Fernsicht an diesem Tag (auf der einen Seite bis zu den Dolomiten, in Richtung Norden bis hin nach München) und schaffte es danach noch im letzten Tageslicht bis zum Auto. Der Muskelkater am nächsten Tag von 1200 Höhenmeter Bergabrennen war natürlich auch nicht von schlechten Eltern.

Heute abend sind wir natürlich gespannt auf die diesjährige Hawaii-Übertragung. Vielleicht wird es wieder so eine kurze Nacht wie 2005. Das Männer-Rennen wird sicherlich spannend und die Deutschen werden ein gewichtiges Wort beim Titelkampf mitreden.

 

12.9.2006 Achilles-Verse

Wer sich regelmäßig online im Internet herumtreibt, kennt höchstwahrscheinlich schon die Rubrik Achilles-Verse auf Spiegel online (wem sie bislang entgangen sein sollte, der kann ältere Beiträge hier nachlesen).

Gerade musste ich wieder heftigst schmunzeln bei der Lektüre „Nachricht vom Grottenolm“, bei der sich Achim trefflich beobachtet und höchst witzig formuliert mit der Unvereinbarkeit von Familie, Beruf und Ausdauersport befasst:Machen wir uns nichts vor: Die Familie ist des Ausdauersportlers Untergang, Frau von der Leyen… Wer aber um 7 Uhr aufsteht, die Kinder versorgt, das Tagwerk beginnt, den Nachwuchs am Nachmittag zur rhythmischen Sportgymnastik fährt oder zum Flötenkreis, ist bei Einbruch der Dunkelheit immer noch gefesselt durch Elternabend oder den Pilates-Kurs der Ehefrau. Wo findet man da ein Zeitfenster für die Leibesübung? Am Wochenende? Von wegen. Hochzeiten, Familienfeiern oder, schlimmer noch, Besuch von Monas Cousinen.“

Und dabei predigen wir doch auf unserer eigenen Website immer genau das Gegenteil, gemäß unserem Motto  Balancing Triathlon with Life“, also die Vereinbarkeit von Sport, Beruf und Familie. Auch wenn sich wahrscheinlich jeder Ausdauersport treibende Vater/ jede Mutter in den genannten Teilaspekten ein bisschen wieder erkennt, muss ich doch trotzdem hier öffentlich der Schlussfolgerung von Achim widersprechen!  Familie und Sport das geht und macht auch Spaß aber man muss sich halt die Mühe machen, den Alltag halbwegs geschickt um den Sport herum zu arrangieren. Um 7 Uhr aufstehen, wie von Achim beschrieben, ist da natürlich schon mal definitiv zu spät. Das können sich vielleicht Triathlon-Profis ohne richtigen Beruf oder Studenten ohne Familie erlauben. Bei uns klingelt werktags der Wecker i.d.R. um 5:45. Anders lässt sich vor der Arbeit keine Dosis Ausdauersport mehr integrieren. Und wenn man früh schon mal den Kreislauf auf Touren gebracht hat, dann schiebt man auch in der Arbeit nicht so leicht schlechtes Gewissen wegen Trainingsunterforderung.

Und zu den diversen Chauffeursdiensten: wo steht denn geschrieben, dass man Kinder mit dem Auto zu ihren diversen Terminen kutschieren muss. Besorgungen gleich welcher Art sind doch immer ein exzellenter Vorwand, um Sport in den Alltag zu integrieren, sofern man das Fahrrad benutzt. Neulich haben wir Anna-Marie zu einem 15 km entfernt stattfindenden Kindergeburtstag mit dem Tandem gefahren und später wieder abgeholt. Da erntet man natürlich schon etwas erstaunte Blicke anderer Eltern (und benötigt eine gewisse innere psychische Stabilität um diesen standzuhalten...). Aber als Ausdauersportler braucht man nun mal ein gewisses Selbstbewusstsein, genauso wie bei der in Variationen stetig wiederkehrenden Situation, wenn man sich bei Familienfeiern mal eben eine Stunde abseilt, um joggend Platz im Magen für die bevorstehende hochkalorische Mahlzeit zu schaffen.

Also, um in der Diktion von Achim Achilles zu sprechen: Wer sich vom „Grottenolm“ zum „richtigen Triathleten“ weiterentwickeln will, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich mit den oben zitierten, von Achim witzig und trefflich beschriebenen "Sportverhinderungs-Alltagsproblemen" offensiv auseinanderzusetzen und entsprechende kreative Lösungen zu entwickeln…

 

[Neu!]10.9.2006 funkfamily-update

Mal wieder höchst Zeit für ein kurzes Update der Geschehnisse der letzten Wochen.

Mancher, dem wir zuletzt nicht persönlich über dern Weg gelaufen sind, wird sich vielleicht fragen,,welche Wettkämpfe wir nach dem letzten Triathlon in Karlsfeld noch unsicher gemacht haben. Vorgenommen hatte ich mir ja einiges: der München-Triathlon sollte nochmal ein richtiges Highlight werden und fest eingeplant war auf meiner Wettkampf-Agenda auch die Deutsche Meisterschaft der Ärzte und Apotheker in Regensburg.

Leider hatte ich aber zwei Tage vor dem Münchentriathlon nichts besseres zu tun, als (bei kaum mehr als Schrittempo) so dusselig vom Mountainbike zu stürzen. dass das Handgelenk brach (medizinisch korrekt: distale Radiusfraktur). Sämtliche hochfliegende Triathlonpläne (insgeheim hatte ich auch noch mit dem Absolvieren einer Langdistanz geliebäugelt )waren damit natürlich ad acta gelegt und es war mal wieder eine typische Situation wo Heike und ich dachten: schön, dass wir nicht zum Geldverdienen auf den Sport angewiesen sind und kurzfristig leicht die Prioritäten im Tageablauf neu justieren können.Plötzlich war ich also in der ungewohnten Patientenrolle (und Ärzte sind ja per se meist ziemlich schlechte und ungeduldige Patienten)

Aber so ärgerlich so ein Unfall auch ist, es gibt wahrlich Schlimmeres. So etwa zwei Wochen nach dem Unfall konnte ich zur wiederherstellung des ineren Gleichgewichtes (noch mit Gips joggen- man hat sich ja doch über die Jahre an eine Mindestdosis Sport gewöhnt…

Mittlerweile ist der Gips schon wieder ab, zur Stabilisierung trage ich noch eine Orthese und kann so weit es die innere Unruhe verlangt wieder joggen, mit Einschränkungen schwimmen und auch schon wieder halbweges radfahren. Wahrscheinlich wäre jetzt sogar schon wieder ein Triathlonwettkampf von der linken Hand her zu bewältigen, aber leider ist jetzt die Saison hierzulande ja bereits nahezu beendet.

 

22.7.2006    Vorbereitung in vollem Gange - Funkfamily startet als Staffel beim Quelle Challenge 2020

Manchmal bereue ich einfach, dass wir nicht doch 4 Kinder haben ;-) 6 Familienmitglieder, die Triathlon treiben könnte man schnell mal in zwei Staffeln einteilen, bei 5en wird es schwierig und es kann zu Streitereien und Diskussionen über den Staffeleinsatz kommen. Schafft man es 2 Staffeln zu besetzen, hat man die Chance, dass zumindest eine Staffel gut durchkommt ;-) (dezenter Hinweis auf unsere derzeitigen wechselnden technischen Probleme/ Pannen). Zum Glück haben wir noch etwas Zeit bis zu einem Staffeleinsatz beim Challenge in Roth ;-)

Heute sind unsere Kinder und noch einige Kids aus meiner SG Katek Triathlon-Trainingsgruppe beim Tennengauer Kindertriathlon in Kuchl/Österreich gestartet. Die Veranstaltung wurde vom Tri-Team Hallein (in der Nähe von Salzburg) organisiert und fand schon zum 5.mal statt. So lieb organisiert !!!! Die einzelnen Altersgruppen wurden nicht in Schüler A,B,C, oder D eingeteilt, sondern in Spinnen (94/95), Schmetterlinge (96/97), Raupen (98/99), Marienkäfer (2000 und jünger) und Grashüpfer (Stützräderklasse). Jedes Kind bekam einen Stempel mit dem passenden Motiv auf den Oberarm. Schwimmhilfen waren erlaubt. Die Strecken lagen zwischen 10m und 100m Schwimmen, 400m und 3,2 km Radfahren und 150m und 800m Laufen. Los ging´s mit den Spinnen. Diese mussten gemeinsam einchecken, dann gab es eine ausführliche Wettkampfbesprechung. Ein Betreuer des Tri-Teams Hallein leitete ein Aufwärmprogramm, bevor gemeinsam zum Schwimmstart gegangen wurde. Bis zum Einchecken der nächsten Altersklasse wurde gewartet, bis alle anderen Kinder ausgecheckt hatten. Frederic startete als 97er bei den Schmetterlingen. Dort konnte er einen super 4. Platz belegen. Im Ziel gab es für jedes Kind eine selbst gebastelte Medaille mit einem Lutscher dran, ein T-Shirt (jedes Kind bekam die richtige Kindergröße) und natürlich Kuchen und Trinken bis zum Abwinken.

Anna-Marie war schon die ganze letzte Woche aufgeregt und freute sich, dass sie endlich an den Start gehen durfte. Als "Marienkäfer" wärmte sie sich auf. Hier bekam nun jedes Kind einen eigenen Betreuer !!!!!! Dieser begleitete Anna-Marie zum Schwimmstart, in die Wechselzone, half in der Wechselzone und begleitete sie auf der Laufstrecke. Unsere Maus drehte schon in der Wechselzone auf (schon praktisch, wenn man einen Helfer hat, der selbst Familie hat und Triathlet ist ;-) Er wusste, wie wichtig es ist, schnell zu wechseln ;-)). Als Fünftplazierte verließ sie das Wasser, als erste ging sie auf die Radstrecke! Sie baute beinm Radeln die Führung beeindruckend aus und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Sieg für unsere Kleine !! " Mama, nach der Wechselzone waren plötzlich alle hinter mir ! Das war ganz schön cool." Ich selbst führe ja auch lieber  Wettkämpfe an ;-)

Marc-Phillip startete als "Grashüpfer" (Jg. 2002). Mit seinen Schwimmflügeln kämpfte er sich über die 10m (sic!) lange Schwimmstrecke. Der Helfer zog ihn mehr oder weniger in die Wechselzone ;-) Dort ließ sich unser Jüngster gelassen und faul die Schuhe anziehen (wie daheim) und den Helm aufsetzen und kurbelte anschließend mit seinem 12 Zoll Radl den Asphalt heiß. Auch er konnte die Wechselzone nach dem Schwimmen als Erster verlassen und gab die Führung nicht mehr ab (Er hatte den gleichen flinken Helfer, wie unsere Anna-Marie ;-)!). Sieg für unseren Jüngsten bei seinem ersten Wettkampf überhaupt. Auch wenn es bei seinem ersten Wettkampf kein Pupskissen gab (wie noch vor Wochen in Bad Endorf gefordert). Zur Belohnung nimmt er jetzt den Pokal mit ins Bett ;-)

Den ganzen Nachmittag verbrachten wir am See. Dort wurde übermutig von hohen Türmen gesprungen und zu Inseln geschwommen. So ein bewältigter Triathlon lässt auch Kinder schon mal um Jahre altern ;-) (=reifen). In einer Eispause kühlten Harald und ich uns schnell mal mit einer 1000m Schwimmeinheit ab.

Auf dem Heimweg diskutierten die 3 Kinder über den Wettkampf. "Die Schwimmstrecke war ganz schön matschig." "Da mussten wir so und dann so und dann so fahren, den Berg hoch, über Schotter, wieder bergab und dann so zurück." (Die Radstrecke war jedoch nur 400m lang ;-)) "Ich war super auf dem Rad, ich habe 5 Leute überholt und beim Laufen noch einen." "Ich habe meinen Helfer über die Laufstrecke gezogen"" Die Medaillen kann man gar nicht herzeigen, die haben wir schon aufgegessen." .........;-)

Wir sind richtig stolz !

Herzlichen Dank an das Organisationsteam vom Tri-Team-Hallein und die vielen Helfer !

Gute Nacht ! (Ist schon 23 Uhr beim Schreiben)

 

 

 

Noch mehr Bilder vom Wettkampf haben wir hier reingestellt

 

 

 

 

 

 

 

 

17.7.2006     Manche Dinge brauchen eben ein bisschen länger: 17 Jahre Anlauf bis zum fast perfekten Rennen: Sieg beim traditionsreichen Karlsfelder Triathlon

Regelmäßigen Besuchern dieser Website dürfte es kaum verborgen geblieben sein, dass wir schon geraume Zeit im Triathlon, diesem immer noch faszinierenden Sport aktiv sind. Bei mir (Harald) ist es jetzt ziemlich genau 17 Jahre her, dass ich meinen ersten Triathlon-Wettkampf bestritten habe. Und das war 1989 (zufällig) der Karlsfelder Triathlon! Damals wurde ich in der Gesamtwertung 41. und Peter Celba (Insider werden den Namen noch kennen) gewann das Rennen. ein paar Tage vor dem Rennen hatte ich mir im Supermarkt mein erstes Rennrad gekauft und außerdem in einem Surf-Geschäft noch einen Neopren- Anzug für die Schwimm-Strecke. Und nach dem Rennen wusste ich irgendwie sofort, das ist mein Sport! Ich trainierte danach fast wie besessen den ganzen Winter durch mit hochfliegenden Plänen für die kommende Saison, brach mir dann 1988 zwei Wochen vor dem Saisonauftakt (Deutschland-Cup in Oberschleißheim) bei einem Radunfall den Unterschenkel und war dann erst mal für ein Jahr sportlich lahm gelegt.

Später startete ich noch etliche Male in Karlsfeld, denn irgendwie zieht es einen ja immer wieder zu seinen Wurzeln zurück, und schlecht war ich eigentlich nie dort, holte etliche zweite und dritte Plätze, geschlagen des Öfteren von klangvollen Namen wie Lothar Leder oder Faris al Sultan, aber nie hat es zum Sieg gereicht. Bis eben gestern. Manchmal muss man eben nur ein bisschen Geduld haben...

Bei Heike ist es umgekehrt. Ich hab Sie vorhin gefragt, ob sie noch wisse, wie oft sie schon in Karlsfeld gewonnen habe und sie kam ins Grübeln:" So sechs oder sieben mal?" ich selbst kann mich auf jeden Fall nicht daran erinnern, dass, wenn wir zusammen dort am am Start waren, sie überhaupt einmal zweite oder dritte geworden wäre. gestern waren also sozusagen mal die Rollen vertauscht. Heike kam nach gutem Schwimmen als erste aus dem Wasser und wollte die Radstrecke angehen, als sie feststellen musste, dass das Hinterrad platt war. Aufgrund fehlenden Flickzeugs musste sie das Rennen aufgeben.

Davon wusste ich zu dem Zeitpunkt allerdings nichts, da ich mich währenddessen, nachdem ich im Männerrennen dem Karlsfelder See ungefähr als siebtplazierter entstiegen war, auf Aufholjagd im Dachauer Hinterland befand. Subjektiv hatte ich ziemlich gute Beine auf der Zeitfahrmaschine und segelte (allerdings zugegebenermaßen bei Rückenwind) mit einem 46er- Schnitt durch die Gegend. Kurz bevor der Führende vor mir auftauchte, war ich mir bezüglich meiner Tagesform allerdings nicht mehr so sicher, denn plötzlich überholte mich Wolfgang Teuchner, dessen unglaublichen Raddruck ich bereits vergangene Woche beim Tegernseetaltriathlon, wo ich dritter und er zweiter geworden war, zu spüren bekommen hatte. Ich war also diesmal vorgewarnt, nahm mir vor mein eigenes Tempo weiter zu fahren und hoffte innerlich, dass ich den Rückstand bis zum Laufen irgendwie in Grenzen halten könnte. Ein bis eineinhalb Minuten Rückstand, so dachte ich, würden mir noch eine Restchance auf den Sieg bewahren, denn vor einer Woche war ich beim Laufen immerhin 1 Minute schneller als Wolfgang. Auf der zweiten Hälfte der Rad- Strecke mussten wir dann für den vorherigen Rückenwind büßen und ein heftiger Gegenwind machte das Die Fotos stammen übrigens von der Homepage der Karlsfelder Triathleten (www.tvek.de)Radfahren so richtig schwer. Vor mir sah ich niemanden mehr, von hinten kam zum Glück auch niemand, so wartete ich gespannt auf die Information bezüglich des Zeitrückstandes in der zweiten Wechselzone.

<Zweieinhalb Minuten> rief mir jemand beim Anziehen der Laufschuhe zu und ich dachte schon "Sch..., wieder mal Zweiter hier in Karlsfeld..." trotzdem versuchte ich hart anzulaufen und das Tempo hoch zu halten, denn man weiß ja auch nie was von hinten kommt. Nach 3 km lag der Rückstand bei 2 Minuten, eigentlich zu viel, aber immerhin holte ich auf. Um genau auszurechnen, wieviel ich jetzt noch pro kilometer aufholen musste, war ich bei Puls 170 und zunehmender Hitze, zu dem Zeitpunkt nicht mehr wirklich in der Lage, aber ich versuchte, mich weiter zu beeilen, denn man weiß ja nie was passiert. Am Ende der ersten Laufrunde war der Rückstand dann plötzlich deutlich geschrumpft. Heike rief mir was von 40 Sekunden zu und dass ich mich gefälligst schicken sollte. Also schickte ich mich und wenn man von hinten kommt, hat man natürlich auch psychologische Vorteile und nach 7 km hatte ich tatsächlich den Führenden vor mir. Da wachsen einem dann fast Flügel und wenn ich mir auf der Zielgeraden nicht so viel Zeit für den Zieleinlauf (Kids wollten wieder mal mit rein laufen) genommen hätte, wäre diesmal wahrscheinlich sogar der beste Lauf Split aller knapp 400 Teilnehmer raus gesprungen. Ich glaube, das wäre für mich ebenfalls ein Novum gewesen. Vielleicht werde ich ihm "hohen Alter" ja noch ein besserer Läufer als Radfahrer?

Apropos hohes Alter: zufällig bin ich beim Surfen vorhin über diese Ergebnisliste gestolpert. Platz eins (Gesamtwertung, Nicht Altersklasse!) "The Man" Dave Scott. Mit 51 Jahren. Da sind Heike und ich mit unseren gerade mal 38 Lenzen im Vergleich ja junge Hupfer!

Am vergangenen Mittwoch hielt ich im Rahmen eines Workshops der GOTS (Gesellschaft für orthopädische Traumatologie und Sportmedizin) einem Vortrag zum Thema "Triathlon -Entwicklung vom Extrem- zum Breitensport", im Rahmen dessen ich betonte, dass Triathlon eigentlich der gesündeste Breitensport ist unter Berücksichtigung des nachweislich niedrigen Verletzungs-und Überlastungsrisiko und im Hinblick auf die positiven Wirkungen hinsichtlich Ausdauer, Kraft und Koordination. Da muss wohl was dran sein, wenn selbst Dave Scott, der wahrscheinlich ein Vielfaches an Trainingskilometern im Vergleich zu uns im Verlauf seiner Karriere bewältigt hat, immer noch auf derartigem Niveau Wettkämpfe bestreiten kann...

Die Fotos vom Wettkampf stammen übrigens von der Homepage der Karlsfelder Triathleten (www.tsvek.de), wo es auch noch hunderte andere Bilder vom Wetrtkampf am Wochenende gibt.

 

9.7.2006 "Ausbeute vom Wochenende"

WIR haben den 3. Platz erreicht (das ist jetzt auf die WM bezogen), Harald ebenfalls und ich konnte gewinnen  (das ist jetzt auf den heute absolvierten Tegernseetaltriathlon bezogen!

Jetzt müssen eigentlich nur noch die Franzosen gewinnen. Diese Mannschaft ist eher unser Alter, also werden wir ihnen die Daumen drücken !

Allez les Vieux !

"54, 74, 90, 2008 (! soeben umgedichtet, da ist doch eine EM, oder ;-)) ging mir heute während des Radfahrens beim Tegernseer-Tal-Triathlon ständig durch den Kopf. Unser Sohn hat die ganze Palette an Fußballliedern auf einer CD, die er ständig rauf und runter hört. Er hat nach dem Sieg Italiens auch dementsprechend gelitten. Diese Woche beim Einkaufen bekam ich einen Rüffel nach dem anderen, wenn ich italienische Speisen in den Einkaufswagen lud. Wir hatten einen Riesenspaß !! ;-) Die Deutschland Fußball-Klamotten müssen immer Nachts gewaschen werden, damit die Kinder sie täglich anziehen können. Jetzt hätten die Jungs auch noch gerne Deutschland Unterhosen und Handtücher ;-) ;-) Das Fußballfieber hat Unterwössen längst erreicht !

Nach einer gesundheitlichen Durststrecke ging es mit mir zumindest heute wieder einigermaßen aufwärts. Ich hatte mir einen Virusinfekt zugezogen und war eine Zeitlang zu nichts mehr fähig, außer zum Schlafen. Aber da man ja Familie, Haushalt, Job etc. hat...zieht sich so etwas eben und man tappt ständig platt durch die Gegend. Mal sehen, wie es mir Montags geht ?!

Das Finale hat begonnen und ich habe mich schnell in die Küche verzogen......

Zinedine Zidane hat den Ball..........mein Mann kommentiert....die Italiener teilen aus..der erste Verletzte.

Wenn in der Schule beim Fußballspiel ein Schüler am Boden liegt, wird meistens gefragt, ob wir einen Theaterkritiker oder einen Notarzt holen sollen. Ab jetzt kann ich in der Schule jedes Spiel pfeifen. Kiddis zieht euch warm an, jetzt gibt es nichts mehr zu lachen. Ich weiß nun über Fußball Bescheid. ....indirekter Freistoß, Abseits, gelb, rot..

nächstes Faul der Italiener...aber hallo !!?????

Heute starteten Harald und ich also beim .....

Familie jubelt......Elfmeter für Frankreich

Tegernseer-Tal Triathlon. Super organisierter Wettkampf mit einem riesengroßen Kuchenbuffet und Erdinger für die Athleten zum Abwinken. Für Angehörige gab es Fleisch vom Grill und Kaffee und Kuchen. Direkt an der Wechselzone ist ein Großer Spielplatz und der Badestrand. Lieben Dank an Familie Ruck und die ganze Organisation !!! Ein Familientriathlon der Extra-Klasse !!

Wir mussten erst einmal in einen Bus steigen und auf die andere Seite des Sees fahren. Dort war der Start und wir schwammen 1,6 km über den See auf die andere Seite nach Gmund zur Wechselzone. Das Schwimmen lief mal wieder richtig gut. Harald hat sich an meine Füße gehängt und wir kamen in der ersten 4 Mann Gruppe aus dem Wasser. Die Radstrecke verlief nun im bergigen und kurvigen Hinterland. Leider waren die Straßen noch nass und rutschig, so dass Vorsicht angesagt war. Die Strecke ist sehr unrythmisch und auf kleinen Straßen, aber landschaftlich reizvoll. Harald, von seinen vielen Klinikfahrten übertrainiert ;-), stieg als dritter vom Rad. Ich konnte meinen Vorsprung von einigen Minuten halten und kam als erste in die Wechselzone. Jetzt noch ein kleines Bergläufchen bei 30 Grad. An manchen Stellen kann man den Blick über den Tegernsee und in die Bergwelt genießen, wenn man Zeit hat. ;-) ;-) Mir ist es aufgefallen ;-) Wir sind ja auch schon Triathlon-Urgestein, wie es bei der Siegerehrung hieß ;-) , d.h. wir sind schon ziemlich alt ;-) Aber dann darf ich auch die Aussicht genießen.

1:1 Mist! (Nicht dass wir was gegen die Italiener hätten. Aber wie gesagt: Allez les vieux!)

Auf alle Fälle holte mich keine Athletin mehr ein. Harald wurde 3., gewann immerhin seine Altersklasse. Wir hatten bestimmt nicht die optimale Form, aber der Wettkampf hat richtig Spaß gemacht, obwohl es sehr heiß war. Endlich mal keine Pannen, kein Aufgeben....

Der Blumenstrauß von der Siegerehrung passt super zu meinen neuen Vorhängen und den Kissen im Wohnzimmer. Aus dem großen Erdinger-Alkoholfrei-Glas ist auch noch etwas da.

Nächste Woche werden wir den Karlsfelder Triathlon absolvieren. Mal sehen, ob es dann noch mal ein Stückchen aufwärts geht !!!

[Neu!]4.7.2006 Lebenszeichen aus dem Chiemgau 

Im Prinzip haben Heike und ich uns ja vorgenmommen, die Homepage in wenigstens 14tägigen Abständen zu aktualisieren, weil uns persönlich Websites, auf denen fast nichts passiert (und das ist ja eher die Mehrheit der privaten Homepages und auch der Athletenwebsites) zuwider sind und wir nicht irgendwann selbst in diese Kategorie eingestuft werden wollten. Nicht allein aus diesem Grund ist es höchste Zeit für ein Update.

Es ist ja nicht so, dass in unserem Leben nichts passiert, was sich nicht nachzuerzählen lohnen würde. Zwar haben wir nach dem Haardman erst mal keine Wettkämpfe mehr gemacht, teils geplant, teils aus Zeitmangel und auch, um den zu Beginn der Saison superkalten Seen erst mal Zeit zu geben, ordentlich von der Sonne aufgeheizt zu werden, so dass die Schwimmstrecken nicht mehr verkürzt werden müssen.

Aber es gibt ja noch ein Leben außerhalb des Sports und gerade dieses war in den letzten Wochen so prall gefüllt, dass Mußestunden, die sich zum Aktualisieren von funkfamily.de anbieten würden ziemlich rar gesät waren.

Seit 1. Mai bin ich beruflich die „Karriereleiter“ eine Sprosse hochgestolpert und arbeite nun als „Funktionsoberarzt Orthopädie“ im Medical Park Loipl (das ist eine Klinik bei Berchtesgaden, gut 60 km von Unterwössen entfernt. Da ich ja genau wie Heike „traditionell“ aus Gründen des effektiven Zeitmanagements einen wesentlichen Teil unseres Trainingsumfangs in den Arbeitsweg integriere, versuche ich das natürlich auch auf diese neue berufliche Situation anzuwenden. Das ist aber bei einem so langen Arbeitsweg im Detail gar nicht so einfach. Wenn ich mit dem Auto nach Loipl fahre, investiere ich eine Stunde wertvolle Freizeit (plus eine für den Heimweg abends), verfahre teures Benzin und komme dann auch noch unausgeglichen an, weil der Kreislauf noch nicht wie gewohnt auf Touren gekommen ist.  Fahre ich dagegen mit dem Rennrad die Strecke, brauche ich zwar zwei Stunden, aber die Zeit ist dann ja nicht verloren, sondern kann dem „Trainingsguthabenkonto“ gutgeschrieben werden, ich hab’ an vielen Tagen gerade jetzt im Sommer ein einmaliges Landschaftserlebnis, verläuft die Strecke doch absolut malerisch auf der „Deutschen Alpenstraße“ vorbei an Inzell, Schneizlreuth und wahlweise Bad Reichenhall oder Ramsau (je nach Variantenwahl) und bin auf alle Fälle hellwach in der Morgenbesprechung (nach zwei Stunden Radfahren mit gut 800 Höhenmetern, meistens GA2 weil man’s früh ja eilig hat).

Es spricht also vieles dafür, mein bisheriges Grundkonzept auch für die neue Arbeitsstelle beizubehalten, wenn da aber nicht das frühe Aufstehen wäre. Früher bin ich i. d. R. um 6h aufgestanden, um dann von 7h-8h schon mal ein bischen was vor der Arbeit zu "trainieren", jetzt muss ich allerdings schon um 5h50 auf dem Rad sitzen (zwischen 2h02’ und 1h 54’ brauche ich für die Fahrt und dann braucht man ja auch noch 10 Minuten zum Waschen und Umziehen). Und das bedeutet Aufstehen kurz nach 5 und dummerweise, wenn man das mehrmals die Woche macht und man ja abends auch später heimkommt wegen  kumuliertem Schlafdefizit fast zwangsläufig Einschlafen um 21h oder manchmal schon kurz nach 20h. Und dann bleibt natürlich daheim einiges liegen (nicht nur Einträge für die Homepage, sondern auch die ein oder andere Schwimm- und Laufeinheit…). Für ein richtiges Fazit ist es nach gerade mal zwei Monaten, die ich mir das jetzt antue natürlich noch etwas früh, aber die Lehre wird, nachdem wir doch immer auf der Suche nach der richtigen Balance (getreu unserem Motto „Balancing Triathlon with Life“) sind, schon ungefähr so lauten: 60 km Arbeitsweg sind trainingsmethodisch etwas zuviel des Guten. Wer die Wahl hat, sollte doch eher 15- 20 km anstreben. Die kann man ein bis zweimal die Woche laufend zurücklegen und ansonsten mit dem Rad ohne gleich seinen ganzen Schlaf-Wachrhythmus umkrempeln zu müssen.

Im Augenblick experimentiere ich noch mit Mischformen (mit dem Fahrrad in die Klinik, abends mit dem tags zuvor geparkten Auto heim, am nächsten Tag mit dem Auto bis Bad Reichenhall und von dort die letzten 15 km laufen usw… man kann da viel Phantasie entwickeln und gleichzeitig muss man natürlich den Wetterbericht beobachten und hoffen dass er stimmt. Vor zwei Wochen war z. B. Montag früh Dauerregen angesagt, aber das Auto hatte ich am Freitag in der Klinik stehen gelassen. Zwei Stunden Rennradfahren in strömendem Regen machen auch im Juni nicht wirklich Spaß. Aber es härtet ab...

Und dann gibt’s da noch diesen Schlussanstieg… Die Klinik liegt nämlich malerisch auf einem Berg und da führt eine kleine Asphaltstraße über 1,6 km mit konstant 20 % (!) Steigung hinauf. Als ich da zum ersten mal mit dem Auto hinauffuhr und in den zweiten Gang schalten musste, weil im dritten der Motor fast abgestorben ist, war ich schon skeptisch, ob das überhaupt mit dem Rennrad zu bewältigen ist. Aber ich hab dann vorsorglich mein Trainingsrad umgebaut und ein 30er Mountainbike-Ritzel auf die Kassette gesteckt, das erstaunlicherweise von einem Ultegra-Schaltwerk noch gut geschalten werden kann und damit geht es so einigermaßen. Der Puls geht an diesem Schlussanstieg regelmäßig über 160 (höher als beim Radfahren im Wettkampf), die Tretfrequenz sinkt trotz maximaler Anstrengung auf knapp unter 50 und das Tempo auf unter 10 km/h aber irgendwie bin ich bis jetzt noch jedes Mal mit meiner 42/30er Übersetzung oben angekommen und das Einbiegen in den Klinikparkplatz lässt dann regelmäßig so was wie Finisherstolz aufkommen (vielleicht auch ein Grund, warum ich in den letzten Wochen nicht so richtig „wettkampfgeil“ war- wenn schon der Alltag ständig aus wettkampfähnlichen Situationen besteht…

 

Neben der Arbeit und dem Training/ der Fahrt dorthin gibt’s aber natürlich noch ganz andere Zeitfresser, die einem vom Homepage aktualisieren abhalten. Und einer der unerwarteterweise angenehmsten ist zurzeit ist zweifellos die Fußball-WM. Und zwar nicht nur die deutschen Spiele (die aber auch ganz besonders, weil da jedes Mal unser Wohnzimmer zum public-viewing-point (z. T. mit Nachbarskindern) mutiert) sondern auch die übrigen Matches. Ich bin ja normalerweise nicht so der Fußballfan, aber ich glaube’, ich hab bis jetzt fast jedes Spiel (außer den parallel stattfindenden) live mitverfolgt. Was Zinedine Zidane am Samstag zum Teil mit den Brasilianern anstellte, das hatte schon was… auch aus ästhetischen Gesichtspunkten. In früheren Jahren gehörte der Juli fernsehtechnisch ja regelmäßig der Tour der France, aber nach den unappetitlichen Nachrichten der vergangenen Woche ist da definitiv die Luft raus. Der Profiradsport hat aus den Ereignissen von '97 null gelernt und scheint verdorben bis in die Haarwurzeln. Fußball ist da einfach ehrlicher und man sieht die Fouls wenigstens auf dem Bildschirm und ist nicht auf Razzien, Dopingtests uns staatsanwaltschaftliche Ermittlungen angewiesem. um eine Leistung korrekt einordnen zu können.

 

Frederic unser Ältester ist regelrecht fußballinfiziert und hatte am Samstagnachmittag sein erstes Turnier, das er mit dem SV Unterwössen sogar gegen etliche andere Vereine aus der Umgebung hier gewann. Den Bildern sieht man glaub’ ich sogar an, wie unsagbar stolz er war, mitspielen zu dürfen!

 

 

 

 

Heike gewann am Sonntag den Chiemseetriathlon in Übersee (eine Sprintdistanz), während ich Dienst im Krankenhaus hatte und am kommenden Wochenende werden wir uns sogar wieder mal bei einem etwas größeren Triathlonevent, dem Tegernseetaltriathlon versuchen. Mal sehen, ob wir’s noch können. Zidane hat doch vorgemacht, zu welchen Leistungen man auch im hohen Alter bisweilen noch fähig ist…

 

 

Kohler Haardman: Top-Organisation, Weltklasse am Start,  leider kein sportliches Happy-End aus unserer Sicht - und trotzdem ein gelungenes Wochenende!

Das vergangene verlängerte Pfingstwochenende nutzten wir zu einem Abstecher ins Ruhrgebiet, wo am Sonntag der Kohler Haardman, der am besten besetzte Mitteldistanz-Wettkampf Deutschlands, stattfand. Schon vom vergangenen Jahr her verbanden wir an den Haardman beste Erinnerungen. 2005 belegten wir dort Rang 2 (Heike) und Rang 5 (Harald) in der Gesamtwertung und natürlich hätten wir ein solches Ergebnis gerne wiederholt.

Wie schon im vergangenen Jahr hatte uns das Veranstalterteam um Dirk Werk und Michael Hönig für drei Tage ins Hotel Seehof einquartiert, eine Luxusherberge, die schon gleich mal dafür sorgte das man sich mehr im Kurzurlaub als im Wettkampfstress fühlte. Mit am Start (wie im vergangenen Jahr) Belinda Granger mit Ehemann Justin aus Australien, Brent Sheldrake, Timo Bracht, Lokalmatador Heiko Tewes, Michi Hofmann (der amtierende Deutsche Meister über die Mitteldistanz), Norbert Huber, Andrea Brede, Silke Hamacher und der Shootingstar der Deutschen Langdistanzszene Michael Göhner. Die Radstrecke war ein bisschen verändert im Vergleich zum Vorjahr, aber im Prinzip vom selben Charakter: eine flache Drückerstrecke wie wir sie eigentlich lieben.

Durch das miserable Wetter der letzten zwei Wochen musste der Veranstalter, wie schon in Erding die Woche zuvor, die Schwimmstrecke halbieren. Erst der überlange Winter und jetzt ein Sommer, der seinen Namen bislang nicht verdient. Petrus scheint kein Triathlon-Fan zu sein... auch persönlich lief's bei uns nicht wie gewünscht. Heike ist schon seit Erding gesundheitlich angeknockt. Wegen eines Harnwegsinfekt mit Bauchkrämpfen hatte sie die Woche vorher ein paar Tage Antibiotika nehmen müssen und wir hofften, der Infekt sei damit ausgestanden. Aber auf dem Rad fehlte ihr dann nach nur mäßigem Schwimmsplit  trotzdem wie schon in Erding die Woche zuvor der gewohnte Druck. Sie hatte keine Chance, das Tempo der Spitze mitzugehen und beim Laufen machten dann die Beine komplett zu, so dass sie das Rennen aufgeben musste. Bei mir selbst lief's zunächst besser: von Zwischenrang 25 nach dem Schwimmen startete ich eine Aufholjagd, die wirklich Spaß machte und arbeitete mich bis auf Rang 11 nach vorne. Einen Schnitt von 42,2 km/h zeigte mein Tacho nach 75 km , durchaus flott also, bis... ja bis es mir plötzlich mit einem unangenehmen Geräusch den Lenker verschlug (anscheinend war ich gerade auf einen größeren auf der Straße liegenden Stein aufgefahren) und wenige Kilometer später rapider Druckverlust einen durchgeschlagenen Reifen signalisierten und sämtliche Träume von einem ähnlich schnellen Laufsplit im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig beendeten. Ich wechselte zwar noch den Schlauch, aber man verliert in den fünf Minuten, die man dafür braucht nicht nur eine Menge Plätze, sondern es fährt einem auch plötzlich alle Müdigkeit der vorangegangen zweieinhalb Wettkampfstunden in die Glieder (so eine Art Pawlowscher Reflex, wie beim Überschreiten der Ziellinie). so dass Finishen kein realistisches und vor allem lohnendes Ziel mehr war.

Plötzlich waren wir also von Co-Protagonisten zu unfreiwilligen Beobachtern mutiert und konnten schließlich einen beindruckenden Sieg von Michael Göhner nach extrem guter Laufleistung ebenso wie den erwarteten Zielenlauf bei den Damen (Rang 1 für Belinda Granger) miterleben.

Zweimal DNF (did not finished), klingt nach Höchststrafe für uns doch durchaus ehrgeizige Sportler, aber eigentlich haben wir jetzt auf der Heimfahrt (den Text schreibe ich gerade als Beifahrer auf der Autobahn) doch ein irgendwie gutes Gefühl. Das Wochenende hatte erstklassigen Erlebnischarakter, wir haben liebe Menschen aus der Triathlonszene wiedergetroffen und einige interessante neue kennengelernt, die Akkus für den Alltag fühlen sich wieder aufgeladen an und nach soviel Jahren Triathlon hat man eh gelernt, wie eng Erfolg und Mißerfolg beieinander liegen. Manchmal läuft alles wie von selbst und manchmal ist eben auch mal der Wurm drin. Natürlich hilft es für so eine Sicht der Dinge ungemein, wenn man seine Brötchen nicht mit dem Sport verdient und deshalb nicht auf Preis- oder Antrittsgelder angewiesen ist. Unseren Kids, die solche Ausflüge lieben, ist es eh ziemlich egal auf welchem Rang wir im Ziel eintrudeln. Die schwärmen stattdessen vom Büffet im Hotel, dem "Personal-Training" durch die Damen-Fußballmannschaft des GW Erkenschwick, die während unseres Rennens als "Baby-Sitter" fungierten (Frederic und Marc sind angesichts der kurz bevorstehenden WM auf dem absoluten Fußballtrip!), dem gläsernen Aufzug im Hotel Seehof und der Riesenrutsche im Erlebnisbad Marittimo in Oer-Erkenschwick dem wir gerade noch einen Besuch abgestattet haben...

Update vom 7.6.: zwei Fotos vom Wochenende eingefügt, die uns Olaf Krimpmann geschickt hat. Vielen Dank auch

 

 

27./ 28. 5. 2006 Kindertriathlons in Bad Endorf und Erding

Unser Nachwuchs tritt nicht nur in unsere Fußstapfen, sondern stellt uns langsam plazierungsmäßig zunehmend in den Schatten...

Wegen zu kalter Witterung musste das Schwimmen zwar jeweils ausfallen, so dass ersatzweise Duathlons angesetzt wurden, aber Anna-Marie und Frederic schlugen sich jeweils mit Podiumsplazierungen in ihrer Alterklasse hervorragend: Anna-Marie wurde in Bad Endorf Dritte der Schüler D und Frederic tags darauf in Erding sogar Zweiter der Schüler C.

Die Bemerkung des Wochenendes lieferte aber unser Jüngster Marc-Philipp angesichts der Sponsorenbeigabe in Anna-Maries Startunterlagen (ein Micky-Maus-Heft mit einem darin mit eingeschweißtem Scherzartikel):

"Mama, wenn ich groß bin will ich auch endlich einen Triathlon machen"

"Warum??"

Weil dann krieg ich auch ein Pupskissen"

Gemeint war der erwähnte Scherzartikel, ein Kissen, das ziemlich fragwürdige Geräusche bei Kompression von sich gab. Wenn das keine zwingende Argumentation ist...

 

 

Rang 2,3,4 und 5 für die "funkfamily-Starter" sowie zwei Siege in der Alterklassenwertung beim Triathlon-Saisonauftakt.

Wie im vergangenen Jahr waren wir auch 2006 wieder beim Münchner Stadttriathlon mit der ganzen Familie im Einsatz. Und in diesem Jahr sogar mit vier Einzelstartern, da Anna-Marie ihren zweiten Kindertriathlon absolvierte und dabei das erste Mal auf einem Fahrrad mit Gangschaltung unterwegs war, auf dem sie erst vor zwei Wochen in Italien das selbstständige Auf und Absteigen erlernt hatte.

Es wurde ein super erfolgreicher, vor allem aber unterhaltsamer und kurzweiliger Wettkampftag. Bei starker, auch internationaler Konkurrenz (etliche sprintstarke Österreicher mit beeindruckend sponsorengepflasterten Trikots waren ebenfalls am Start) belegte Heike im Eliterennen den dritten Platz in der Gesamtwertung und ich wurde (für mich selbst ziemlich überraschend) sogar zweiter overall, obwohl wir in dieser Saison bislang deutlich weniger trainiert haben, als im vergangenen Jahr und sogar erst insgesamt zwei intensive Laufeinheiten (nämlich einmal 1000er und und einmal 2000er vor zwei beziehungsweise drei Wochen im Pinienwald in Cecina) absolviert hatten.

Aber so ist der Sport: manchmal schneidet man eher schlecht ab, obwohl man denkt besonders gut und viel trainiert zu haben und dann hat man manchmal Wettkämpfe, in die man mit subjektiv eher schlechter Vorbereitung hinein geht und die man innerlich nur als schnelle Trainingseinheit nutzen will, und dann läuft's plötzlich unerwartet gut. Wahrscheinlich auch weil man sich dabei keinen überflüssigen Druck macht. 

Frederic wurde 4. bei den Schülern C (und schaffte es erstmals 100 m fast durchgehend zu kraulen) und Anna-Marie wurde 5. bei den Schülern C. Wir freuen uns schon, wenn wir nächstes Jahr vielleicht auch noch Marc-Philipp mitmacht. Ohne Stützräder kann er jetzt schon fahren, aber fürs Schwimmen braucht er noch Schwimmflügel... trotzdem, da wächst Konkurrenz im eigenen Lager heran ,-)

Die Organisation in München war wieder super gut und die Windschattenproblematik, die im vergangenen Jahr durch die kurzen Zeitabständen zwischen den Einzelstartern von lediglich 5 Sekunden aufgekommen war, war in diesem Jahr deutlich entzerrt durch die Verlängerung der Startabstände auf 10 Sekunden. So war auf den vier zu absolvierenden Radrunden im Olympiapark deutlich mehr Platz. Es waren -zumindest während unseres Rennens (von den Jedermännern haben wir nicht so viel mitbekommen) kaum Radpulks unterwegs und auch die bei einem relativ kurzen Rundkurs unvermeidlichen Überholvorgänge waren deutlich weniger risikobehaftet.

Ergebnisse gibt's im Netz unter http://www.stadt-triathlon.de/, mit dem dortigen Link zu Mika-timing.de.

 

Einen etwas detaillierteren Rennbericht aus unserer Sicht sowie zusätzliche Bilder stellen wir eventuell noch etwas später online, aber im Augenblick lockt bei uns in Unterwössen herrlichster Sonnenschein und daher geht’s jetzt (ebenfalls Premiere für 2006) erst einmal auf den Berg (geplant haben wir eine kleine Tour auf den Hochgern, unseren Hausberg) und den Frühling genießen...

 

 

 

 

22.4.2006

Lange keine neuen Einträge hier auf der Homepage... aber Umzug, Job, Trainining und zuletzt auch noch die ganzen Vorbereitungen für das Ostertrainingslager hatten unser Zeitbudget zuletzt weitgehend aufgezehrt und vor der Abreise in die Toskana am 10.4. waren wir daher mehr als urlaubsreif...

Aber jetzt sind wir nach zwei wundervollen Wochen in Cecina di Mare in der Toskana gestern Nacht zurückgekommen, perfekt erholt und gleichzeitig mit reichlich Rad- und Laufkilometern gestärkt. Der Alltag darf jetzt wieder kommen.

Zuerst einmal hier noch mal der Dank an alle Teilnehmer unserer Trainingsgruppe, die -finden wir- genau die richtige  Zusammensetzung und Dynamik hatte. Vom Rookie bis zum Triathleten mit 20jähriger Wettkampferfahrung war alles vertreten und die vielen Gespräche und gemeinsamen Trainingseinheiten haben einfach nur Spaß gemacht. Dazu kam ein Bilderbuchwetter ohne auch nur einen einzigen Regentag, wie wir es bei unseren bisherigen 6 Aufenthalten in Cecina noch nie hatten. Subjektiv waren die vergangenen zwei Wochen definitiv zu kurz...

Erste Impressionen (Bilder haben ja eine ganz andere Aussagekraft als Worte) gibt's in der Fotosection, in der auch für DSL-Nutzer eine animierte Diashow herunterladbar ist.

8.3.06

Also Olympia ist ja mittlerweile vorbei. Schön war's, oder? (mal abgesehen von den unvermeidlichen Dopingschlagzeilen um Pylewa und die Blutdopingaffäre der Österreicher) Vor allem die Biathlon-Rennen waren doch der Hammer. Falls eines unserer Kinder Talent fürs Schießen hat (und den entsprechenden Spaß) werden wir sie gleich in Ruhpolding anmelden, das steht jetzt schon mal fest ;-) (ein gewisses Talent für die Ausdauerkomponente setze ich bei den genetischen Voraussetzungen von Heike und mir einfach mal voraus).

Wenn doch unsere Triathlonrennen auch immer so spannend wären wie beim Biathlon, da könnte man schon neidisch werden. Andererseits, für Biathlon braucht man doch dauernd Schnee. Ein Sport, den man mit kurzer Hose ausüben kann und bei dem man so richtig schwitzt, hat schon auch was für sich...

Unsere Trainings- und Cappucino-Gruppe für die Toskana um Ostern rum ist übrigens mittlerweile komplett. Für dieses Jahr nehmen wir also keine Anmeldungen mehr entgegen. Die Sammelbuchung nach Italien ist längst weg und auch die Buchungsbestätigung der Bungalowanlage kam mittlerweile, so dass zwei schönen und hoffentlich effektiven Trainingswochen nichts mehr im Wege stehen dürfte. Auf jeden Fall liegt in Cecina schon jetzt kein Schnee. Am liebsten würden wir jetzt gleich losdüsen. Hier in Unterwössen ist an Rennradfahren nach wie vor noch nicht zu denken, joggen bedeutet vorerst noch Schneestapfen. Langlaufen/Skating geht zwar noch bestens, aber bitte wir haben jetzt fast schon Mitte März! Noch gibt's in unserer Familie keine Biathleten, so dass es zunehmend schwerer fällt, dem ewigen Winter gute Seiten abzugewinnen. "Ski und Rodel gut." Über solche Phrasen freut man sich im Dezember oder Januar...!

11.2.06  Olympische Winterspiele in Turin

Wenn in den Wintersportgebieten um Turin auch annähernd so viel pappigen Schnee gibt, wie in unserer Gegend, dann werden es für die Langläufer, Biathleten und Nordischen Kombinierer schwierige Bedingungen und für die Wachser eine Herausforderung. Seit wir so viel auf den Skatingskiern unterwegs sind, haben wir die unterschiedlichsten Schneebedingungen erlebt.

Unglaublich, wie sich die Schneeverhältnisse innerhalb einer 10 km Schleife und auch im Laufe von 2 Stunden so verändern können. Als es richtig kalt war (also dieses Jahr ungefähr von Mitte Novemer bis Ende Januar!), lief der Ski zur Not auch mal ohne Wachs ziemlich passabel…aber jetzt, bei dem pappigen, schweren Neuchnee…dafür müssen wir wohl noch unsere Wachskiste erweitern ;-) Aber so ein bisschen Wachs, womöglich mit Fluorzusatz kostet schon richtig Geld. Vielleicht verkaufe ich ja noch mal ein Laufrad dafür ;-) Wäre sinnvoll, wenn man in einer Gegend wohnt, in der es 5 Monate Schnee gibt im Jahr ;-) …oder sollte ich die Euronen eher in ein paar Spikes für das Mountainbike und für die Laufschuhe investieren?

Allerdings kann ich im Moment kaum laufen, da ich beim „Käsemachen“ (simulierte Positionskämpfe mit Harald) in der Loipe so dumm gestürzt bin, dass sich meine rechte Schulter im Moment sich nicht bewegen lässt. Gut, wenn man Schüler hat, die einem an die Tafel schreiben ;-) F

Harald ist fleißig mit dem Mountainbike unterwegs in die Klinik und wird später vom Dienst zurück radeln. Ich beschränke mich seit November mit Indoor-Radeln, wenn auch sehr selten und nicht sehr lang.  Vielleicht sollten wir nächste Saison lieber auf  Wintertriathlon umsteigen. Am Skaten würde ich nicht mehr scheitern, da das schon viel schneller geht als das Laufen…aber das Biken im Schnee ???? Muss man da das Rad nicht mehr tragen als fahren ? Naja, in der AK 40 dann ;-)

Um 10.30 Uhr geht es los mit der Nordischen Kombination und um 13 Uhr gehen Ricco Groß und Konsorten mit ihrem Schießgewehr in die Loipe und versuchen ihr Glück über 20 km eine olympische Medaille zu gewinnen. Wird sicher spannend und Harald fällt bei Biathlon meist beim Schießen vor Aufregung vom Laufband und verbraucht seine Luft zum Schreien ;-)

Aber jetzt ist es 9.30 Uhr und bis 13 Uhr werde ich nicht warten, bis ich auf den Ergometer steige und ein paar Intervallprogramme über 1h 30 min. runterreiße. Vielleicht kommt ja gute Musik auf ein paar Sendern…ich versuche es mal.

Unser Trainingslager in Cecina ist nun schon überwiegend organisiert. Die definitive Buchungsbestätigung aus Cecina haben wir erhalten, so dass von den Unterkünften her alles klar ist von fast allen Teilnehmern ist auch mittlerweile die Anzahlung eingetroffen. Jetzt gibt's kein Zurück mehr ;-)  ! Haltet eure Motivation aufrecht und freut euch auf den Klimawechsel im April. Der Winter hier in Deutschland wird ja hoffentlich auch nicht mehr ewig dauern, so dass man vielleicht auch schon mal vor dem Aufbruch nach Italien das Rennrad mal ausführen kann

Jetzt ist aber wie gesagt erst mal Olympia angesagt. Viel Spass beim Fernsehgucken! Kann man übrigens auch exzellent von der Rolle aus erledigen...wenn beim Biathlon Deutsche am Schießstand stehen tritt man da gleich mal unwillkürlich 30-40 Watt heftiger in die Pedale vor Aufregung...!

 

 

23.1.06  "Überlebensstrategie in Kälte und Schnee" - Auszug aus einem Expeditionstagebuch nach Reit im Winkl/Blindau

Nach 3 Monaten Schnee und Kälte bis zu Minus 22 Grad Celsius kehren wir vor allem an den Wochenenden immer wieder zum Basislager zurück. Dort erwartet uns eine einfache Ausstattung, die uns das Überleben in das unverkennbar "gestresste" Expeditionsteamder Kälte ermöglicht: 2 Rucksäcke mit Ausrüstung, 1 Bob, 1 Lenkschlitten, diverse Rutscher, 3 Paar Kinder Abfahrtskier, 4 Paar Langlaufskier, dazu natürlich die Stöcke, Helme, Skibrillen, Verpflegung, 2 Thermoskannen Tee, 2 Radflaschen,2 Regiestühle mit Flaschenhaltern..........

 

 

Bis heute gab es glücklicherweise keine Verluste, auch wenn Harald bei diesen Minustemperaturen schon über Schmerzen in typisch männlichen Regionen (also nicht die Fingerspitzen) klagt. Gut, wir haben ja schon 3 Kinder :-) Zeitweise sind wir so eingeschneit, dass eine Fortbewegung per pedes, mit dem Rad oder gar Stromabwärts schwimmend unmöglich ist. Skier sind die einzige Chance, lebend aus dem Basislager heraus zu kommen und auch lebend wieder zurückzukehren. Für kurze Entfernungen eignet sich sogar das "Snow-Tubing", das vor allem die Kinder begeistert. Zeitweise muss sich das Basislager-Team trennen und die momentane Lage in der näheren Umgebung auszukundschaften. Harald und ich bewegen uns hechelnd skatend Richtung "Blindau", eine kleine Runde auf der anderen Seite des Berges.

Ein schnelles Erreichen des Basislagers ist dann möglich, indem man einfach den Schlittenberg hoch skatet und die Skipiste auf der anderen Seite wieder hinunter fährt. Anna- Marie, die "Pistenfee", wuchtet sich per Lift die Skipiste hoch und absolviert diese spielerisch innerhalb von 6 Sekunden. Marc-Philipp und sein großer Bruder Frederic erkunden meist das Snow-Tubing. Die Kinder wechseln sich ab, auch wird die Gegend schon mal mit den Langlauf-Skiern erkundet.

Sichtkontakt tritt spätestens nach 10 min. auf. Eine Lagebesprechung gibt es nach ca. 30 min., wenn die Sportart bei den Kindern gewechselt wird und sie Hilfe zum Schuhe anziehen brauchen :-)

Nach Sonnenuntergang wird es sogar den Hartgesottenen beim Skaten kalt. Finger und Zehen und ...schmerzen und wir verlassen das Basislager. Die Kinder meistens in der Hoffnung auf Kaiserschmarrn mit Apfelmus und wir mit dem Wissen...na, 34 km haben wir auch geschafft, wenn auch nicht laufend, radelnd oder schwimmend.

Aber wer weiß, vielleicht hilft´s ja ??

Durchhalten müssen wir das wahrscheinlich noch bis Ende April. Hier ist kein Ende der Kälte und des Schnees in Sicht. Also werden wir versuchen unsere Skatingtechnik noch etwas zu verbessern und Mitte Februar einen 50km Lauf (freie Technik) in St. Johann/Österreich mitmachen. Liegt ja gleich ums Eck. Das wird dann unser Saisonstart sein.

 

 

7.1.2006 Wettkampf-Feeling 2006

Das neue Jahr ist gerade mal eine Woche alt und schon hat in unserer Familie die Wettkampfsaison begonnen. Allerdings noch nicht für Heike und mich als typische Sommersportler (obwohl wir in den letzten Wochen immer mehr Gefallen am Skaten gewinnen).

Nein, dieses Jahr macht unser Nesthäkchen Anna-Marie den Auftakt, die mit großem Ehrgeiz ihr Abschlussrennen beim Skikurs bestritten hat. Körperhaltung und Gesichtsausdruck sprechen Bände. Wäre sie 15 Jahre älter würde man das Killerinstinkt nennen...

Das Zwergerl-Rennen fand am Ende einer Schneewoche im österreichischen Hinterthal statt, bei der Anna-Marie zusammen mit Frederic mal in der Obhut von Omi und Opi waren und unser Jüngster Marc-Philipp mal austesten konnte, wie man sich als Einzelkind fühlt.

Ach ja die obligatorische Ergebnisliste für die Statistik ;-) Anna-Marie wurde in einer Zeit von 40s Vierte (von 8), worüber Omi, Opi, ihr großer Bruder, Heike und ich begeistert waren (alle anderen im Fortgeschrittenen-Kurs waren immerhin 2-3 Jahre älter), sie selbst aber erstmal tief enttäuscht ("Ich wollte doch Erster werden!").

hier gibt's noch ein paar Extra-Bilder.

 

hier sind die Links zu älteren Tagebucheinträgen:

Tagebuch 2005 Teil1 Tagebuch 2005 Teil2 Tagebuch 2004 Weg nach Roth 1 Weg nach Roth 2 Weg nach Roth 3 Tagebuch 2006 News 2007 und älter Tagebuch 2007-2008

 

 

 

 

 

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