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Einträge von Heike (Schriftfarbe
dunkelgrün) (außerdem schreibt Heike als Grundschultante nach der neuen
Rechtschreibung z. B. dass statt daß oder ähnlich
gewöhnungsbedürftige Sachen) |
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Einträge von Harald (Schriftfarbe
dunkelblau) |
3.12.05
bestimmt bald neue Olympische Disziplin:
Der Tanz auf dem
Deckel = "rainpotcover-jump"
Mittlerweile hat es sich unter den gesamten
Nachbarskindern herumgesprochen, dass der beste Schlitten doch der
Deckel der Regentonne ist. Erstens braucht so einen Deckel sowieso kein
Mensch, zweitens passen auch
noch große Kinder darauf und drittens läuft
dieser Deckel viel schneller als irgendein langweiliger Schlitten oder
Bob. Nicht zu empfehlen auf Hängen, die unten an einer Straße enden.
Bremsen ist nicht !!!!! Stefan Raab hat den Wok und unsere Kinder den
Deckel der Regentonne. Jetzt wird trainiert, was das Zeug hält. Sogar
über Schanzen kann man damit springen ;-)Frederic übte nebenbei auch
noch das Weitspringen mit dem Bob. Im Triathlontraining für die Kiddis
muss mit dem Deckel 20mal den Berg hoch gerannt und wieder herunter
gerutscht werden. Na, 2010 ist die nächste Winterolympiade. ;-)
Mein Training beschränkt sich im Moment auf
Skaten. Seit letzten Sonntag war ich schon
5mal. Immer , zwischen 1h und 1h20min, schnell nach der Schule, bevor
die Kinder heim kamen. Die "Spur" in Schleching ist schon richtig gut
präpariert. Hat schon seine Vorteile, wenn ein Andi Birnbacher aus
diesem Ort ist und zur Zeit auch noch sein Training zu Hause absolviert
;-) Donnerstags war ich mal zur Abwechslung 40min auf dem Laufband. Mehr
Zeit war nicht.
Heute waren wir alle zusammen in Schleching
beim
Langlaufen
und Marc hat das erste Mal seine Alpinskier ausprobiert. Er war stolz
wie Oskar, ist aber nach 20min
wieder auf den Schlitten umgestiegen. Vor dem großen angesagten
Schneeregen sind wir wieder daheim gewesen. Wäre schön, wenn es wieder
in Schnee überginge. Langlaufen macht im Moment einfach richtig Spaß.
Obwohl man auf dem Laufband und dem Ergometer mehr Biathlon- und
Langlaufübertragungen im Fernsehen anschauen könnte ;-)
26.11.05 Was bisher
geschah......
Wo geht die Zeit hin ???? Heute ist erster Advent
und wir versinken nun schon ab Anfang November im Schnee. Hat natürlich
erst einmal zur Folge, dass meine und Anna-Maries Radkilometer rasant
gegen Null rasten. Naja, im Mai sind wir wieder schneefrei. ;-) Gestern
haben wir dafür die Langlaufsaison eröffnet. Hat wieder richtig Spaß
gemacht. Ist schon nicht schlecht, wenn man nur 5 min. zu einer perfekt
gespurten, bzw. gewalzten Loipe hat. Anna-Marie ist gestern schon
gelaufen. Für Frederic haben wir gestern Nachmittag gleich noch
Langlaufskier besorgt. So war er heute so heiß drauf es auszuprobieren,
dass ich auch wieder mit in die Loipe, bzw. auf die Spur musste. Trotz
Muskelkater. Harald hat mal wieder Dienst. Frederic war gleich so
motiviert, dass er mit den Classic-Skiern geskatet ist ;-) Hm ! Nun wird
sich Marc beim Schlittenfahren langweilen ;-)
Seit September sind wir hier beruflich und
familiär richtig ausgelastet, dass leider nicht viel Zeit blieb die
Homepage zu pflegen, an Triathlon zu denken bzw. zu trainieren. Nachdem
ich mir im November einen Innenbandabriss im rechten Fuß zuzog, waren
wir auch noch zeitweise abwechselnd krank. Jetzt soll es aber mit dem
Sport mal wieder etwas aufwärts gehen, vor allem wenn doch das Skaten so
richtig Spaß macht ;-)
Zwecks Trainingslager in CECINA-MARE habe
ich schon in Italien angefragt. Leider noch keine Antwort bekommen. Ich
werde es dann noch einmal per Fax versuchen und mehr Infos danach auf
die Homepage stellen. Der Termin ist aber definitiv: Samstag 8.4.06 -
Sa 22.4.06
Jetzt soll ja die etwas ruhiger Zeit kommen. Für
die Schule habe ich es mir vorgenommen...die Schüler nicht ganz so hart
ran zu nehmen ;-) Hoffentlich gelingt das auch ! Obwohl schon wieder die
ersten Termine für Nikolausfeiern stehen......
Eine schöne Adventszeit !
Nov/ 2005 Wir gratulieren allen
Hawaii-Finishern !!!!
Herzlichen Glückwunsch Faris zu deinem Sieg !
(Wir haben die ganze Nacht in unserer privaten Hawaii-Party den
Live-Stream verfolgt und mitgefiebert)

(der Internet-Livestream auf Leinwand projiziert, rechts unten das
Notebook als Ergänzung fürs Erfassen der Textmeldungen des Livetickers;
dieses Jahr hatte ironmanlive.com offensichtlich erstmals gernügend
Serverkapazitäten angemietet, so dass die Übertragung im Gegensatz zu
früheren Jahren ohne Abstürze funktioniert hat. Stimmung und Spannung
kamen wirkklich gut rüber!)
Herzlichen Dank allen, die uns letzte Saison unterstützt
haben !.....Eltern !!!!, Freunde, PowerBar,
Craft, Aquaman - vor allem Tobias und Kerstin Aust, die in Dänemark während des
Wettkampfes unsere Kinder betreut haben-,..
18.10.05 Marc-Philipp wird
"erwachsen". Aber nur werktags von
8h- 14h. ;-)
Heute passiert beim Abholen der Kids aus dem Kindergarten:
"Mama, ich kann jetzt schon ganz allein meine Schuhe anziehen."
Und gleich
anschließend demonstriert Marc-Philipp stolz, wie er ohne Hilfe
seine Turnschuhe anzieht und erstmals selbständig die
Klettverschlüsse eigenhändig schließt. Überschwengliches Lob
durch mich, man freut sich ja immer, wenn die eigenen Kids sich
was neues zutrauen.
Vier Stunden später zuhause beim Abmarsch ins Kindertraining:
"Mama, du musst mir meine Schuhe anziehen!" "Wie bitte? ich
dachte , dass kannst du jetzt schon alleine??" "Ja schon, aber
nur im Kindergarten..." Er verzog dabei keine Miene! Die daneben
sitzende "große Schwester" Anna-Marie brach fast ab vor
Lachen...
19.9.05 Deutschland hat
gewählt: the day after
Beim Durchblättern der Zeitschrift
"Capital" fiel mir neulich (noch vor der Wahl) nachfolgend
eingescannte Fotomontage in die Augen. Schon interessant, in
welchem Bild innerhalb seines Archivs der Grafikdesigner, der
für die Collage zuständig war, die Eigenschaften Ausdauer,
Zielstrebigkeit und Erfolgsfocusierung am ehesten symbolisch
repräsentiert fand...
Und
nach dem äußerst peinlichen Auftritt unseres ehemaligen
Bundeskanzlers gestern abend in der sog. Elefantenrunde Der
Bericht in Spiegel online spricht da Bände) bin ich
heilfroh, dass kein Foto von uns im Schröderschen
Konterfei auftaucht... Das wäre dann wohl alles andere als
positive Imagewerbung.
Wahrscheinlich hätten wir dann lieber
auf eine Veröffentlichung an dieser Stelle verzichtet.
Aber im "Markenprofil" von Angelika
Merkel aufzutauchen finde ich eigentlich schon o.k., auch wenn
es gestern noch nicht auf Anhieb mit der Regierungsübernahme
geklappt hat. "Angie" ist -um im Bilde zu bleiben- bei ihrem
persönlichen Ironman noch nicht an der Finishline eingetroffen.
Wird sicher noch 'ne interessante Schlußphase auf der Zielgerade
(während der Koalitionsfindung)...
Bild anklicken für höhere Auflösung
7.9.05 Saisonpause
Drei Wochen ist der letzte Eintrag im
Tagebuch nun schon wieder alt. Zeit, mal wieder ein
Lebenszeichen online zu stellen. Während der
aktiven
Wettkampfphase, in der die Wochenenden genauso wie die Werktage
vergleichsweise straff durchorganisiert sind, bleibt ja so
einiges liegen, das man jetzt während der Saisonpause
aufarbeiten kann. Steuererklärung, Reparaturen im Haushalt,
Wartung unserer diversen Fahrräder und unsere mittlerweile doch
schon recht betagten beiden Autos, Pflege von Freundschaften,
Spazierengehen, Berg steigen und Wandern statt Joggen und
Radfahren,im See baden statt Schwimmtraining und so weiter.
Am vorletzten Wochenende haben wir es
endlich, nachdem wir doch schon immerhin über zwei Jahre hier
wohnen mal bis zum Gipfel der Kampenwand geschafft, nach dem bei
einigen Versuchen in der Vergangenheit die etwas unterhalb des
Gipfels liegenden Almen, wie Steinlingalm oder Gori-Alm die
Umkehrpunkte waren, sei es in das die Zeit für die letzten paar
100 Höhenmeter nicht gereicht hatte, das Wetter nicht passte,
oder die Kinder schon zu ermüdet waren. Diesmal hatte dann
endlich mal alles gepasst und vor allem
Marc-Philipp
und Anna-Marie Kunden noch geschaffter Tour zurecht stolz auf
sich sein, haben sie doch immerhin über 1000 Höhenmeter mit den
eigenen, kurzen Beinen bewältigt und dabei auf der Passage
unterhalb des Gipfels auch durchaus anspruchsvolle
Kletterpassagen erstaunlich sicher bewältigt.
Das vergangene Wochenende war geprägt
von der standesamtlichen Trauung meines "kleinen Bruders" Martin
mit Angelika, meiner neuen Schwägerin. Wer neugierig ist und mal
schauen will, wie sich die erweiterte "funkfamily", dem
festlichen Anlass entsprechend ordentlich
aufgebrezelt
hat, kann gern mal in die
mit Musik unterlegte Diaschau dieses Events, die ich für
die Gäste und Verwandte online gestellt habe,
hineinschauen. Natürlich gab's, wie bei derlei Festivitäten
üblich, super gutes und reichliches Essen und wir haben
wahrscheinlich hinsichtlich der Gesamtkalorienaufnahme am
Wochenende sämtliche Rekorde gebrochen. Karpfenessen nach der
Trauung , Kaffee und Kuchen, am nächsten Tag noch Brunch bei den
"Frischvermählten" und am Sonntag dann noch ein zweites
All-you-can eat-Brunch, wo wir uns, nachdem wir schon mal wieder
in Franken, unserer Heimat, waren, mit einem Schulfreund
von mir verabredet hatten. Immer wieder erstaunlich, was man als
Triathlet so alles essen kann, bevor sich ein gewisses
Sättigungsgefühl einstellt, selbst in Phasen, in denen man eher
wenig trainiert. Nächste Woche folgt dann die kirchliche Trauung
mit anschließender Feier im großen Familien und Freundeskreis in
einem Hotel im bayerischen Wald. Mehr als wahrscheinlich, dass
auch dieser Anlass wieder mit ziemlich viel Essen verbunden sein
wird. Wahrscheinlich müssen wir dann nach sich ausbreitenden
Entsetzen in der Folge eines Gangs auf die Waage nächste Woche
unsere Saisonpause vorzeitig beenden und wieder ins regelmäßige
Training einsteigen, um nicht das " Winterpausen-Ulrich-Syndrom"
zu verfallen...
6.8.05 Nächster Katastrophenalarm und einige Gedanken
Jetzt hat man mal Ferien und kann vor
lauter Regen gar nichts mit den Kindern unternehmen. Vor ca. 1h
ist schon wieder Katastrophenalarm in Unterwössen ausgerufen
worden. Überall heißt es Sandsäcke schleppen. Diesmal droht die
Tiroler Ache überzugehen. Der Wössner Bach ist auch schon wieder
bedrohlich über die Ufer getreten. Die Zufahrten nach
Unterwössen sind gesperrt. Aber Harald hat heute sowieso Dienst
und muss nicht mehr nach Unterwössen zurück. Hoffentlich hört es
bald auf zu regnen. Wahrscheinlich stellen sie uns dann auch
bald wieder den Strom ab, wenn die ersten Keller voll gelaufen
sind. Unsere Nachbarn hatten den gesamten Keller hüfthoch unter
Wasser. Mal sehen, ob wir was abdichten können. Drückt uns die
Daumen !
Zu meinem Rennen in Fredericia gibt es
gar nicht viel zu erzählen. Schwimmen war okay, aber nicht
richtig schnell, kam so ca. auf Rang 6 aus dem Wasser,
habe dann in der ersten Radrunde tierisch Zeit gutgemacht und
bin auf Rang 3 vorgefahren, diesmal nach 40 km noch keine
Rückenschmerzen, als es pfffff...... machte. Erster Platten !
Danach folgten noch 2 Platten, ewig Zeit beim Wechseln verloren.
Lust hatte ich ja keine mehr. Dann bin ich die 30 km aber doch
noch zu Ende gejoggt. Das war so eine Deja-vu Erlebnis von Jümme
1996, wo ich in Führung liegend auch eine Reifenpanne
hatte........oder bei der WM 96 in Nizza, wo mir in Führung
liegend die Vorbauschraube herausbrach und ich das Rennen
beenden musste. Heißt das jetzt ETU und ITU Rennen sollte ich
lieber meiden ?????? Oder sollte ich lieber doch nicht so
empfindliches Material fahren ???? ;-)
Saisonpause. Zeit meinen Rücken
irgendwie soweit in Ordnung zu bringen, dass ich irgendwann mal
wieder über 60km die Woche laufen kann und länger als eine
Stunde schmerzfrei Radfahren gehen kann. Ich habe Harald schon
auf ein neues Rad vorbereitet. So gerne ich meine rotes Radl
auch hab und so schnell es auch ist....ich bin keine Junge mehr.
Jetzt ist die "Altersposition" auf dem Rad angesagt ;-) Mehr so
Hollandradmäßig mit Gesundheitslenker. Bei Aldi gibt es bestimmt
bald wieder einen Sattel mit Federung dazu. Rückenschonend steht
doch immer in der Anleitung. ;-) Ich halte euch auf dem
Laufenden.
Heute sollte ich eigentlich eine
Schnitzeljagd mit den Inlinern im Ferienprogramm leiten. Ist
natürlich ausgefallen. Haben wir erst einmal auf den Donnerstag
verschoben. Mal sehen was wird mit Unterwössen. Nächste Woche
biete ich noch ein Duathlon-Training für die Kiddis an. Bei
schlechten Wetter gehen wir sonst ins Hallenbad. Ich gehe
duschen und die Kiddis können sich im Wasser austoben. Harald
hat ziemlich viele Dienste übernommen. Urlaubszeit. Ich werde
hier im Haus wieder ganz viel ausmisten und einiges hoffentlich
wegwerfen können ;-) Harald hat in der Garage noch sein
allererstes Zeitfahrrad. So ein Teil, wo vorne ein 26 Zoll
und hinten ein 28 Zoll Laufrad drin ist. Das hängt nur herum.
Als ich mal meinte, dass ich es eigentlich in den Garten stellen
und es mit Blumentöpfen und Rankpflanzen behängen könnte, gab es
gleich Protest. ;-) Verstehe nicht, warum ??? ;-) ;-) Wäre doch
eine gute Verwendung ;-) Verstehe einer die Männer. Daneben
würde sich eine Vogelscheuche im Neo gut machen. Liegen ja auch
noch ein paar uralte Teile herum. Oder sogar mehrere
Strohmännchen im Neo, die einen Schwimmstart simulieren. Hat
schon jemand so etwas im Garten stehen ???? ;-) ;-) ....und die
alten Laufschuhe hängen sowieso schon an der frischen Luft
;-)...haha !!!! War nur so eine Idee !
So, jetzt haben die Kiddis Hunger. Mal
sehen, ob ich sie zu einem Gemüseauflauf überreden kann ;-) Wenn
sie den vermeiden könnten, würden sie sogar bei dem Wetter mit
dem Rad ins Mc -Donald fahren ;-) ;-)...oder ich sage Omi hat
ihn gekocht. Bei den Omis essen sie auch alles. Aber nicht, dass
jetzt jemand denkt, ich koche schlecht !!!
10.8.05 Langdistanz-Weltmeisterschaft in Fredericia (Dänemark):
Technische Pannen verhindern eine optimale Umsetzung der eigentlich
guten Tagesform: Heike finisht als 21., Harald als 32. des Elitefeldes.
Manchmal besteht der Unterschied
zwischen Erfolg und Mißerfolg nur aus einem wenige
Millimeter
großem
Steinchen. Das ist -auf einen kurzen Nenner gebracht das
sportliche Fazit unserer Reise nach Dänemark und das der
Spruch auf Heikes Rennen ebenso zutrifft, wie auf mein
eigenes, lässt die rückblickende Rennanalyse wegen der
Duplizität der Ereignisse fast schon ein bischen ins
Fatalistische abgleiten. Die Großereignisse dieser Saison
haben es -abgesehen vom vielversprechenden Saisonauftakt
beim Haardman- leider nicht besonders gut mit uns gemeint.
Natürlich hatten wir mit einigen
Hoffnungen die 1200 Kilometer lange Anreise zu unserer
ersten WM angetreten, aber mit der Erfahrung von 15 Jahren
Triathlon weiß man natürlich auch, dass gerade auf der
Langdistanz Erfolg schwer planbar ist. Die
Trainingssteuerung ist schon schwer genug, die dafür sorgen
soll, dass man am Wettkampfmorgen "gute Arme und
Beine" hat, während des Trainings gilt es laufend -trotz der
bisweilen notwendigen hohen Intensitäten-
Überlastungsverletzungen zu vermeiden, unmittelbar vor
dem Wettkampf kann ein banaler Infekt (Bronchitis, Grippe
oder wie in Roth ein leichter Darminfekt) leicht die Arbeit
von Monaten in Frage stellen, während des Wettkampfes
benötigt man die richtige taktische Marschroute, um seine
Kräfte sinnvoll einzuteilen. darf sich keine Fehler im Ess-
und Trinkverhalten erlauben und dann muss auch noch das
Material mitspielen... gerade der letzte Faktor ist oftmals
am schlechtesten zu kontrollieren und hat uns am vergangenen
Wochenender mutmaßlich einen befriedigenden Zieleinlauf und
efolgreichen Saisonabschluss verdorben. Im Nachhinein muss
man wohl davon ausgehen, dass wir für die zum Teil mit
unglaublich spitzen Steinen garnierten Straßen in Dänemark
wohl die falsche Materialwahl getroffen haben: dieselben
Reifen, mit denen wir in den letzten drei Jahren auf ca.
3000 Wettkampfkilometern (auf deutschen Straßen) nur einen
einzigen Platten hatten, lieferten uns auf den Straßen um
Fredericia innerhalb von 320 gefahrenen Kilometern
(einschließlich des Trainings davor) 5 (!) Plattfüße. Wenn
es uns in den nächsten Jahren nochmal wettkampfmäßig nach
Dänemark verschlagen sollte, dann ganz sicher nicht mehr mit
130g leichten "Conti Grand prix Supersonic", sondern eher
mit Moutainbikebereifung oder zumindest irgendein Mantel mit
doppelt bis dreifacher Kevlar-Panneneinlage. Gibt es
Vollgummireifen auch in 26 Zoll??
Nicht dass jetzt ein völlig
falscher Eindruck aufkommt: enttäuscht von unseren
Ergebnisse waren wir in erster Linie am Sonntag, da wir
pannenfrei durchaus 10-15 Plätze weiter vorne hätten
einlaufen können (mit dem dann automatisch höheren
Motivationsgrad beim Laufen); mittlerweile aber - mit
zunehmendem Abstand von dem Wettkampf- überwiegt eine
positivere, pragmatischere Bewertung des Kurztrips in ferne
Skandinavien. Erlebniswert hatte die Woche allemal und es
gibt weitaus Schlimmeres im Leben, als mit einigen Minuten
Verspätung in den Zielkanal einzubiegen.
Bereits am Mittwoch hatten wir uns
mit dem Auto aufgemacht. 1200km in den Norden. In Fredericia
angekommen hatten wir fast schon das Gefühl eine Zeitreise
in den Herbst unternommen zu haben, so kalt und regnerisch
war das Klima dort. Temperaturen so um die 10-15 Grad. Beim
Wettkampf lieben wir so ein Wetter, aber in den Tagen davor
beim Training und Relaxen hat man's doch gerne ein bischen
wärmer...
Hektik dann beim Check-In am
Samstag. Für uns unerwartet fand dabei gleichzeitig auch
eine Kontrolle des Race-Outfits statt (ob die
Laufstartnummer korrekt angebracht ist: 4 Sicherheitsnadeln,
ja kein Gummiband, ob die Sponsorenaufnäher die korrekte
Größe haben usw.). Wir hatten unsere Trikots natürlich nicht
dabei und durften dann noch einmal 10km in die Unterkunft
und zurück fahren und die Wettkampfkleidung zur Vorlage bei
den Kampfrichtern holen. Lästig und anstrengend, wo man doch
am Abend vorher eigentlich seine Ruhe haben und die Akkus
maximal aufladen will. Bei der Zweitkontrolle "fielen" wir
dann wieder durch, weil auf dem Hintern der Badehose kein
Namen aufgedruckt war. Letztes Jahr bei der
Europameisterschaft in Immenstadt hat das niemanden
interessiert, aber jetzt war es ja auch ne Weltmeisterschaft
und da geht's anscheinend strenger zu. Also nochmal
nachsitzen und auf einem Stand der Triathlonmesse zweimal
"FUNK" auf die Hosen aufbügeln lassen (zum Glück wurde in
Fredericia ein solcher Service (kostenpflichtig) angeboten).
Dann war die Checkin-Prozedur endlich überstanden (und schon
reichlich Adrenalin verschossen, das wir uns gern für den
Wettkampf aufgehoben hätten).
Nach kurzer Nacht am Sonntag früh
um 5h dann der nächste Aufreger: wir hatten vergessen unser
Auto
vorsorglich außerhalb des Campingplatzes zu parken und
standen dann natürlich zu dieser nachtschlafenden Zeit vor
verschlossener automatischer Schranke und mussten doch
dringend zum Start. Keine Notklingel oder Nachtwächter in
Sicht. Wir behalfen uns dann erst mal mit "roher Gewalt": so
eine Schranke hat ja eine gewisse Elastizität (zumindest bis
die Bruchspannung erreicht ist) und so hielt ich den Baken
gerade soweit nach oben gebogen, dass Heike mit unserem Opel
unten langsam durchfahren konnte. Ein bisschen komisch sah
der Baken danach schon aus, aber der "Ausbruch" war
geschafft.
Die Startnumern mussten als
Klebe-Tattoo aufgebracht werden
Nächste spannende Situation dann am
Start: tags zuvor war wegen 14°C kaltem Meerwasser die
Schwimmstrecke beim Vikingman auf die Hälfte gekürzt worden,
aber bei der Messung jetzt am Sonntag morgen war - o Wunder-
das Wasser auf gemessene 15,0°C aufgewärmt, gerade 0,1°C
mehr bevor man laut Reglement die Schwimmstrecke auch für
die ITU-WM hätte verkürzen müssen. Das wäre mir eigentlich
sehr recht gewesen, den bei meiner augenblicklichen
Schwimmform verliere ich nämlich gerade in der ersten
Disziplin immer den entscheidenden Boden auf die Spitze. Für
Heike wäre eine eventuelle Verkürzung ein Nullsummenspiel
gewesen: ob nach zwei, drei oder vier Kilometern, sie kommt
eh meist mit den unmittelbaren Konkurrentinnen aus dem
Wasser. Aber, wie schon gesagt, es wurden eben doch die
vollen 4km und man muss sich den Realitäten beugen.
Um 7 Uhr dann der Startschuss.
Erwartungsgemäß verlor ich einiges an Boden genüber den
schnellsten Schwimmern (insgesamt 6-7 Minuten) aber ich
fühlte mich -so paradox das klingen mag- eigentlich ganz gut
dabei und kam nach 56 Minuten nur wenig erschöpft aus dem
Wasser, so dass ich auf dem Rad von Anfang an ordentlich
Druck machen konnte. Nach der ersten 40km Radrunde hatte ich
den 2 Minuten-Rückstand auf eine 10-Mann-Gruppe mit den
Mitfavoriten Gerrit Schellens und Petr Vabrousek aufgeholt
und konnte diese relativ flüssig passieren und mit guten
Beinen auf den nachfolgenden 50 km weitere Plätze gut
machen. Nach 90 km lag ich dann ungefähr auf Rang 12 oder 13
(nach Rang 47 nach dem Schwimmen) und der Wettkampf fing
gerade so richtig an Spaß zu machen, zumal ich an den
Wendepunkten, wo sich die Athleten engegenkamen festgestellt
hatte, dass ich sogar auf den zu diesem Zeitpunkt
zweitplazierten Francois Chabaud, der als bäernstarker
Radfahrer bekannt ist, Boden gut gemacht hatte. Da
plötzlich...Pffffft.....ein häßliches Geräusch aus dem
Vorderrad. Plattfuß. Ich rollte dann noch auf der Felge
holpernd 5 km weiter bis zum offiziellen Servicepunkt, wo
ich bei den vorherigen Runden etliche Laufräder zum Wechseln
am Straßenrand liegen gesehen hatte und hoffte, dass mir
somit das zeitraubende Schlauch-Wechseln erspart bleiben
würde, aber dort angekommen erfuhr ich, dass all die
Ersatzlaufräder vorher von den jeweiligen Nationen abgegeben
wurde und es keine länder-neutrale Ersatzlaufräder gab. Da
lagen also Vorder- und Hinterräder mit der Beschriftung
Frankreich, Dänemark, Italien... aber leider keins mit einem
Zettel mit "Germany". Andere Länder haben halt einen
richtigen Betreuungsstab dabei, der sich um solche Sachen
kümmert, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Unser
Nationalteam bestand halt nur aus den drei gemeldeten
Athleten. Dabei hätten wir ja Trainingslaufräder zum
Hinterlegen dabei gehabt, aber woher soll man wissen, dass
man die vorher beim Veranstalter abgeben muss? Lehrgeld. Bei
der nächsten ITU-WM wären wir schlauer.
So musste ich also, nachdem ich
durch das Rollen auf der Felge eh schon viel Zeit und
etliche Plätze verloren hatte doch noch den defekten
Schlauch wechseln, aufpumpen und setzte dann (etwas
frustriert) meinen Wettkampf fort. Finishen wollte ich
schon. Das gehört sich einfach.
Die abschließenden 30
Lauf-Kilometer liefen dann noch passabel. Ich stellte mir
vor, ich würde einen Tempodauerlauf absolvieren (um nicht
ins allzu lustlose Traben zu verfallen), denn das
richtige
"Wettkampffeeling", in dem man auch mal über die
Schmerzgrenze hinaus geht, hatte ich nicht mehr (sieht man
wahrscheinlich auch den
Bildern, die uns Marco Meuter geschickt hat, an). Statt Rang
32 hätte es wahrscheinlich auch irgendwas so um Ran 15
werden können und das würde sich natürlich in der
Ergebnisliste schon besser lesen. Außerdem hätte ich
wahrscheinlich sogar die Radbestzeit des Tages erzielt
(abgesehen von der Zeit von Torbjörn Sindballe, der später
aufgeben hatte). Aber was solls: Hätte, wenn und aber... man
muss die Dinge nehmen, wie sie kommen.
Über Heikes Rennen sollte sie
eigentlich selbst berichten. Aber von mir hier schon soviel:
sie war auch von Pannenpech verfolgt und für sie war's
eigentlich noch ärgerlicher, da sie beim ersten Plattfuß
nach 40 km schon drauf und dran war,
die
Führung zu übernehmen und höchstwahrscheinlich mit der
Tagesform in den Topfive, also fett im Preisgeld gefinisht
hätte... Ihre zwei weiteren Plattfüße im Verlauf der
Strecke waren vermutlich Folge des ersten Defektes, den im
Ziel steckte immer noch ein Fremdkörper im Mantel (siehe
Foto am Anfang des Textes). In Zukunft sind wir auf
derartigen Straßen
mit Sicherheit mit Pannengel und anderen Mänteln unterwegs.
Übrigens wunderten sich auch die Mechaniker beim Team
T-Mobile, bei der ebenfalls gerade stattgefundenen
Dänemarkrundfahrt über ungewöhnlich viele Reifendefekte.
Irgendwie sind die dänischen Steine weitaus spitzer als die
hier in Dutschland üblichen und durch den starken Meereswind
und ständigen Niederschläge liegen einfach auch weitaus mehr
Fremdkörper auf der Fahrbahn als üblich, was eben auch rein
statistisch Pannen wahrscheinlicher macht.
Ab Montag machten wir dann noch
Urlaub, besuchten erst sämtliche Spielplätze Fredericias und
fuhren tags darauf (an Frederics Geburtstag) ins Legoland
nach Billund. Über die enorm teuren dänischen
Preise
sollte man nicht viel
nachdenken (mit Eintritt, Essen usw. kostet so ein Ausflug
für 5 Personen an die 200,-€ also etwa
doppelt so viel wie in Deutschland), aber angesichts der
leuchtenden Augen unserer Kids haben wir solche
Kosten-Nutzen-Relationen schnell wieder vergessen...


Abschlussfeste, Nachtrag Karlsfelder Triathlon und Sonstiges
Wir Bayern sind bei den Schulferien
immer das Schlusslicht. Während hier schon die Urlauber in das
Chiemgau strömen und am See liegen, müssen die Kinder noch
schuften. Dazu hatten sie aber die letzten Wochen leider keine
Lust mehr und es wurde richtig anstrengend zu unterrichten.
Zeugnisse sind geschrieben. Aber aus dem Kuchenbacken und
Termine einhalten kommen wir gerade nicht mehr heraus. Ständig
irgendwelche Abschlussfeste mit unseren Kindern und Feste bei
mir an der Schule. Nächste Woche hat Anna-Marie noch die
Schultütenübergabe für die angehenden Erstklässler in der Kirche
und am Mittwoch ist an meiner Schule noch den ganzen Tag ein
Spielfest angesagt, bei dem die Kiddis ihren Spaß haben und
Lehrer und Eltern sich mal "zum Deppen" machen müssen ;-)
Nebenbei sollte man aber dann doch den Haushalt und Papierkram
erledigen. Nur gut, dass bei uns im Esszimmer jetzt der
Kaffeevollautomat steht. So hält man ein paar Stunden länger
durch ;-)
Frederic nahm mal wieder ganz
ungezwungen an einem Kinderlauf über 1000m teil und wurde 3. Er
blüht mittlerweile richtig auf beim Sport und sammelt eine
Medaille nach der anderen, die er an sein Bett hängt oder mit
ihnen um den Hals herum durch Haus und Garten läuft ;-)
Über das Karlsfelder Rennen gibt es
eigentlich gar nicht viel zu erzählen. Ich hatte das Gefühl eine
Kurzdistanz noch nie so hart gegangen zu sein. Nach dem
Schwimmen, wo ich mich extra in Zeug gelegt hatte, weil ich
nicht so viel Zeit auf Ute Mückel verlieren wollte, hatte ich
1min 30 sek. Rückstand. Nach dem Wechsel waren es dann fast
2min. Ich kam nicht aus dem Neo und Ute ist in meinen Augen die
Wechselkönigin. Das kann sie unheimlich schnell. Ich verbocke
meistens irgendetwas beim Wechsel, auch wenn ich mir noch so
vornehme mich zu konzentrieren. Auf dem Rad gab ich dann alles.
Wir mussten eine Wendepunktstrecke bewältigen. Welliger Radkurs
ins Dachauer Hinterland. Ich holte Ute kurz vor dem Wendepunkt
ein und konnte dann noch ca. 45 sek. auf dem Rückweg
herausfahren. Zum Glück war die Radstrecke 48 km lang. Nach Utes
Wechsel zum Laufen hatte ich noch ca. 30 sek. Vorsprung. Ich
lief also um mein Leben, konnte keine Sekunde den Druck
weglassen, hatte nicht mal mehr Zeit Bekannte zu grüßen oder
anzufeuern, wie ich es sonst immer mache ;-) Ich gewann mit 23
sek. Vorsprung und war richtig zufrieden mit dem Rennen. Klar,
wenn man gewinnt.
Dabei hatten Harald und ich eine
ziemliche Vorstarthektik. Eigentlich lagen wir gut in der Zeit,
bis Harald beim Einfahren (25 min. vor dem Start) der Reifen am
Hinterrad (Scheibe) platzte. Ich fuhr also schnell zum Start,
organisierte Flickzeug und ein anderes Hinterrad und schickte
meinen Vater mit dem Auto zu Harald, der in Dachau stand. In der
Zwischenzeit checkte ich ein und legte auch Haralds ganze
Wechselsachen auf den Platz. 10 min. vor dem Start konnte also
auch Harald einchecken und sich noch schnell in den Neo
quetschen. Er schwamm dafür auch nicht so gut, konnte sich aber
mit der schnellsten Radzeit auf Rang 2 vorarbeiten. Kurz vor dem
Ziel wurde er aber noch vom späteren Zweitplatzierten Andre Belz
nieder gespurtet.
Karlsfeld ist, wie auch der
Tegernseetaltriathlon, ein Wettkampf für die "ganze Familie".
Die Kinder bekommen schon bei der Startunterlagenausgabe
Kuscheltiere, Einwegkameras und Sonstiges und können sich auf
der Hüpfburg vergnügen oder an der Verpflegungstation mithelfen.
Größere Familienangehörige sind am See oder in der Pizzeria gut
aufgehoben, bis die Athleten wieder im Ziel sind. Bei der
Siegerehrung, die schnell stattfindet, gibt es Geschenke aller
Art.
Ich freue mich schon auf die Ferien.
Wenig Termine. Nur ab und an biete ich im Ferienprogramm etwas
an. So können wir hoffentlich mal wieder eine Bergtour machen.
Übrigens ist mein
Jahres- und Wochenplan
nun vollständig !
Unsere Termine habe ich auch mal wieder
aktualisiert.
Jetzt habe ich schon die fünfte Tasse
Cappuccino ;-)
11.07.05 Abgeschnitten von der Außenwelt
Erstmal noch ein paar Gedanken zum
gestrigen Rennen aus meiner (Heikes) Sicht, solange der Akku des
Notebooks noch reicht, denn mittlerweile ist hier in Unterwössen der
Strom komplett abgestellt:
Gestern beim Tegernseetaltriathlon
schüttete es während des Rennens und eigentlich während der
gesamten Veranstaltung wie aus Kübeln. Das Rennen selbst verlief für
mich aber problemlos und machte richtig Spaß. Die Woche nach Roth
trainierte ich nichts und versuchte meine Müdigkeit zu besiegen.
Wegen der doch jetzt in unterschiedlicher Intensität schon
seit mehr als drei Monaten immer wieder auftretenden Rückenprobleme
entschlossen wir uns zur Durchführung einer Kernspintomografie, die
eine wohl schon ältere Protrusion L3/L4 ergab, die aber
konservativ in den Griff zu bekommen sein müsste. Harald stellte mir
am Samstag das Rad komplett um. Jetzt sitze ich etwas aufrechter und
kürzer. So wurde Sonntag die neue Sitzposition gleich mal unter
Wettkampfbedingungen getestet. Der Tegernseetaltriathlon ist eine
mit viel Liebe zum Detail organisierte familiäre Veranstaltung. Die
Siegerehrung fand schon 15 min. nach Einlauf des letzten Triathleten
statt, so dass der Wettkampf mit An- und Abfahrt auch nicht gleich
den ganzen Sonntag blockiert.
Für den Schwimmstart fährt man mit dem Bus
von Gmund auf die andere Seite des Tegernsees. . Geschwommen wird
einmal quer durch den See, zurück zur Wechselzone in Gmund. Dabei
handelt es sich um gute 1600 m. Gestern hatte der See ca. 16 Grad.
Draußen war es auch nicht wärmer. Hier war mal nicht nur der
Auftrieb des Neoprenanzuges gefragt, sondern vor allem auch die
Wärmedämmeigenschaften. Unser Neo schnitt dabei offensichtlich gut
ab: Harald und ich kamen mit nur einer halben Minute Rückstand auf
den Führenden Steffen Hartig in die erste Wechselzone. Die
Radstrecke musste man nun bei aufkommendem starkem Regen mit
Vorsicht genießen, da der Kurs sehr eckig, eng und bergig war. Ich
war trotzdem flott unterwegs und konnte ziemlich locker die
Laufstrecke angehen, nachdem mir allerdings der Helm abgenommen
werden musste, da ich ihn alleine nicht öffnen konnte. Mit klammen
Fingern und Eiszapfen im Schuh gestattete ich mir also noch dieses
kleine Bergläufchen von 10 km, mit Bergabpassagen. Im Ziel gab es
dann Kuchen und Erdinger Alkoholfrei zum Abwinken.
Auf der Heimfahrt regnete es dann immer
heftiger.
Montag, 11.7.05
7Uhr 20 Der Unterwössner Bach ist dem
Überlaufen nahe. Heftiger Regen. Wir fahren in die Schule bzw.
Klinik zur Arbeit.
Montag, 11.7.05
11Uhr 15 Anruf in der Grundschule Übersee.
Schule und Kindergarten Unterwössen wird evakuiert.
Straßensperrungen stehen. Keine Einfahrt mehr nach Unterwössen
möglich. Hochwasser !
Montag, 11.7.05
11Uhr 20 Nachbarn nehmen unsere Kinder mit
aus Schule und Kindergarten. Ich organisiere schnell noch eine
Mutter für meine Klasse und versuche noch nach Unterwössen zu
kommen, bevor die Zufahrten komplett dicht sind.
Der
Kaltenbach, normalerweise nur ein Bächlein und vor ein paar Tagen
noch komplett ausgetrocknet, jetzt plötzlich ein Fluss mit reißendem
Wasserfall, hier noch in seinem Bachbett, dass er ein paar Meter
weiter unten mangels Platz verlässt.

Montag, 11.7.05
11Uhr 55 Geschafft ! Anwohner wurden noch
auf eigenes Risiko durch die bereits aufgebauten Straßensperren
gelassen. Regen wird immer heftiger. Bürger versuchen mit Sandsäcken
ihre Häuser zu schützen. Tiroler Ache und die Bäche tragen zu viel
Wasser und gleichzeitig unglaublich viel Geröll und Schlamm, der
überall, wo das Wasser hinkommt liegenbleibt. Überall liegt der
Geruch von ausgelaufenemHeizöl in der Luft.
Das
Geröll vor unserem Astra hat der neue Gebirgsbach innerhalb
kürzester Zeit angeschwemmt. Das lässt die Kraft der Strömung
erahnen...
Montag, 11,7,05
12Uhr 10 Kinder und ich sind zu Hause.
Gott sei Dank kein Wasser im Haus, aber ein reißender Gebirgsbach
auf der Straßé vor unserer Haustür waden-bis kniehoch, wo eigentlich
eine Teerstraße sein sollte. Unser Haus liegt erhöht. Hoffentlich
müssen wir nicht auch irgendwann pumpen.
Blick
durch unser Gartentor
Montag, 11.7.05 15
Uhr Landkreis Traunstein ruft
Katastrophenalarm aus. Wir sind endgültig von der Außenwelt
abgeschnitten. Hubschrauber kreisen in der Luft, immer wieder hört
man Martinshörner von Feuerwehr, THW; eine gespenstische Stimmung.
Es schüttet weiter wie aus Kübeln. Harald ist in der Klinik in Bernau/Felden.
Montag, 11.7.05
15Uhr10 Stromausfall ! Hole schon mal
Kerzen hervor. Bei der Weltuntergangsstimmung wird es bestimmt bald
dunkel !
Montag, 11.7.05
17Uhr30 Harald ist mit dem Mountainbike
heimgekommen. Völlig verdreckt hat er den (eigentlich auch vom
Forstamt wohl wegen Erdrutschgefahr gesperrten) Höhenweg von
Marquardtstein am Hochgern entlang nach Unterwössen genommen und
berichtet von zahlreichen sich spontan gebildeten Gebirgsbächen, die
den Weg an mehreren Stellen überspülen. Als ob der Berg weint.
Dienstag 12.7.05 7Uhr00 Der
Strom ist nach wie vor weg! Da man merkt man erst, bei wieviel
Gelegenheiten man auf Elektrizität angewiesen ist. Kaffee mussten
wir mit dem Gas-Campingkocher kochen. Nachrichten hören wir
jetzt mit einem alten Transistorradio. Auf Internet zum Frühstück
müssen wir verzichten, ebenso wie natürlich auf die
Frühstückszeitung. Den Inhalt des Kühlschranks müssen wir jetzt
schnellstmöglich aufessen und den Rest entsorgen. Die ganze Nacht
war draußen Action: Keller leer pumpen (zum Glück nicht unserer),
Sandsäcke stapeln. Schule und Kindergarten fallen heute aus. Es
regnet immer noch, aber nicht mehr so sintflutartig wie die letzten
zwei Tage. Die Pegel sind wieder gefallen (im Ortskern), aber aus
unserem Haus kommt man nach wie vor nicht ohne nass zu werden.
(Diesen Text habe ich übrigens jetzt von
der Klinik aus online gestellt, weil das DSL daheim natürlich auch
schlapp gemacht hat)
Roth 2005: Das Rennen aus
unserer Sicht
-
- Ich seh's ja an den in den letzten Tagen
stark angestiegenen Zugriffszahlen auf unsere Website. Obwohl
wahrscheinlich die meisten, die unsere HP anklicken, längst aus der
Ergebnisliste der Quelle Challenge Roth wissen, wie wir am
Wochenende abgeschnitten haben, besteht anscheinend trotzdem noch ein
Bedürfnis nach weitergehenden Informationen, die wir hiermit liefern
wollen. Zunächst aber die nackten Zahlen, dann die Geschichte dahinter:
-
-
Bis Mittwoch lief eigentlich alles glatt. Die letzten
Trainingseinheiten gingen flüssig vonstatten, das Laufen und Radfahren
fiel leicht wie lange nicht mehr. Einziges (vermeintlich) kleines
Problem war, dass Heike die letzten 2 Wochen auf ihrem alten Rad
trainieren musste, da die aktuelle Zeitfahrmaschine uns auf der
Heimfahrt von Erding fast auf der Autobahn vom Dach geflogen war und
dabei der Schaltzug mitsamt Führungshülse gerissen und der Steuersatz beschädigt wurde. Wegen
Diensten in der Klinik und Heikes Aufenthalt im Schullandheim eine Woche
vor Roth kam ich dann erst am vergangenen Donnerstag und Freitag dazu,
das Rad wieder zu reparieren. Der Donnerstag war es dann auch, an dem
wir beide leichten Durchfall bekamen, nachdem unsere Kids schon die Tage
davor mit tageweisem Fieber gekränkelt hatten. Natürlich hofften wir da
noch, dass sich die Angelegenheit bis Sonntag wieder normalisieren
würde...
- Gespannt verfolgten wir an den Tagen vor dem bevorstehenden
Großereignis den Wettkampfbericht und spekulierten innerlich auf
möglichst kühle Witterung, vielleicht auch den einen oder anderen
Gewitterschauer... auch diese Hoffnung sollte sich nicht erfüllen.
Der Wettkampfmorgen dann selbst lief in erprobter Routine ab:
Aufstehen um 3:20, Frühstück, Getränke herrichten, Fahrt zum Start, Rad
präparieren, Aufwärmen, Neo anziehen, Gänsehaut-Feeling ob der
großartigen Stimmung und der vielen Menschen und endlich um 6h30 der
Startschuss. Heike und ich kamen gut weg und schwammen lange versetzt
nebeneinander, bis Heike nach 2km das Tempo verschärfte und mir einfach
davonschwamm, während mir zusehends die Arme schwer wurden. Ich ärgerte
mich zwar da noch über mich selber, denn 3,8 km Kraulen sollte ich
eigentlich schon noch packen ohne einzubrechen, freute mich aber
gleichzeitig über Heikes Tagesform, der es gleichzeitig gelang einige
möglicherweise (so dachte ich da noch) wichtige Meter zwischen sich und Nicole Leder und Belinda Granger bereits in der ersten Disziplin zu legen, denn diese schwammen
zu diesem Zeitpunkt noch in meiner (leicht zurückhängenden) Gruppe.
- Heilfroh war ich, als ich das Schwimmen
überstanden hatte und mir endlich mein Bike schnappen konnte
und freute mich schon auf den Rest des Tages. Auch beim Radfahren
waren die Beine zwar im Vergleich zu den bisherigven Wettkämpfen
dieser Saison ungewohnt schwer am Anfang, aber nach etwa 15km
Eingewöhnung fing es an rund zu laufen und ich konnte Platz um Platz
gut machen. Nach 60 km hatte ich sogar die ca. 1 Minuten Rückstand
auf Jason Shortis egalisiert, der sich aber nicht wie die Fahrer
zuvor einfach überholen und abhängen ließ, sondern an mir dranblieb
(ohne dabei aber zu draften, um dass an dieser Stelle gleich zu
betonen!). Unserer Gruppe schloss sich dann noch Clas Björling,
Margus Tamm und noch ein Athlet, den ich nicht kannte, nach
Überholvorgängen an. Richtig technisch schwierig wurde dann die
zweite Radrunde: plötzlich wimmelte es überall von Staffelfahrern,
durch die man sich im Zickzack vorbeikämpfen musste, natürlich im
Bemühen, dabei möglichst nicht bremsen zu müssen! Nach ca. 130 km
irgendwo zwischen Thalmässing und Greding plötzlich ein Motorrad
neben mir (ich lag zu dem Zeitpunkt in Führung innerhalb unserer
"Gruppe"!) und ich sah in eine schwarze Karte. Gleichzeitig erhielt
auch Jason Shortis eine. Das bedeutete 8 (!) Minuten Extra-Pause in
der Wechselzone 2. Wofür? Ich weiß es nicht. ehrlich. Möglicherweise
für zu knappes Überholen von Staffelfahrern. ?Jason Shortis meinte,
als ich ihn fragte, es sei wohl wegen Überfahrens der Mittellinie
gewesen. Egal, Tatsachenentscheidung und für mich brach in diesem
Augenblick fast eine Welt zusammen. 8 Minuten sind auf dem
Niveau,auf dem ich mir gewünscht hatte zu finishen der Unterschied
zwischen einem sehr guten und einem mittelmäßigen Wettkampf und
bedeuten ungefähr 10-15 Plätze in der Gesamtwertung. Als mäßiger
Schwimmer und überdurchschnittlich guter Radfahrer, der schon
unzählige Male unter Pulkbildung vorne gelitten hat, bin ja
eigentlich ich immer jemand, der sich über Kampfrichter freut, die
nicht nur einfach mitfahren sondern "ihren Job tun" und für ein
draftingfreies Rennen sorgen, aber manchmal wäre eben
auch ein bischen Fingerspitzengefühl angebracht. Nach meinen Infos war
praktisch keiner der Top-Athleten 180 km alleine unterwegs. Penalties gab es aber unter den Top 50 nur zwei. Zum Glück lebe ich
nicht vom Triathlon, sondern betreibe den Sport nur aus Spaß und
Ehrgeiz. Jason Shortis hat in Australien zwei Kinder zu versorgen
und eine schwangere Frau. Der ist auf das Preisgeld wirklich
angewiesen (und ich freue mich für ihn, dass er mit einem
erstklassigen Marathon wenigstens noch ein paar Euro retten konnte).
Ich selbst wäre am2 liebsten gleich vom Rad gestiegen, aber
entschied mich dann doch, ohne mich noch so richtig "im Wettkampf
drin" zu fühlen, vorerst mal die Radstrecke zu beenden. Und hoffte
wenigstens darauf, dass es bei Heike, die bereits beim
Überholvorgang durch mich nach ca. 10 km über Rückenschmerzen geklagt hatte,
mittlerweile besser laufen würde.
Nach Absitzen der Zeitstrafe (zusammen mit Jason) machte ich mich
sogar noch (ziemlich lustlos) auf die Marathon strecke, kam aber dort nur
ca. 2,5 km weit, bevor ich mich mit jetzt erneut auft retendem Durchfall
in die Büsche schlagen musste. Noch ein "Spaßkiller" (und natürlich auch
Leistungsbremse). Schließlich entschied ich mich, bis zur nächsten Verpflegungsstation an der Lände zu joggen und dann dort auf Heike zu
warten, um ihr eventuell als "Wasserträger" und "Tempomacher" noch zu
einer besseren Gesamtleistung zu verhelfen. Leider kam sie ungewohnt
weit zurückliegend erst als vierte Frau vorbei, aber die Dritte, eine
Amerikanerin sah nur 100m voraus schon ziemlich schlecht aus und Heike
hatte noch einen guten Schritt (4:35er-Tempo für die ersten 8 km). Heike
erzählte mir dann beim Laufen, dass sie 150 km wegen Rückenschmerzen
fast nur Wiegetritt gefahren sei!!! Respekt, aber kein gutes Omen, denn Wiegetritt ist
in der Ebene nicht nur langsamer als Aero-Position, sondern kostet auch
deutlich mehr Kraft. Wir trabten dann also fortan zusammen über die
Marathonstrecke, bemüht um Schadensbegrenzung und
gleichzeitig fest
entschlossen, wenigstens zu finishen. Ab Schwanstetten (da ist so
ungefähr ein Viertel des Marathons rum) wurden wir dann aber
zusehends langsamer und um Platzierungen brauchte man sich von da ab
nicht mehr viel Gedanken machen. Heikes Magen akzeptierte unsere
(eigentlich bestens getestete Eigenverpflegung) genauso wenig wie
Cola. und ohne Kohlenhydrate funktioniert ein schneller Marathon
nicht. Es folgten also noch einige eher unappetitliche Zwangspausen,
die vermutlich mit unserem wohl noch nicht ganz durchgestandenen
Magen-Darm-Infekt zusammenhingen aber immerhin: wir erreichten
irgendwann das Ziel (Heike sogar noch in den Topten!) und das
Lächeln auf der Ziellinie kam bei uns beiden von Herzen, gespeist
aus der Erleichterung, trotz aller Widrigkeiten nicht klein bei
gegeben und sich durchgebissen zu haben. Vielleicht werden wir uns
in ein paar Jahren an diesen Wettkampf viel mehr erinnern, als an
die mit besseren Gesamtplatzierungen, wo scheinbar fast alles glatt
gelaufen ist...
Erding 2005: Generalprobe für
den Quelle Challenge geglückt!
(Bild mit freundl. Genehmigung von Iris und Michael von
www.triathlon-karlsfeld.de
entnommen)
Es gibt doch da diese Redensart von der
verpatzten Generalprobe und der daraufhin geglückten Premiere. So
gesehen müsste einem ja jetzt Angst und Bange für unseren
Saisonhöhepunkt in zwei Wochen in Roth sein. Denn in Erding lief es am
Wochenende durchaus rund. Die Form ist da, die Beine sind gut (vor allem
fürs Radfahren).
Das Wochenende hatte fast eher den Charakter
eines Kurzurlaubs, als den eines stressigen Wettkampfes. Als
Vorjahressieger hatten uns die Veranstalter von Trisport Erding wie auch
schon 2004 mit Hotelübernachtung eingeladen und am Samstagabend gab es
auch noch ein entspannendes gemeinsames Abendessen mit Presse,
Sponsoren, Veranstaltern und einigen anderen Athleten im
Biergarten des Erdinger Weißbräu (wo auch sonst!) inmitten der Erdinger
Altstadt, die bei in diesem Jahr sommerlicher Witterung malerisches
italienisch anmutendes Flair bot.
Das meiste Adrenalin am Sonntag, dem
Wettkampftag, verschossen Heike und ich dann schon eine Stunde vor dem
Startschuss, als unser Größter, Frederic, beim Kids-Triathlon startete.
Er hat zwar schon 2 Mini-Triathlons mit Bravour gemeistert (Roth 2003
und München 2005), aber diesmal waren die zu bewältigenden Distanzen
mehr als doppelt so lange (200m Schwimmen, die erstmals für Frederic in
offenem Gewässer stattfanden, während die bisherigen Kindertrias in
Schwimmbädern stattfanden, 12 km Radfahren (!) und zum Schluss noch
knapp 2km Laufen). Wenn man da als Eltern beim Start zusieht, das ist
ein bischen so wie Einschulung. Zur Vorstartaufregung und Sorge, dass er
im Gewühl des Massenstartes als Allerkleinster im Feld heftig Prügel
beziehen könnte, kommt dann noch ein Gefühl der Rührung hinzu: die
eigenen Kids werden langsam flügge...erste Zeichen der bevorstehenden
Wachablösung, des Generationenwechsels? Naja, das ist vielleicht jetzt
ein bischen übertrieben sentimental, immerhin habe ich ja erst vor drei
Wochen in München gegen einen 40jährigen (Uli Nieper) ein Rennen
"verloren", was sich durchaus dahingehend interpretieren lässt, dass uns
mit unseren "nur" 37 Jahren noch einige Jahre Leistungssport auf
ordentlichem Niveau erwarten.
Frederics Wettkampf lief dann -fast unerwartet-
reibungslos. Die Wechsel klappten wie am Schnürchen ohne dass er
irgendwelche Hilfe gebraucht hätte. Null Orientierungsprobleme. Er hat
sogar auf der Radstrecke selbständfig daran gedacht zu trinken und hat
die aufs Oberrohr geklebten Powerbar-Stücke alle aufgegegessen (!) und
war verdientermaßen überglücklich im Ziel, wo er den dritten Platz der
Schüler B belegte, in einer Klasse, in der alle anderen 2-3 Jahre älter
waren als er selbst.
Was ist zu meinem eigenen Rennen zu sagen? Nach
dem Haardman vergangene Woche waren die grundsätzlichen Fragen
hinsichtlich individueller Stärken und Schwächen ja schon quasi geklärt.
Ich wusste schon vor dem Start von Lothars exzellenter Form und rechnete
mir realistischerweise keine Siegchancen aus. Daneben wusste ich auch
von Fredric Kohls Schwimmstärke. Ich selbst hatte demgegenüber vor
Wochenfrist beim Haardman in der ersten Disziplin den entscheidenden
Boden eingebüßt- und auf der Kurzdistanz ist das Schwimmen noch
wichtiger als auf Mittel- und Langdistanzen.
Als ich dann nach 21 Minuten als 10. aus dem
Wasser kam mit knapp zwei Minuten Rückstand war ich nicht wirklich
überrascht. Das Rad- und Lauftraining kann man gut auf dem Weg zur
Arbeit, so quasi nebenher, erledigen; mit dem Schwimmen ist das so nicht
möglich. Und da effektives Schwimmtraining so zeitaufwändig ist, kommt
es eben bei uns chronisch zu kurz (mit im Schnitt einmal wöchentlich).
Heike kann das noch zum Teil mit ihrem Schwimmtalent kompensieren, bei
mir sieht man es halt doch in der Ergebnisliste. Ob man jetzt die
Schwimmzeit gleich mit "schwach" umschreiben muss, wie auf
DTU-online.de
gelesen ist sicher Interpretationssache. Viele andere Amateure wären mit
einem solchen Output wahrscheinlich glücklich. Wenn man mit so
begrenztem Zeitbudget wie wir trainiert und trotzdem auf ein
bestmögliches Gesamtergebnis spekuliert, muss man eben seine
persönlichen Prioritäten sehr überlegt setzen...
Äußerst zufrieden war ich dagegen mit meiner
Wechselzeit: 50 Sekunden für den Wechsel vom Schwimmen auf das Rad (die
meisten benötigten hier laut Liste zwischen 1'10'' und 1'30'')
bedeuteten zusammen mit Lothar die Bestzeit (und der ist ja für seine
"überfallartigen Blitzwechsel" berühmt-berüchtigt). Schon in der
Wechselzone konnte ich so einige Plätze gut machen und mich dann
anschließend auf der Radstrecke sukzessive bis etwa km 10 nach vorne auf
Rang drei arbeiten. Überhaupt fühlte ich mich vorgestern auf der
welligen und sehr windigen Radstrecke sehr wohl. Ich fuhr hart, aber
nicht komplett Anschlag und nach 48 km zeigte der Tacho einen Schnitt
von 42,46 km/h an. Der Vorsprung auf Rang vier war beruhigend (ca. 4
Minuten) und auf Rang 1 hatte er sich auf eineinhalb Minuten verkürzt.
Natürlich wusste ich aber zu dem Zeitpunkt schon, dass ich das nicht
mehr wettmachen konnte und lief deshalb die abschließenden 10 km zügig,
aber ohne dass es anfing werh zu tun so etwa im 3'40''er-Schnitt, im
Bemühen bei sommerlicher Hitze in den Verwinkelten Erdinger Gassen ein
paar Körner für den Marathon in Roth zu sparen. Beim Bahntraining am
vergangenen Mittwoch haben die Oberschenkel auf jeden Fall deutlich
heftiger gebrannt, als ich 4x2000m jeweils die ersten 1000m als
Tempomacher für Heike in je 3'50p'' und die zweiten 1000m dann in
3'00''-3'10'' Anschlag für eine jeweilige Splitzeit von ca. 7' gelaufen
war.
So gesehen war dann der Abstand zur Spitze beim
Zieleinlauf vielleicht ein bisschen heftig groß, aber die Plazierung war
ja die gewünschte und ich dementsprechend zufrieden.
Bei Heike lief es im Prinzip ähnlich, wobei sie
mir noch über zwischenzeitliche LWS-Probleme auf dem Rad in Aero-Posion
berichtet hatte, was im Hinblick auf Roth wahrscheinlich noch etwas
physikalische/ manuelleTherapie erfordern wird. Vielleicht kann ich sie
noch dazu animieren, selbst ein paar Worte zum Rennverlauf aus ihrer
Sicht zu schreiben.
| Platz |
|
(AK) |
|
Startnr. |
|
Name |
|
AK |
|
Verein |
|
Schwimm |
|
Rad |
|
Lauf |
|
Gesamt |
| 1 |
|
(1) |
|
901 |
|
LEDER, Lothar |
|
MAK3 |
|
TUS GRIESHEIM |
|
00:18:59 (2) |
|
01:10:11 (2) |
|
00:34:18 (1) |
|
02:05:13 |
| 2 |
|
(1) |
|
870 |
|
KOHL, Frederic |
|
MAK2 |
|
RAIKA WORZ TRI TELFS |
|
00:18:46 (1) |
|
01:10:16 (3) |
|
00:34:39 (2) |
|
02:05:31 |
| 3 |
|
(1) |
|
900 |
|
FUNK, DR., Harald |
|
MAK4 |
|
SC KATEK GRASSAU |
|
00:21:11 (10) |
|
01:09:49 (1) |
|
00:37:01 (5) |
|
02:09:49 |
| 4 |
|
(2) |
|
903 |
|
SCHUBERTH, Elmar |
|
MAK4 |
|
KARAWANKEN MURMALAN |
|
00:20:20 (4) |
|
01:15:04 (6) |
|
00:36:14 (24) |
|
02:13:40 |
| 5 |
|
(2) |
|
914 |
|
FÖRCH, Stefan |
|
MAK2 |
|
TSV HAWAII GERBRUNN |
|
00:22:32 (19) |
|
01:14:38 (41) |
|
00:36:35 (21) |
|
02:16:02 |
| 6 |
|
(3) |
|
916 |
|
STROBL, Thomas |
|
MAK2 |
|
TRISPORT ERDING TEAM ERDINGER |
|
00:20:39 (5) |
|
01:15:22 (34) |
|
00:37:57 (25) |
|
02:16:09 |
18.6.05 (Nichts) Neues von
der Doping-Front
Sechs Monate ist der im Januar im Triathlon
neu eingeführte Dopingpass nun alt, mit dem die Einführung
flächendeckender Dopingkontrollen verbunden sein sollte, und nach
den Aufregungen im letzten Sommer und Herbst ist es ruhig geworden
um das Thema Doping im Triathlon. Eigentlich ist das ja auch gut so,
wenn man nicht gleichzeitig das dumpfe Gefühl hätte, dass das Fehlen
weiterer Skandale nicht zuletzt an völlig unzureichenden
Trainingskontrollen liegen könnte.
Im Radsport haben sie mit der Etablierung der
Pro-Tour einen eigentlich (der Papierform nach) vorbildlichen
Anti-Doping-Kodex aufgestellt mit weitaus härteren Sanktionen als im
Triathlon und trotzdem gibt es dort im Monatsabstand positive Tests.
Nach dem Fall Danilo Hondo, der sich übrigens von Katja Schumachers
Anwalt vertreten lässt, jetzt vor zwei Wochen auch noch der
Holländer Marc Lotz vom Quickstep-Team (früher Mapei-Team) und als
trauriger Höhepunkt fiel am vergangenen Wochenende wieder einmal
ein
Radprofi tot vom Fahrrad, gegen den im Jahr davor noch wegen Doping
ermittelt worden war. Sind die Radfahrer die Bösen und die
Triathleten die Guten?
Unerwartet viele deutsche Triathleten (nämlich
75) haben sich Anfang des Jahres die Profi-Lizenz für 250 Euro
gekauft, manche vielleicht aus Imagegründen, sicherlich viele auch
mit dem Hintergedanken, so wie wir, damit für den Leistungssport ein
Stück Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit und gegenüber Sponsoren
zurück zu gewinnen. Wir haben der NADA die Adressen unserer
Trainingsstätten, Handynummern, des Arbeitsplatzes zukommen lassen
und melden uns seit Monaten fleißig ab, wenn wir mal mehr als ein
Tag außer Haus sind, um jederzeit für Kontrollen erreichbar zu sein.
Allein: Kontrolliert worden sind wir bis
jetzt noch nicht. Und andere Profi-Athleten, mit denen wir in
Kontakt sind, auch noch nicht! Dabei wäre gerade jetzt (wenige
Wochen vor den Saisonhöhepunkten für deutsche Athleten in Roth,
Frankfurt, Klagenfurt und Zürich) die entscheidende Phase, wo die
Gefahr von Doping-Missbrauch am größten ist. Die Doping-Spezialisten
der NADA, die mit der Testdurchführung von der DTU betraut worden
sind, wissen das sicherlich, aber haben sie auch genügend Geld zu
deren Durchführung zur Verfügung gestellt bekommen?
Ca. 19 000 Euro haben die Athleten für das
Trainings-Kontrollsystem vorgestreckt und sorgten damit für ein
weltweites Novum: in keiner anderen Sportart müssen die Sportler in
diesem Umfang ihre eigenen Doping-Kontrollen finanzieren. Daneben
hätten wir auch erwartet, dass ein Teil der Verbandsabgaben der zwei
großen deutschen Mega-Events auf der Langdistanz in Roth und
Frankfurt der Bekämpfung des Dopingproblems zugute kommt, nachdem
doch das Image des Sports in der Öffentlichkeit langfristig
maßgeblich vom Erfolg der Bekämpfung dieser Heuschreckenplage
(der Ausdruck ist gerade „en vogue“) abhängt.
Natürlich könnte man es sich aus Verbandssicht
auch einfach machen nach der Devise: „wo nichts kontrolliert
wird, da gibt es auch keine positiven Fälle“. Und so blöd, dass
man sich bei Wettkampfkontrollen erwischen lässt (wie letztes Jahr
in Frankfurt und Hawaii), werden die Athleten doch wohl mittlerweile
nicht mehr sein...? Danach haben aber schon andere Verbände in der
Vergangenheit verfahren (Leichtathletik, Gewichtheber, Radsport) und
sich damit in veritable Sackgassen manövriert!
Neulich habe ich in einem Interview eines
deutschen Profi-Triathleten gelesen (der bis dato auch noch nicht
kontrolliert worden war), dass allein die theoretische Möglichkeit,
dass jederzeit eine Dopingprobe stattfinden könnte, schon zu mehr
Sauberkeit im Sport führen würde. Das ist ein philanthropischer
Denkansatz, der in sich gefällig ist, vielleicht auch mal im
Einzelfall zutrifft, aber ansonsten aller Lebenserfahrung
widerspricht. Wer würde sich denn beim Autofahren innerorts an
Tempobeschränkungen halten, wenn er nicht mit Radarfallen rechnen
müsste?
Vielleicht, das müssen wir an dieser Stelle
fairerweise zugeben, ist aber auch unsere Selbstwahrnehmung
falsch, vielleicht funktionieren ja auch die Trainingskontrollen
längst flächendeckend und wir sind einfach für die Zielkontrollen
der NADA zu unverdächtig. Daher hier ein Appell an alle Athleten mit
Profi-Lizenz: mailt uns einfach mal, wie oft, wo und wann ihr bisher
kontrolliert worden seid. Wir werden selbstverständlich mit diesen
Angaben vertraulich umgehen und nur evt. zu gegebener Zeit die
aufsummierten anonymisierten Zahlen veröffentlichen. Ziel einer
solchen Umfrage ist nur, ein gewisses Gefühl dafür zu bekommen, ob
das für Kontrollen zur Verfügung stehende Geld auch wirklich
zweckgebunden eingesetzt wird, an die Athleteten und somit an den
Sport in voller Höhe zurückfließt und um festzustellen ob die DTU die
Größe des Problems wirklich erkannt hat und vielleicht sogar
zusätzlich aus anderen mit der Langdistanz in Bezug stehenden
Einnahmetöpfen (z. B. Verbandsabgaben beim IMG und QCR) Geld für die
Dopingbekämpfung ergänzend zur Verfügung stellt.
Leider stoße ich bei Gesprächen mit manchen
Hobby-Triathleten nach wie vor immer wieder mal auf die Ansicht,
mit sauberen Mitteln sei im Hochleistungssport „eh kein Blumentopf
mehr zu gewinnen“. Das ist ganz sicher falsch und das beste
Mittel, solchen Überzeugungen entgegenzutreten ist umfassende
Transparenz und eben engmaschige Kontrollen!
Nachtrag vom 5.7.:
Wie wir in einigen Einzelgesprächen mit anderen Athleten am Rande des
QCR feststellen konnten, scheint das Trainingskontrollsystem jetzt doch
gut angelaufen zu sein: Ende Juni (also ca. eine Woche nach Erscheinen
des obigen Artikels sind 4 namhafte deutsche Profis kontrolliert worden,
so dass man aus aktueller Sicht schon davon ausgehen kann, dass das
System -vielleicht mit Anlaufsschwierigkeiten- jetzt wirklich
funktioniert.
Sehr positiv auch
der professionelle Ablauf und vor allem die mit insgesamt 16 Tests
deutlich im Vergleich zu den Vorjahren (da waren es sowviel ich weiß
jeweils 4) gesteigerte Anzahl der Dopingproben nach dem Wettkampf in
Roth.
Etwas schwieriger ist in
diesem Zusammenhang nachzuvollziehen, dass die im November nach dem
Nina-Kraft-Skandal von den QCR- und IMG-Veranstaltern
veröffentlichte Erklärung ("..Die
Veranstalter verpflichten sich, Preisgelder nur an deutsche Athleten
auszuzahlen, wenn sie Lizenzinhaber sind...)nur
auf dem Papier besteht. Heike hätte ihr Preisgeld für den zehnten Platz
ebenso wie die vier vor ihr platzierten Age-Grouper auch ohne die teure
Profi-Lizenz und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten (z. B.
ständige Abmeldung bei Verlassen des Wohnortes etc.) bekommen. Die
250,-€, die damals unserer Familienkasse durchaus weh getan haben,
hätten wir also getrost uns sparen können.
Themawechsel: am Wochenende findet in
Erding der Stadttriathlon statt, ein liebevoll
organisiertes Event, bei dem Doping garantiert keine Rolle spielen
wird, weil’s kein Geld sondern nur Ehre zu gewinnen gibt. Meine
Chancen, den Titel vom vergangenen Jahr zu verteidigen sind –da bin
ich Realist- äußerst gering, kommt es doch zum erneuten
Aufeinandertreffen mit Lothar Leder, der vergangene Woche beim
Haardman überzeugende Form bewiesen hatte. Es wird mal wieder an
Heike liegen, die Familienehre hochzuhalten…
12.6.2005
Eine lange 800km-Reise ins Ruhrgebiet zum Haardman, die sich
gelohnt hat
Noch vor vier Tagen schien
die für das Wochenende geplante Mitteldistanz schwer in Frage
gestellt, als Heike am Mittwoch mit Hals- und Gliederschmerzen
typische Infektzeichen bot und wir uns schon die Frage stellten, ob
wir uns die lange, 8-stündige Anfahrt ans andere Ende von
Deutschland wirklich antun sollten. Zum Glück schlugen aber die
daraufhin eingenommenen hochdosierten Antibiotika fast schon unerwartet schnell
an, so dass wir dann doch noch beide im Vollbesitz unserer Kräfte
uns letztendlich hinter der Startlinie versammeln konnten.
Und -um es vorwegzunehmen- es wurde ein
Rennen ganz nach unserem Geschmack: ein flacher, schneller
Drückerkurs auf dem Rad, keine gravierenden Drafting-Probleme,
dazu "funkfamily-Wetter" (Temperaturen so um die 12°C, ab
und zu ein erfrischender Regenschauer eingestreut!!), am Schluss
allerdings ein für eine Mitteldistanz untypisch langer Laufkurs mit
24 km (!), der sich aber zum Glück im Nachhinein, vielleicht wegen
zurückhaltender Kräfteeinteilung, als weniger problematisch als
befürchtet, erweisen sollte.
Ein großer Teil der Topten-Aspiranten für Roth,
sowie zum Teil auch Klagenfurt nutzte den Haardman als Wettkampftest, so
dass sich die rührigen Veranstalter rund um Dirk Werk über das
hochkarätigste Teilnehmerfeld aller europäischen Mitteldistanzen freuen
konnten: Lothar und Nicole Leder, Belinda und Justin Granger
(Australien), Timo Bracht, Heiko Tewes, Norbert Huber, Edith
Niederfrieniger (Italien), Silke Hamacher, Stefanie Glasenapp usw.
Thomas Hellriegel war gemeldet und angereist, konnte aber leider
infektbedingt nicht starten.
Bei derart starker Konkurrenz war das Schwimmen und hier
insbesondere die Startphase erwartungsgemäß stressig, mit kräfteraubenden Positionskämpfen, aus denen sämtliche Top-Damen des
Feldes (außer Edith Niederfrieniger) und leider auch ich nur als zweite
Sieger hervorgingen und wir uns demzufolge nur in der drittschnellsten
Schwimmgruppe behaupten konnten. Den Wendepunkt nach 1km im Dattelner
Kanal umrundeten dann die ersten Schwimmer rechts herum , statt links
herum und alle Nachfolgenden taten es ihnen zwangsläufig nach, so dass
dann sämtliche Top-Athleten wie Geisterfahrer auf der Autobahn im
Berufsverkehr den nachfolgenden Age-Groupern entgegenkamen, was dann
natürlich zu unvermeidlichen zum Teil schmerzhaften und vor allem auch
zeitraubenden Kollisionen führte. Das war sicher auch mit ein Grund,
dass mein Abstand zur Männerspitze in der Wechselzone mit 2-3 Minuten
leider größer war als insgeheim erhofft.
Im Gegenzug lief dann Heikes und meine
Stärke, das Radfahren absolut zufriedenstellend. Heike lieferte sich
übver einen Großteil des Radkurses einen spannenden Fight mit Belinda Granger, den die Australierin
schließlich in der 4. von 5 zu fahrenden Runden für sich entscheiden
konnte. Dem hohen Tempo, das die beiden vorne vorlegten mit einem
Schnitt knapp unter 39 km/h waren aber bis dato sämtliche anderen
Top-Damen mit Rückständen im zweistelligen Minuten-Abstand zum Opfer
gefallen, so dass Heike mit einem stabilen gleichmäßigen 24km-Lauf zu
einem vielumjubelten und schließlich ungefährdeten zweiten Gesamtrang
noch im Preisgeldbereich einlaufen konnte.
Auch bei mir stimmte nach
dem eher verkorksten Schwimmen die Radperformance: Einen Schnitt von 41,9 zeigte mein Tacho nach 80 km
auf dem Display an. So ein Tempo schaffe ich nur selten auf
Kurzdistanzen, so dass ich eigentlich mit dieser Leistung hätte hochzufrieden
sein können.
Leider war es nur der fünftbeste Split des Tages, denn auch die
Athleten vor mir
zeigten keine Schwäche und legten ein entsprechend
hohes Tempo vor. Immerhin war der zweitbeste Radsplit des Tages von
Timo Bracht nur eine Minute schneller, was unterstreicht, wie eng
wir (trotz räumlicher Distanz nach dem Schwimmen) vom Speed her
beieinander lagen. Eine Klasse für sich war gestern der wiedergenesene
und wiedererstarkte Lothar Leder, der auf dem Rad das Feld klar
dominierte und hier den Grundstein für einen überzeugenden
Gesamtsieg vor Timo Bracht legte.
Als ich schließlich als sechstplazierter
beim zweiten Wechsel vom
Rad stieg, schwante mir zunächst nichts Gutes angesichts der
bevorstehenden langen und aus Erfahrung eher ungeliebten
Laufstrecke, zumal ich auf der ersten Runde realisierte, dass der
Abstand auf die nächstplazierten Verfolger alles andere als
beruhigend war. Nach dem ersten Wendepunkt kamen mir diese (auf der
gegenüberliegenden Kanalseite) perlschnurartig aufgereiht entgegen.
Den einzigen dieser Athleten, den ich erkannte, war Norbert Huber
(und der hatte mir letztes Jahr beim Challenge Roth über 10 Minuten
beim Marathon abgenommen, war also eine echte Gefahr, die anderen konnte ich von der
Leistungsstruktur her überhaupt nicht einschätzen, was die Selbstsicherheit
für die abschließende Disziplin zunächst nicht gravierend erhöhte. Glücklicherweise hatte ich aber an diesem Tag gute Laufbeine, musste
mich anfangs eher bewusst etwas bremsen, um nicht zu schnell anzugehen und schaffte es
letztendlich, jede der vier Laufrunden etwas schneller als die
vorhergehende zu laufen (also im Fachchinesisch "progressiv").
Letztendlich konnte ich mich sogar noch nach einem Überholvorgang in
der letzten Laufrunde um einen Platz verbessern, so dass
ich als hochzufriedener Gesamtfünfter einlief, zum Beispiel
noch deutlich vor Justin Granger oder Jesper Olesen, und anschließend
entspannt auf Heikes Finish 25 Minuten später warten konnte.
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Fazit: Der Wettkamps ist uneingeschränkt jedem zu empfehlen, der
Mitteldistanzen schätzt und gerne mal flach und windig radelt.
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Hier findet ihr den 1.
Teil unseres Weges nach Roth 2004
(Tagebucheinträge Dezember 2003-März 2004)
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