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Tagebuch 2005 Teil2

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Die neuesten Einträge finden sich, damit man nicht soviel scrollen muss, jeweils oben

Legende:      Gemeinsame Einträge (Schriftfarbe schwarz)
  Einträge von Heike (Schriftfarbe dunkelgrün) (außerdem schreibt Heike als Grundschultante nach der neuen Rechtschreibung z. B. dass statt daß oder ähnlich gewöhnungsbedürftige Sachen)
  Einträge von Harald (Schriftfarbe dunkelblau)
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    [Neu!]3.12.05  bestimmt bald neue Olympische Disziplin:

    Der Tanz auf dem Deckel = "rainpotcover-jump"

    Mittlerweile hat es sich unter den gesamten Nachbarskindern herumgesprochen, dass der beste Schlitten doch der Deckel der Regentonne ist. Erstens braucht so einen Deckel sowieso kein Mensch, zweitens passen auch noch große Kinder darauf und drittens läuft dieser Deckel viel schneller als irgendein langweiliger Schlitten oder Bob. Nicht zu empfehlen auf Hängen, die unten an einer Straße enden. Bremsen ist nicht !!!!! Stefan Raab hat den Wok und unsere Kinder den Deckel der Regentonne. Jetzt wird trainiert, was das Zeug hält. Sogar über Schanzen kann man damit springen ;-)Frederic übte nebenbei auch noch das Weitspringen mit dem Bob. Im Triathlontraining für die Kiddis muss mit dem Deckel 20mal den Berg hoch gerannt und wieder herunter gerutscht werden. Na, 2010 ist die nächste Winterolympiade. ;-)

     

    Mein Training beschränkt sich im Moment auf Skaten. Seit letzten Sonntag war ich schon 5mal. Immer , zwischen 1h und 1h20min, schnell nach der Schule, bevor die Kinder heim kamen. Die "Spur" in Schleching ist schon richtig gut präpariert. Hat schon seine Vorteile, wenn ein Andi Birnbacher aus diesem Ort ist und zur Zeit auch noch sein Training zu Hause absolviert ;-) Donnerstags war ich mal zur Abwechslung 40min auf dem Laufband. Mehr Zeit war nicht.

     

     

    Heute waren wir alle zusammen in Schleching beim Langlaufen und Marc hat das erste Mal seine Alpinskier ausprobiert. Er war stolz wie Oskar, ist aber nach 20min wieder auf den Schlitten umgestiegen. Vor dem großen angesagten Schneeregen sind wir wieder daheim gewesen. Wäre schön, wenn es wieder in Schnee überginge. Langlaufen macht im Moment einfach richtig Spaß. Obwohl man auf dem Laufband und dem Ergometer mehr Biathlon- und Langlaufübertragungen im Fernsehen anschauen könnte ;-)

     

    26.11.05  Was  bisher geschah......

    Wo geht die Zeit hin ???? Heute ist erster Advent und wir versinken nun schon ab Anfang November im Schnee. Hat natürlich erst einmal zur Folge, dass meine und Anna-Maries Radkilometer rasant gegen Null rasten. Naja, im Mai sind wir wieder schneefrei. ;-) Gestern haben wir dafür die Langlaufsaison eröffnet. Hat wieder richtig Spaß gemacht. Ist schon nicht schlecht, wenn man nur 5 min. zu einer perfekt gespurten, bzw. gewalzten Loipe hat. Anna-Marie ist gestern schon gelaufen. Für Frederic haben wir gestern Nachmittag gleich noch Langlaufskier besorgt. So war er heute so heiß drauf es auszuprobieren, dass ich auch wieder mit in die Loipe, bzw. auf die Spur musste. Trotz Muskelkater. Harald hat mal wieder Dienst. Frederic war gleich so motiviert, dass er mit den Classic-Skiern geskatet ist ;-) Hm ! Nun wird sich Marc beim Schlittenfahren langweilen ;-)

    Seit September sind wir hier beruflich und familiär richtig ausgelastet, dass leider nicht viel Zeit blieb die Homepage zu pflegen, an Triathlon zu denken bzw. zu trainieren. Nachdem ich mir im November einen Innenbandabriss im rechten Fuß zuzog, waren wir auch noch zeitweise abwechselnd krank. Jetzt soll es aber mit dem Sport mal wieder etwas aufwärts gehen, vor allem wenn doch das Skaten so richtig Spaß macht ;-)

    Zwecks Trainingslager in CECINA-MARE habe ich schon in Italien angefragt. Leider noch keine Antwort bekommen. Ich werde es dann noch einmal per Fax versuchen und mehr Infos danach auf die Homepage stellen. Der Termin ist aber definitiv: Samstag 8.4.06 - Sa 22.4.06

    Jetzt soll ja die etwas ruhiger Zeit kommen. Für die Schule habe ich es mir vorgenommen...die Schüler nicht ganz so hart ran zu nehmen ;-) Hoffentlich gelingt das auch ! Obwohl schon wieder die ersten Termine für Nikolausfeiern stehen......

    Eine schöne Adventszeit !

     

    Nov/ 2005   Wir gratulieren allen Hawaii-Finishern !!!!


    Herzlichen Glückwunsch Faris zu deinem Sieg !
    (Wir haben die ganze Nacht in unserer privaten Hawaii-Party den Live-Stream verfolgt und mitgefiebert)

     

     

     

     

    (der Internet-Livestream auf Leinwand projiziert, rechts unten das Notebook als Ergänzung fürs Erfassen der Textmeldungen des Livetickers; dieses Jahr hatte ironmanlive.com offensichtlich erstmals gernügend Serverkapazitäten angemietet, so dass die Übertragung im Gegensatz zu früheren Jahren ohne Abstürze funktioniert hat. Stimmung und Spannung kamen wirkklich gut rüber!)
     

                   

    Herzlichen Dank allen, die uns letzte Saison unterstützt haben  !.....Eltern !!!!, Freunde, PowerBar, Craft, Aquaman - vor allem Tobias und Kerstin Aust, die in Dänemark während des Wettkampfes unsere Kinder betreut haben-,..

     

     

    18.10.05 Marc-Philipp wird "erwachsen". Aber nur werktags von 8h- 14h. ;-)

    Heute passiert beim Abholen der Kids aus dem Kindergarten: "Mama, ich kann jetzt schon ganz allein meine Schuhe anziehen." Und gleich anschließend demonstriert Marc-Philipp stolz, wie er ohne Hilfe seine Turnschuhe anzieht und erstmals selbständig die Klettverschlüsse eigenhändig schließt. Überschwengliches Lob durch mich, man freut sich ja immer, wenn die eigenen Kids sich was neues zutrauen.

    Vier Stunden später zuhause beim Abmarsch ins Kindertraining: "Mama, du musst mir meine Schuhe anziehen!" "Wie bitte? ich dachte , dass kannst du jetzt schon alleine??" "Ja schon, aber nur im Kindergarten..." Er verzog dabei keine Miene! Die daneben sitzende "große Schwester" Anna-Marie brach fast ab vor Lachen...

     

     

     

    19.9.05 Deutschland hat gewählt: the day after

    Beim Durchblättern der Zeitschrift "Capital" fiel mir neulich (noch vor der Wahl) nachfolgend eingescannte Fotomontage in die Augen. Schon interessant, in welchem Bild innerhalb seines Archivs der Grafikdesigner, der für die Collage zuständig war, die Eigenschaften Ausdauer, Zielstrebigkeit und Erfolgsfocusierung am ehesten symbolisch repräsentiert fand...

    Und nach dem äußerst peinlichen Auftritt unseres ehemaligen Bundeskanzlers gestern abend in der sog. Elefantenrunde Der Bericht in Spiegel online spricht da Bände) bin ich heilfroh, dass kein Foto von uns im Schröderschen Konterfei auftaucht... Das wäre dann wohl alles andere als positive Imagewerbung.

    Wahrscheinlich hätten wir dann lieber auf eine Veröffentlichung an dieser Stelle verzichtet.

    Aber im "Markenprofil" von Angelika Merkel aufzutauchen finde ich eigentlich schon o.k., auch wenn es gestern noch nicht auf Anhieb mit der Regierungsübernahme geklappt hat. "Angie" ist -um im Bilde zu bleiben- bei ihrem persönlichen Ironman noch nicht an der Finishline eingetroffen. Wird sicher noch 'ne interessante Schlußphase auf der Zielgerade (während der Koalitionsfindung)...

    Bild anklicken für höhere Auflösung

     

     

     

     

     

     

    7.9.05 Saisonpause

    Drei Wochen ist der letzte Eintrag im Tagebuch nun schon wieder alt. Zeit, mal wieder ein Lebenszeichen online zu stellen. Während der aktiven Wettkampfphase, in der die Wochenenden genauso wie die Werktage vergleichsweise straff durchorganisiert sind, bleibt ja so einiges liegen, das man jetzt während der Saisonpause aufarbeiten kann. Steuererklärung, Reparaturen im Haushalt, Wartung unserer diversen Fahrräder und unsere mittlerweile doch schon recht betagten beiden Autos, Pflege von Freundschaften, Spazierengehen, Berg steigen und Wandern statt Joggen und Radfahren,im See baden statt Schwimmtraining und so weiter.

    Am vorletzten Wochenende haben wir es endlich, nachdem wir doch schon immerhin über zwei Jahre hier wohnen mal bis zum Gipfel der Kampenwand geschafft, nach dem bei einigen Versuchen in der Vergangenheit die etwas unterhalb des Gipfels liegenden Almen, wie Steinlingalm oder Gori-Alm die Umkehrpunkte waren, sei es in das die Zeit für die letzten paar 100 Höhenmeter nicht gereicht hatte, das Wetter nicht passte, oder die Kinder schon zu ermüdet waren. Diesmal hatte dann endlich mal alles gepasst und vor allem Marc-Philipp und Anna-Marie Kunden noch geschaffter Tour zurecht stolz auf sich sein, haben sie doch immerhin über 1000 Höhenmeter mit den eigenen, kurzen Beinen bewältigt und dabei auf der Passage unterhalb des Gipfels auch durchaus anspruchsvolle Kletterpassagen erstaunlich sicher bewältigt.

                 

     

     

     

     

     

     

    Das vergangene Wochenende war geprägt von der standesamtlichen Trauung meines "kleinen Bruders" Martin mit Angelika, meiner neuen Schwägerin. Wer neugierig ist und mal schauen will, wie sich die erweiterte "funkfamily", dem festlichen Anlass entsprechend ordentlich aufgebrezelt hat, kann gern mal in die mit Musik unterlegte Diaschau dieses Events, die ich für die Gäste und Verwandte online gestellt habe, hineinschauen. Natürlich gab's, wie bei derlei Festivitäten üblich, super gutes und reichliches Essen und wir haben wahrscheinlich hinsichtlich der Gesamtkalorienaufnahme am Wochenende sämtliche Rekorde gebrochen. Karpfenessen nach der Trauung , Kaffee und Kuchen, am nächsten Tag noch Brunch bei den "Frischvermählten" und am Sonntag dann noch ein zweites All-you-can eat-Brunch, wo wir uns, nachdem wir schon mal wieder in Franken, unserer Heimat, waren,  mit einem Schulfreund von mir verabredet hatten. Immer wieder erstaunlich, was man als Triathlet so alles essen kann, bevor sich ein gewisses Sättigungsgefühl einstellt, selbst in Phasen, in denen man eher wenig trainiert. Nächste Woche folgt dann die kirchliche Trauung mit anschließender Feier im großen Familien und Freundeskreis in einem Hotel im bayerischen Wald. Mehr als wahrscheinlich, dass auch dieser Anlass wieder mit ziemlich viel Essen verbunden sein wird. Wahrscheinlich müssen wir dann nach sich ausbreitenden Entsetzen in der Folge eines Gangs auf die Waage nächste Woche unsere Saisonpause vorzeitig beenden und wieder ins regelmäßige Training einsteigen, um nicht das " Winterpausen-Ulrich-Syndrom" zu verfallen...

    6.8.05    Nächster Katastrophenalarm und einige Gedanken

    Jetzt hat man mal Ferien und kann vor lauter Regen gar nichts mit den Kindern unternehmen. Vor ca. 1h ist schon wieder Katastrophenalarm in Unterwössen ausgerufen worden. Überall heißt es Sandsäcke schleppen. Diesmal droht die Tiroler Ache überzugehen. Der Wössner Bach ist auch schon wieder bedrohlich über die Ufer getreten. Die Zufahrten nach Unterwössen sind gesperrt. Aber Harald hat heute sowieso Dienst und muss nicht mehr nach Unterwössen zurück. Hoffentlich hört es bald auf zu regnen. Wahrscheinlich stellen sie uns dann auch bald wieder den Strom ab, wenn die ersten Keller voll gelaufen sind. Unsere Nachbarn hatten den gesamten Keller hüfthoch unter Wasser. Mal sehen, ob wir was abdichten können. Drückt uns die Daumen !

    Zu meinem Rennen in Fredericia gibt es gar nicht viel zu erzählen. Schwimmen war okay, aber nicht richtig schnell, kam so ca. auf Rang 6 aus dem Wasser,  habe dann in der ersten Radrunde tierisch Zeit gutgemacht und bin auf Rang 3 vorgefahren, diesmal nach 40 km noch keine Rückenschmerzen, als es pfffff...... machte. Erster Platten ! Danach folgten noch 2 Platten, ewig Zeit beim Wechseln verloren. Lust hatte ich ja keine mehr. Dann bin ich die 30 km aber doch noch zu Ende gejoggt. Das war so eine Deja-vu Erlebnis von Jümme 1996, wo ich in Führung liegend auch eine Reifenpanne hatte........oder bei der WM 96 in Nizza, wo mir in Führung liegend die Vorbauschraube herausbrach und ich das Rennen beenden musste. Heißt das jetzt ETU und ITU Rennen sollte ich lieber meiden ?????? Oder sollte ich lieber doch nicht so empfindliches Material fahren ???? ;-)

    Saisonpause. Zeit meinen Rücken irgendwie soweit in Ordnung zu bringen, dass ich irgendwann mal wieder über 60km die Woche laufen kann und länger als eine Stunde schmerzfrei Radfahren gehen kann. Ich habe Harald schon auf ein neues Rad vorbereitet. So gerne ich meine rotes Radl auch hab und so schnell es auch ist....ich bin keine Junge mehr. Jetzt ist die "Altersposition" auf dem Rad angesagt ;-) Mehr so Hollandradmäßig mit Gesundheitslenker. Bei Aldi gibt es bestimmt bald wieder einen Sattel mit Federung dazu. Rückenschonend steht doch immer in der Anleitung. ;-) Ich halte euch auf dem Laufenden.

    Heute sollte ich eigentlich eine Schnitzeljagd mit den Inlinern im Ferienprogramm leiten. Ist natürlich ausgefallen. Haben wir erst einmal auf den Donnerstag verschoben. Mal sehen was wird mit Unterwössen. Nächste Woche biete ich noch ein Duathlon-Training für die Kiddis an. Bei schlechten Wetter gehen wir sonst ins Hallenbad. Ich gehe duschen und die Kiddis können sich im Wasser austoben. Harald hat ziemlich viele Dienste übernommen. Urlaubszeit. Ich werde hier im Haus wieder ganz viel ausmisten und einiges hoffentlich wegwerfen können ;-) Harald hat in der Garage noch sein allererstes Zeitfahrrad. So ein Teil, wo vorne ein  26 Zoll und hinten ein 28 Zoll Laufrad drin ist. Das hängt nur herum. Als ich mal meinte, dass ich es eigentlich in den Garten stellen und es mit Blumentöpfen und Rankpflanzen behängen könnte, gab es gleich Protest. ;-) Verstehe nicht, warum ??? ;-) ;-) Wäre doch eine gute Verwendung ;-) Verstehe einer die Männer. Daneben würde sich eine Vogelscheuche im Neo gut machen. Liegen ja auch noch ein paar uralte Teile herum. Oder sogar mehrere Strohmännchen im Neo, die einen Schwimmstart simulieren. Hat schon jemand so etwas im Garten stehen ???? ;-) ;-) ....und die alten Laufschuhe hängen sowieso schon an der frischen Luft ;-)...haha !!!! War nur so eine Idee !

    So, jetzt haben die Kiddis Hunger. Mal sehen, ob ich sie zu einem Gemüseauflauf überreden kann ;-) Wenn sie den vermeiden könnten, würden sie sogar bei dem Wetter mit dem Rad ins Mc -Donald fahren ;-) ;-)...oder ich sage Omi hat ihn gekocht. Bei den Omis essen sie auch alles. Aber nicht, dass jetzt jemand denkt, ich koche schlecht !!!

     

    10.8.05 Langdistanz-Weltmeisterschaft in Fredericia (Dänemark): Technische Pannen verhindern eine optimale Umsetzung der eigentlich guten Tagesform: Heike finisht als 21., Harald als 32. des Elitefeldes.

    Manchmal besteht der Unterschied zwischen Erfolg und Mißerfolg nur aus einem wenige Millimeter großem Steinchen. Das ist -auf einen kurzen Nenner gebracht das sportliche Fazit unserer Reise nach Dänemark und das der Spruch auf Heikes Rennen ebenso zutrifft, wie auf mein eigenes, lässt die rückblickende Rennanalyse wegen der Duplizität der Ereignisse fast schon ein bischen ins Fatalistische abgleiten. Die Großereignisse dieser Saison haben es -abgesehen vom vielversprechenden Saisonauftakt beim Haardman- leider nicht besonders gut mit uns gemeint.

    Natürlich hatten wir mit einigen Hoffnungen die 1200 Kilometer lange Anreise zu unserer ersten WM angetreten, aber mit der Erfahrung von 15 Jahren Triathlon weiß man natürlich auch, dass gerade auf der Langdistanz Erfolg schwer planbar ist. Die Trainingssteuerung ist schon schwer genug, die dafür sorgen soll, dass man am Wettkampfmorgen  "gute Arme und Beine" hat, während des Trainings gilt es laufend -trotz der bisweilen notwendigen hohen Intensitäten- Überlastungsverletzungen zu vermeiden,  unmittelbar vor dem Wettkampf kann ein banaler Infekt (Bronchitis, Grippe oder wie in Roth ein leichter Darminfekt) leicht die Arbeit von Monaten in Frage stellen, während des Wettkampfes benötigt man die richtige taktische Marschroute, um seine Kräfte sinnvoll einzuteilen. darf sich keine Fehler im Ess- und Trinkverhalten erlauben und dann muss auch noch das Material mitspielen... gerade der letzte Faktor ist oftmals am schlechtesten zu kontrollieren und hat uns am vergangenen Wochenender mutmaßlich einen befriedigenden Zieleinlauf und efolgreichen Saisonabschluss verdorben. Im Nachhinein muss man wohl davon ausgehen, dass wir für die zum Teil mit unglaublich spitzen Steinen garnierten Straßen in Dänemark wohl die falsche Materialwahl getroffen haben: dieselben Reifen, mit denen wir in den letzten drei Jahren auf ca. 3000 Wettkampfkilometern (auf deutschen Straßen) nur einen einzigen Platten hatten, lieferten uns auf den Straßen um Fredericia innerhalb von 320 gefahrenen Kilometern (einschließlich des Trainings davor) 5 (!) Plattfüße. Wenn es uns in den nächsten Jahren nochmal wettkampfmäßig nach Dänemark verschlagen sollte, dann ganz sicher nicht mehr mit 130g leichten "Conti Grand prix Supersonic", sondern eher mit Moutainbikebereifung oder zumindest irgendein Mantel mit doppelt bis dreifacher Kevlar-Panneneinlage. Gibt es Vollgummireifen auch in 26 Zoll??

    Nicht dass jetzt ein völlig falscher Eindruck aufkommt: enttäuscht von unseren Ergebnisse waren wir in erster Linie am Sonntag, da wir pannenfrei durchaus 10-15 Plätze weiter vorne hätten einlaufen können (mit dem dann automatisch höheren Motivationsgrad beim Laufen); mittlerweile aber - mit zunehmendem Abstand von dem Wettkampf- überwiegt eine positivere, pragmatischere Bewertung des Kurztrips in ferne Skandinavien. Erlebniswert hatte die Woche allemal und es gibt weitaus Schlimmeres im Leben, als mit einigen Minuten Verspätung in den Zielkanal einzubiegen.

    Bereits am Mittwoch hatten wir uns mit dem Auto aufgemacht. 1200km in den Norden. In Fredericia angekommen hatten wir fast schon das Gefühl eine Zeitreise in den Herbst unternommen zu haben, so kalt und regnerisch war das Klima dort. Temperaturen so um die 10-15 Grad. Beim Wettkampf lieben wir so ein Wetter, aber in den Tagen davor beim Training und Relaxen hat man's doch gerne ein bischen wärmer...

    Hektik dann beim Check-In am Samstag. Für uns unerwartet fand dabei gleichzeitig auch eine Kontrolle des Race-Outfits statt (ob die Laufstartnummer korrekt angebracht ist: 4 Sicherheitsnadeln, ja kein Gummiband, ob die Sponsorenaufnäher die korrekte Größe haben usw.). Wir hatten unsere Trikots natürlich nicht dabei und durften dann noch einmal 10km in die Unterkunft und zurück fahren und die Wettkampfkleidung zur Vorlage bei den Kampfrichtern holen. Lästig und anstrengend, wo man doch am Abend vorher eigentlich seine Ruhe haben und die Akkus maximal aufladen will. Bei der Zweitkontrolle "fielen" wir dann wieder durch, weil auf dem Hintern der Badehose kein Namen aufgedruckt war. Letztes Jahr bei der Europameisterschaft in Immenstadt hat das niemanden interessiert, aber jetzt war es ja auch ne Weltmeisterschaft und da geht's anscheinend strenger zu. Also nochmal nachsitzen und auf einem Stand der Triathlonmesse zweimal "FUNK" auf die Hosen aufbügeln lassen (zum Glück wurde in Fredericia ein solcher Service (kostenpflichtig) angeboten). Dann war die Checkin-Prozedur endlich überstanden (und schon reichlich Adrenalin verschossen, das wir uns gern für den Wettkampf aufgehoben hätten).

    Nach kurzer Nacht am Sonntag früh um 5h dann der nächste Aufreger: wir hatten vergessen unser Auto vorsorglich außerhalb des Campingplatzes zu parken und standen dann natürlich zu dieser nachtschlafenden Zeit vor verschlossener automatischer Schranke und mussten doch dringend zum Start. Keine Notklingel oder Nachtwächter in Sicht. Wir behalfen uns dann erst mal mit "roher Gewalt": so eine Schranke hat ja eine gewisse Elastizität (zumindest bis die Bruchspannung erreicht ist) und so hielt ich den Baken gerade soweit nach oben gebogen, dass Heike mit unserem Opel unten langsam durchfahren konnte. Ein bisschen komisch sah der Baken danach schon aus, aber der "Ausbruch" war geschafft.

     

    Die Startnumern mussten als Klebe-Tattoo aufgebracht werden

     

     

    Nächste spannende Situation dann am Start: tags zuvor war wegen 14°C kaltem Meerwasser die Schwimmstrecke beim Vikingman auf die Hälfte gekürzt worden, aber bei der Messung jetzt am Sonntag morgen war - o Wunder- das Wasser auf gemessene 15,0°C aufgewärmt, gerade 0,1°C mehr bevor man laut Reglement die Schwimmstrecke auch für die ITU-WM hätte verkürzen müssen. Das wäre mir eigentlich sehr recht gewesen, den bei meiner augenblicklichen Schwimmform verliere ich nämlich gerade in der ersten Disziplin immer den entscheidenden Boden auf die Spitze. Für Heike wäre eine eventuelle Verkürzung ein Nullsummenspiel gewesen: ob nach zwei, drei oder vier Kilometern, sie kommt eh meist mit den unmittelbaren Konkurrentinnen aus dem Wasser. Aber, wie schon gesagt, es wurden eben doch die vollen 4km und man muss sich den Realitäten beugen.

    Um 7 Uhr dann der Startschuss. Erwartungsgemäß verlor ich einiges an Boden genüber den schnellsten Schwimmern (insgesamt 6-7 Minuten) aber ich fühlte mich -so paradox das klingen mag- eigentlich ganz gut dabei und kam nach 56 Minuten nur wenig erschöpft aus dem Wasser, so dass ich auf dem Rad von Anfang an ordentlich Druck machen konnte. Nach der ersten 40km Radrunde hatte ich den 2 Minuten-Rückstand auf eine 10-Mann-Gruppe mit den Mitfavoriten Gerrit Schellens und Petr Vabrousek aufgeholt und konnte diese relativ flüssig passieren und mit guten Beinen auf den nachfolgenden 50 km weitere Plätze gut machen. Nach 90 km lag ich dann ungefähr auf Rang 12 oder 13 (nach Rang 47 nach dem Schwimmen) und der Wettkampf fing gerade so richtig an Spaß zu machen, zumal ich an den Wendepunkten, wo sich die Athleten engegenkamen festgestellt hatte, dass ich sogar auf den zu diesem Zeitpunkt zweitplazierten Francois Chabaud, der als bäernstarker Radfahrer bekannt ist, Boden gut gemacht hatte. Da plötzlich...Pffffft.....ein häßliches Geräusch aus dem Vorderrad. Plattfuß. Ich rollte dann noch auf der Felge holpernd 5 km weiter bis zum offiziellen Servicepunkt, wo ich bei den vorherigen Runden etliche Laufräder zum Wechseln am Straßenrand liegen gesehen hatte und hoffte, dass mir somit das zeitraubende Schlauch-Wechseln erspart bleiben würde, aber dort angekommen erfuhr ich, dass all die Ersatzlaufräder vorher von den jeweiligen Nationen abgegeben wurde und es keine länder-neutrale Ersatzlaufräder gab. Da lagen also Vorder- und Hinterräder mit der Beschriftung Frankreich, Dänemark, Italien... aber leider keins mit einem Zettel mit "Germany". Andere Länder haben halt einen richtigen Betreuungsstab dabei, der sich um solche Sachen kümmert, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Unser Nationalteam bestand halt nur aus den drei gemeldeten Athleten. Dabei hätten wir ja Trainingslaufräder zum Hinterlegen dabei gehabt, aber woher soll man wissen, dass man die vorher beim Veranstalter abgeben muss? Lehrgeld. Bei der nächsten ITU-WM wären wir schlauer.

    So musste ich also, nachdem ich durch das Rollen auf der Felge eh schon viel Zeit und etliche Plätze verloren hatte doch noch den defekten Schlauch wechseln, aufpumpen und setzte dann (etwas frustriert) meinen Wettkampf fort. Finishen wollte ich schon. Das gehört sich einfach.

    Die abschließenden 30 Lauf-Kilometer liefen dann noch passabel. Ich stellte mir vor, ich würde einen Tempodauerlauf absolvieren (um nicht ins allzu lustlose Traben zu verfallen), denn das richtige "Wettkampffeeling", in dem man auch mal über die Schmerzgrenze hinaus geht, hatte ich nicht mehr (sieht man wahrscheinlich auch den Bildern, die uns Marco Meuter geschickt hat, an). Statt Rang 32 hätte es wahrscheinlich auch irgendwas so um Ran 15 werden können und das würde sich natürlich in der Ergebnisliste schon besser lesen. Außerdem hätte ich wahrscheinlich sogar die Radbestzeit des Tages erzielt (abgesehen von der Zeit von Torbjörn Sindballe, der später aufgeben hatte). Aber was solls: Hätte, wenn und aber... man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen.

     

     

     

     

     

    Über Heikes Rennen sollte sie eigentlich selbst berichten. Aber von mir hier schon soviel: sie war auch von Pannenpech verfolgt und für sie war's eigentlich noch ärgerlicher, da sie beim ersten Plattfuß nach 40 km schon drauf und dran war, die Führung zu übernehmen und höchstwahrscheinlich mit der Tagesform in den Topfive, also fett im Preisgeld gefinisht hätte...  Ihre zwei weiteren Plattfüße im Verlauf der Strecke waren vermutlich Folge des ersten Defektes, den im Ziel steckte immer noch ein Fremdkörper im Mantel (siehe Foto am Anfang des Textes). In Zukunft sind wir auf derartigen Straßen mit Sicherheit mit Pannengel und anderen Mänteln unterwegs. Übrigens wunderten sich auch die Mechaniker beim Team T-Mobile, bei der ebenfalls gerade stattgefundenen Dänemarkrundfahrt über ungewöhnlich viele Reifendefekte. Irgendwie sind die dänischen Steine weitaus spitzer als die hier in Dutschland üblichen und durch den starken Meereswind und ständigen Niederschläge liegen einfach auch weitaus mehr Fremdkörper auf der Fahrbahn als üblich, was eben auch rein statistisch Pannen wahrscheinlicher macht.

     

     

     

     

    Ab Montag machten wir dann noch Urlaub, besuchten erst sämtliche Spielplätze Fredericias und fuhren tags darauf (an Frederics Geburtstag) ins Legoland nach Billund. Über die enorm teuren dänischen Preise sollte man nicht viel nachdenken (mit Eintritt, Essen usw. kostet so ein Ausflug für 5 Personen an die 200,-€ also etwa doppelt so viel wie in Deutschland), aber angesichts der leuchtenden Augen unserer Kids haben wir solche Kosten-Nutzen-Relationen schnell wieder vergessen...

     

     

     

     

     

    Abschlussfeste, Nachtrag Karlsfelder Triathlon und Sonstiges

    Wir Bayern sind bei den Schulferien immer das Schlusslicht. Während hier schon die Urlauber in das Chiemgau strömen und am See liegen, müssen die Kinder noch schuften. Dazu hatten sie aber die letzten Wochen leider keine Lust mehr und es wurde richtig anstrengend zu unterrichten. Zeugnisse sind geschrieben. Aber aus dem Kuchenbacken und Termine einhalten kommen wir gerade nicht mehr heraus. Ständig irgendwelche Abschlussfeste mit unseren Kindern und Feste bei mir an der Schule. Nächste Woche hat Anna-Marie noch die Schultütenübergabe für die angehenden Erstklässler in der Kirche und am Mittwoch ist an meiner Schule noch den ganzen Tag ein Spielfest angesagt, bei dem die Kiddis ihren Spaß haben und Lehrer und Eltern sich mal "zum Deppen" machen müssen ;-) Nebenbei sollte man aber dann doch den Haushalt und Papierkram erledigen. Nur gut, dass  bei uns im Esszimmer jetzt der Kaffeevollautomat steht. So hält man ein paar Stunden länger durch ;-)

    Frederic nahm mal wieder ganz ungezwungen an einem Kinderlauf über 1000m teil und wurde 3. Er blüht mittlerweile richtig auf beim Sport und sammelt eine Medaille nach der anderen, die er an sein Bett hängt oder mit ihnen um den Hals herum durch Haus und Garten läuft ;-)

    Über das Karlsfelder Rennen gibt es eigentlich gar nicht viel zu erzählen. Ich hatte das Gefühl eine Kurzdistanz noch nie so hart gegangen zu sein. Nach dem Schwimmen, wo ich mich extra in Zeug gelegt hatte, weil ich nicht so viel Zeit auf Ute Mückel verlieren wollte, hatte ich 1min 30 sek. Rückstand. Nach dem Wechsel waren es dann fast 2min. Ich kam nicht aus dem Neo und Ute ist in meinen Augen die Wechselkönigin. Das kann sie unheimlich schnell. Ich verbocke meistens irgendetwas beim Wechsel, auch wenn ich mir noch so vornehme mich zu konzentrieren. Auf dem Rad gab ich dann alles. Wir mussten eine Wendepunktstrecke bewältigen. Welliger Radkurs ins Dachauer Hinterland. Ich holte Ute kurz vor dem Wendepunkt ein und konnte dann noch ca. 45 sek. auf dem Rückweg herausfahren. Zum Glück war die Radstrecke 48 km lang. Nach Utes Wechsel zum Laufen hatte ich noch ca. 30 sek. Vorsprung. Ich lief also um mein Leben, konnte keine Sekunde den Druck weglassen, hatte nicht mal mehr Zeit Bekannte zu grüßen oder anzufeuern, wie ich es sonst immer mache ;-) Ich gewann mit 23 sek. Vorsprung und war richtig zufrieden mit dem Rennen. Klar, wenn man gewinnt.

    Dabei hatten Harald und ich eine ziemliche Vorstarthektik. Eigentlich lagen wir gut in der Zeit, bis Harald beim Einfahren (25 min. vor dem Start) der Reifen am Hinterrad (Scheibe) platzte. Ich fuhr also schnell zum Start, organisierte Flickzeug und ein anderes Hinterrad und schickte meinen Vater mit dem Auto zu Harald, der in Dachau stand. In der Zwischenzeit checkte ich ein und legte auch Haralds ganze Wechselsachen auf den Platz. 10 min. vor dem Start konnte also auch Harald einchecken und sich noch schnell in den Neo quetschen. Er schwamm dafür auch nicht so gut, konnte sich aber mit der schnellsten Radzeit auf Rang 2 vorarbeiten. Kurz vor dem Ziel wurde er aber noch vom späteren Zweitplatzierten Andre Belz nieder gespurtet.

    Karlsfeld ist, wie auch der Tegernseetaltriathlon, ein Wettkampf für die "ganze Familie". Die Kinder bekommen schon bei der Startunterlagenausgabe Kuscheltiere, Einwegkameras und Sonstiges und können sich auf der Hüpfburg vergnügen oder an der Verpflegungstation mithelfen. Größere Familienangehörige sind am See oder in der Pizzeria gut aufgehoben, bis die Athleten wieder im Ziel sind. Bei der Siegerehrung, die schnell stattfindet, gibt es Geschenke aller Art.

    Ich freue mich schon auf die Ferien. Wenig Termine. Nur ab und an biete ich im Ferienprogramm etwas an. So können wir hoffentlich mal wieder eine Bergtour machen.

    Übrigens ist mein Jahres- und Wochenplan nun vollständig !

    Unsere Termine habe ich auch mal wieder aktualisiert.

    Jetzt habe ich schon die fünfte Tasse Cappuccino ;-)

     

    11.07.05 Abgeschnitten von der Außenwelt

    Erstmal noch ein paar Gedanken zum gestrigen Rennen aus meiner (Heikes) Sicht, solange der Akku des Notebooks noch reicht, denn mittlerweile ist hier in Unterwössen der Strom komplett abgestellt:

    Gestern beim Tegernseetaltriathlon schüttete es während des Rennens und eigentlich während der  gesamten Veranstaltung wie aus Kübeln. Das Rennen selbst verlief für mich aber problemlos und machte richtig Spaß. Die Woche nach Roth trainierte ich nichts und versuchte meine Müdigkeit zu besiegen. Wegen der doch jetzt  in unterschiedlicher Intensität schon seit mehr als drei Monaten immer wieder auftretenden Rückenprobleme entschlossen wir uns zur Durchführung einer Kernspintomografie, die eine wohl schon ältere Protrusion L3/L4  ergab, die aber konservativ in den Griff zu bekommen sein müsste. Harald stellte mir am Samstag das Rad komplett um. Jetzt sitze ich etwas aufrechter und kürzer. So wurde Sonntag die neue Sitzposition gleich mal unter Wettkampfbedingungen getestet. Der Tegernseetaltriathlon ist eine mit viel Liebe zum Detail organisierte familiäre Veranstaltung. Die Siegerehrung fand schon 15 min. nach Einlauf des letzten Triathleten statt, so dass der Wettkampf mit An- und Abfahrt auch nicht gleich den ganzen Sonntag blockiert.

    Für den Schwimmstart fährt man mit dem Bus von Gmund auf die andere Seite des Tegernsees. . Geschwommen wird einmal quer durch den See, zurück zur Wechselzone in Gmund. Dabei handelt es sich um gute 1600 m. Gestern hatte der See ca. 16 Grad. Draußen war es auch nicht wärmer. Hier war mal nicht nur der Auftrieb des Neoprenanzuges gefragt, sondern vor allem auch die Wärmedämmeigenschaften. Unser Neo schnitt dabei offensichtlich gut ab: Harald und ich kamen mit nur einer halben Minute Rückstand auf den Führenden Steffen Hartig in die erste Wechselzone. Die Radstrecke musste man nun bei aufkommendem starkem Regen mit Vorsicht genießen, da der Kurs sehr eckig, eng und bergig war. Ich war trotzdem flott unterwegs und konnte ziemlich locker die Laufstrecke angehen, nachdem mir allerdings der Helm abgenommen werden musste, da ich ihn alleine nicht öffnen konnte. Mit klammen Fingern und Eiszapfen im Schuh gestattete ich mir also noch dieses kleine Bergläufchen von 10 km, mit Bergabpassagen. Im Ziel gab es dann Kuchen und Erdinger Alkoholfrei zum Abwinken.

    Auf der Heimfahrt regnete es dann immer heftiger.

    Montag, 11.7.05    7Uhr 20    Der Unterwössner Bach ist dem Überlaufen nahe. Heftiger Regen. Wir fahren in die Schule bzw. Klinik zur Arbeit.

    Montag, 11.7.05    11Uhr 15    Anruf in der Grundschule Übersee. Schule und Kindergarten Unterwössen wird   evakuiert. Straßensperrungen stehen. Keine Einfahrt mehr nach Unterwössen möglich. Hochwasser !

    Montag, 11.7.05    11Uhr 20    Nachbarn nehmen unsere Kinder mit aus Schule und Kindergarten. Ich organisiere schnell noch eine Mutter für meine Klasse und versuche noch nach Unterwössen zu kommen, bevor die Zufahrten komplett dicht sind.

    Der Kaltenbach, normalerweise nur ein Bächlein und vor ein paar Tagen noch komplett ausgetrocknet, jetzt plötzlich ein Fluss mit reißendem Wasserfall, hier noch in seinem Bachbett, dass er ein paar Meter weiter unten mangels Platz verlässt.

    Montag, 11.7.05    11Uhr 55    Geschafft ! Anwohner wurden noch auf eigenes Risiko durch die bereits aufgebauten Straßensperren gelassen. Regen wird immer heftiger. Bürger versuchen mit Sandsäcken ihre Häuser zu schützen. Tiroler Ache und die Bäche tragen zu viel Wasser und gleichzeitig unglaublich viel Geröll und Schlamm, der überall, wo das Wasser hinkommt liegenbleibt. Überall liegt der Geruch von ausgelaufenemHeizöl in der Luft.

    Das Geröll vor unserem Astra hat der neue Gebirgsbach innerhalb kürzester Zeit angeschwemmt. Das lässt die Kraft der Strömung erahnen...

    Montag, 11,7,05    12Uhr 10    Kinder und ich sind zu Hause. Gott sei Dank kein Wasser im Haus, aber ein reißender Gebirgsbach auf der Straßé vor unserer Haustür waden-bis kniehoch, wo eigentlich eine Teerstraße sein sollte. Unser Haus liegt erhöht. Hoffentlich müssen wir nicht auch irgendwann pumpen.

    Blick durch unser Gartentor

    Montag, 11.7.05    15 Uhr    Landkreis Traunstein ruft Katastrophenalarm aus. Wir sind endgültig von der Außenwelt abgeschnitten. Hubschrauber kreisen in der Luft, immer wieder hört man Martinshörner von Feuerwehr, THW; eine gespenstische Stimmung. Es schüttet weiter wie aus Kübeln. Harald ist in der Klinik in Bernau/Felden.

    Montag, 11.7.05    15Uhr10     Stromausfall ! Hole schon mal Kerzen hervor. Bei der Weltuntergangsstimmung wird es bestimmt bald dunkel !

    Montag, 11.7.05    17Uhr30    Harald ist mit dem Mountainbike heimgekommen. Völlig verdreckt hat er den (eigentlich auch vom Forstamt wohl wegen Erdrutschgefahr gesperrten) Höhenweg von Marquardtstein am Hochgern entlang nach Unterwössen genommen und berichtet von zahlreichen sich spontan gebildeten Gebirgsbächen, die den Weg an mehreren Stellen überspülen. Als ob der Berg weint.

    Dienstag 12.7.05 7Uhr00 Der Strom ist nach wie vor weg! Da man merkt man erst, bei wieviel Gelegenheiten man auf Elektrizität angewiesen ist. Kaffee mussten wir mit dem Gas-Campingkocher  kochen. Nachrichten hören wir jetzt mit einem alten Transistorradio. Auf Internet zum Frühstück müssen wir verzichten, ebenso wie natürlich auf die Frühstückszeitung. Den Inhalt des Kühlschranks müssen wir jetzt schnellstmöglich aufessen und den Rest entsorgen. Die ganze Nacht war draußen Action: Keller leer pumpen (zum Glück nicht unserer), Sandsäcke stapeln. Schule und Kindergarten fallen heute aus. Es regnet immer noch, aber nicht mehr so sintflutartig wie die letzten zwei Tage. Die Pegel sind wieder gefallen (im Ortskern), aber aus unserem Haus kommt man nach wie vor nicht ohne nass zu werden.

    (Diesen Text habe ich übrigens jetzt von der Klinik aus online gestellt, weil das DSL daheim natürlich auch schlapp gemacht hat)

     

     

    Roth 2005: Das Rennen aus unserer Sicht

     
    Ich seh's ja an den in den letzten Tagen stark angestiegenen Zugriffszahlen auf unsere Website. Obwohl wahrscheinlich die meisten, die unsere HP anklicken, längst aus der Ergebnisliste der Quelle Challenge Roth wissen, wie wir am Wochenende abgeschnitten haben, besteht anscheinend trotzdem noch ein Bedürfnis nach weitergehenden Informationen, die wir hiermit liefern wollen. Zunächst aber die nackten Zahlen, dann die Geschichte dahinter:
     
    10   54 QC FUNK, Heike (GER) F35 0:53:24 5:22:18 3:53:45 10:12:37
    243 (71) 15 QC FUNK, Harald (GER) M35 0:55:09 4:38:40 4:27:54 10:12:37
     
  • Bis Mittwoch lief eigentlich alles glatt. Die letzten Trainingseinheiten gingen flüssig vonstatten, das Laufen und Radfahren fiel leicht wie lange nicht mehr. Einziges (vermeintlich) kleines Problem war, dass Heike die letzten 2 Wochen auf ihrem alten Rad trainieren musste, da die aktuelle Zeitfahrmaschine uns auf der Heimfahrt von Erding fast auf der Autobahn vom Dach geflogen war und dabei der Schaltzug mitsamt Führungshülse gerissen und der Steuersatz beschädigt wurde. Wegen Diensten in der Klinik und Heikes Aufenthalt im Schullandheim eine Woche vor Roth kam ich dann erst am vergangenen Donnerstag und Freitag dazu, das Rad wieder zu reparieren. Der Donnerstag war es dann auch, an dem wir beide leichten Durchfall bekamen, nachdem unsere Kids schon die Tage davor mit tageweisem Fieber gekränkelt hatten. Natürlich hofften wir da noch, dass sich die Angelegenheit bis Sonntag wieder normalisieren würde...

    Gespannt verfolgten wir an den Tagen vor dem bevorstehenden Großereignis den Wettkampfbericht und spekulierten innerlich auf möglichst kühle Witterung, vielleicht auch den einen oder anderen Gewitterschauer... auch diese Hoffnung sollte sich nicht erfüllen.

    Der Wettkampfmorgen dann selbst lief in erprobter Routine ab: Aufstehen um 3:20, Frühstück, Getränke herrichten, Fahrt zum Start, Rad präparieren, Aufwärmen, Neo anziehen, Gänsehaut-Feeling ob der großartigen Stimmung und der vielen Menschen und endlich um 6h30 der Startschuss. Heike und ich kamen gut weg und schwammen lange versetzt nebeneinander, bis Heike nach 2km das Tempo verschärfte und mir einfach davonschwamm, während mir zusehends die Arme schwer wurden. Ich ärgerte mich zwar da noch über mich selber, denn 3,8 km Kraulen sollte ich eigentlich schon noch packen ohne einzubrechen, freute mich aber gleichzeitig über Heikes Tagesform, der es gleichzeitig gelang einige möglicherweise (so dachte ich da noch) wichtige Meter zwischen sich und Nicole Leder und Belinda Granger bereits in der ersten Disziplin zu legen, denn diese schwammen zu diesem Zeitpunkt noch in meiner (leicht zurückhängenden) Gruppe.

    Heilfroh war ich, als ich das Schwimmen überstanden hatte und mir endlich mein Bike schnappen konnte und freute mich schon auf den Rest des Tages. Auch beim Radfahren waren die Beine zwar im Vergleich zu den bisherigven Wettkämpfen dieser Saison ungewohnt schwer am Anfang, aber nach etwa 15km Eingewöhnung fing es an rund zu laufen und ich konnte Platz um Platz gut machen. Nach 60 km hatte ich sogar die ca. 1 Minuten Rückstand auf Jason Shortis egalisiert, der sich aber nicht wie die Fahrer zuvor einfach überholen und abhängen ließ, sondern an mir dranblieb (ohne dabei aber zu draften, um dass an dieser Stelle gleich zu betonen!). Unserer Gruppe schloss sich dann noch Clas Björling, Margus Tamm und noch ein Athlet, den ich nicht kannte, nach Überholvorgängen an. Richtig technisch schwierig wurde dann die zweite Radrunde: plötzlich wimmelte es überall von Staffelfahrern, durch die man sich im Zickzack vorbeikämpfen musste, natürlich im Bemühen, dabei möglichst nicht bremsen zu müssen! Nach ca. 130 km irgendwo zwischen Thalmässing und Greding plötzlich ein Motorrad neben mir (ich lag zu dem Zeitpunkt in Führung innerhalb unserer "Gruppe"!) und ich sah in eine schwarze Karte. Gleichzeitig erhielt auch Jason Shortis eine. Das bedeutete 8 (!) Minuten Extra-Pause in der Wechselzone 2. Wofür? Ich weiß es nicht. ehrlich. Möglicherweise für zu knappes Überholen von Staffelfahrern. ?Jason Shortis meinte, als ich ihn fragte, es sei wohl wegen Überfahrens der Mittellinie gewesen. Egal, Tatsachenentscheidung und für mich brach in diesem Augenblick fast eine Welt zusammen. 8 Minuten sind auf dem Niveau,auf dem ich mir gewünscht hatte zu finishen der Unterschied zwischen einem sehr guten und einem mittelmäßigen Wettkampf und bedeuten ungefähr 10-15 Plätze in der Gesamtwertung. Als mäßiger Schwimmer und überdurchschnittlich guter Radfahrer, der schon unzählige Male unter Pulkbildung vorne gelitten hat, bin ja eigentlich ich immer jemand, der sich über Kampfrichter freut, die nicht nur einfach mitfahren sondern "ihren Job tun" und für ein draftingfreies Rennen sorgen, aber manchmal wäre eben auch ein bischen Fingerspitzengefühl angebracht. Nach meinen Infos war praktisch keiner der Top-Athleten 180 km alleine unterwegs. Penalties gab es aber unter den Top 50 nur zwei. Zum Glück lebe ich nicht vom Triathlon, sondern betreibe den Sport nur aus Spaß und Ehrgeiz. Jason Shortis hat in Australien zwei Kinder zu versorgen und eine schwangere Frau. Der ist auf das Preisgeld wirklich angewiesen (und ich freue mich für ihn, dass er mit einem erstklassigen Marathon wenigstens noch ein paar Euro retten konnte). Ich selbst wäre am2 liebsten gleich vom Rad gestiegen, aber entschied mich dann doch, ohne mich noch so richtig "im Wettkampf drin" zu fühlen, vorerst mal die Radstrecke zu beenden. Und hoffte wenigstens darauf, dass es bei Heike, die bereits beim Überholvorgang durch mich nach ca. 10 km über Rückenschmerzen geklagt hatte, mittlerweile besser laufen würde.
    Nach Absitzen der Zeitstrafe (zusammen mit Jason) machte ich mich sogar noch (ziemlich lustlos) auf die Marathon strecke, kam aber dort nur ca. 2,5 km weit, bevor ich mich mit jetzt erneut auftretendem Durchfall in die Büsche schlagen musste. Noch ein "Spaßkiller" (und natürlich auch Leistungsbremse). Schließlich entschied ich mich, bis zur nächsten Verpflegungsstation an der Lände zu joggen und dann dort auf Heike zu warten, um ihr eventuell als "Wasserträger" und "Tempomacher" noch zu einer besseren Gesamtleistung zu verhelfen. Leider kam sie ungewohnt weit zurückliegend erst als vierte Frau vorbei, aber die Dritte, eine Amerikanerin sah nur 100m voraus schon ziemlich schlecht aus und Heike hatte noch einen guten Schritt (4:35er-Tempo für die ersten 8 km). Heike erzählte mir dann beim Laufen, dass sie 150 km wegen Rückenschmerzen fast nur Wiegetritt gefahren sei!!! Respekt, aber kein gutes Omen, denn Wiegetritt ist in der Ebene nicht nur langsamer als Aero-Position, sondern kostet auch deutlich mehr Kraft. Wir trabten dann also fortan zusammen über die Marathonstrecke, bemüht um Schadensbegrenzung und gleichzeitig fest entschlossen, wenigstens zu finishen. Ab Schwanstetten (da ist so ungefähr ein Viertel des Marathons rum) wurden wir dann aber zusehends langsamer und um Platzierungen brauchte man sich von da ab nicht mehr viel Gedanken machen. Heikes Magen akzeptierte unsere (eigentlich bestens getestete Eigenverpflegung) genauso wenig wie Cola. und ohne Kohlenhydrate funktioniert ein schneller Marathon nicht. Es folgten also noch einige eher unappetitliche Zwangspausen, die vermutlich mit unserem wohl noch nicht ganz durchgestandenen Magen-Darm-Infekt zusammenhingen aber immerhin: wir erreichten irgendwann das Ziel (Heike sogar noch in den Topten!) und das Lächeln auf der Ziellinie kam bei uns beiden von Herzen, gespeist aus der Erleichterung, trotz aller Widrigkeiten nicht klein bei gegeben und sich durchgebissen zu haben. Vielleicht werden wir uns in ein paar Jahren an diesen Wettkampf viel mehr erinnern, als an die mit besseren Gesamtplatzierungen, wo scheinbar fast alles glatt gelaufen ist...

     

     

    Erding 2005: Generalprobe für den Quelle Challenge geglückt!

    (Bild mit freundl. Genehmigung von Iris und Michael von www.triathlon-karlsfeld.de entnommen)

    Es gibt doch da diese Redensart von der verpatzten Generalprobe und der daraufhin geglückten Premiere. So gesehen müsste einem ja jetzt Angst und Bange für unseren Saisonhöhepunkt in zwei Wochen in Roth sein. Denn in Erding lief es am Wochenende durchaus rund. Die Form ist da, die Beine sind gut (vor allem fürs Radfahren).

    Das Wochenende hatte fast eher den Charakter eines Kurzurlaubs, als den eines stressigen Wettkampfes. Als Vorjahressieger hatten uns die Veranstalter von Trisport Erding wie auch schon 2004 mit Hotelübernachtung eingeladen und am Samstagabend gab es auch noch ein entspannendes gemeinsames Abendessen mit Presse, Sponsoren,  Veranstaltern und einigen anderen Athleten im Biergarten des Erdinger Weißbräu (wo auch sonst!) inmitten der Erdinger Altstadt, die bei in diesem Jahr sommerlicher Witterung malerisches italienisch anmutendes Flair bot.

    Das meiste Adrenalin am Sonntag, dem Wettkampftag, verschossen Heike und ich dann schon eine Stunde vor dem Startschuss, als unser Größter, Frederic, beim Kids-Triathlon startete. Er hat zwar schon 2 Mini-Triathlons mit Bravour gemeistert (Roth 2003 und München 2005), aber diesmal waren die zu bewältigenden Distanzen mehr als doppelt so lange (200m Schwimmen, die erstmals für Frederic in offenem Gewässer stattfanden, während die bisherigen Kindertrias in Schwimmbädern stattfanden, 12 km Radfahren (!) und zum Schluss noch knapp 2km Laufen). Wenn man da als Eltern beim Start zusieht, das ist ein bischen so wie Einschulung. Zur Vorstartaufregung und Sorge, dass er im Gewühl des Massenstartes als Allerkleinster im Feld heftig Prügel beziehen könnte, kommt dann noch ein Gefühl der Rührung hinzu: die eigenen Kids werden langsam flügge...erste Zeichen der bevorstehenden Wachablösung, des Generationenwechsels? Naja, das ist vielleicht jetzt ein bischen übertrieben sentimental, immerhin habe ich ja erst vor drei Wochen in München gegen einen 40jährigen (Uli Nieper) ein Rennen "verloren", was sich durchaus dahingehend interpretieren lässt, dass uns mit unseren "nur" 37 Jahren noch einige Jahre Leistungssport auf ordentlichem Niveau erwarten.

    Frederics Wettkampf lief dann -fast unerwartet- reibungslos. Die Wechsel klappten wie am Schnürchen ohne dass er irgendwelche Hilfe gebraucht hätte. Null Orientierungsprobleme. Er hat sogar auf der Radstrecke selbständfig daran gedacht zu trinken und hat die aufs Oberrohr geklebten Powerbar-Stücke alle aufgegegessen (!) und war verdientermaßen überglücklich im Ziel, wo er den dritten Platz der Schüler B belegte, in einer Klasse, in der alle anderen 2-3 Jahre älter waren als er selbst.

    Was ist zu meinem eigenen Rennen zu sagen? Nach dem Haardman vergangene Woche waren die grundsätzlichen Fragen hinsichtlich individueller Stärken und Schwächen ja schon quasi geklärt. Ich wusste schon vor dem Start von Lothars exzellenter Form und rechnete mir realistischerweise keine Siegchancen aus. Daneben wusste ich auch von Fredric Kohls Schwimmstärke. Ich selbst hatte demgegenüber vor Wochenfrist beim Haardman in der ersten Disziplin den entscheidenden Boden eingebüßt- und auf der Kurzdistanz ist das Schwimmen noch wichtiger als auf Mittel- und Langdistanzen.

    Als ich dann nach 21 Minuten als 10. aus dem Wasser kam mit knapp zwei Minuten Rückstand war ich nicht wirklich überrascht. Das Rad- und Lauftraining kann man gut auf dem Weg zur Arbeit, so quasi nebenher, erledigen; mit dem Schwimmen ist das so nicht möglich. Und da effektives Schwimmtraining so zeitaufwändig ist, kommt es eben bei uns chronisch zu kurz (mit im Schnitt einmal wöchentlich). Heike kann das noch zum Teil mit ihrem Schwimmtalent kompensieren, bei mir sieht man es halt doch in der Ergebnisliste. Ob man jetzt die Schwimmzeit gleich mit "schwach" umschreiben muss, wie auf DTU-online.de gelesen ist sicher Interpretationssache. Viele andere Amateure wären mit einem solchen Output wahrscheinlich glücklich. Wenn man mit so begrenztem Zeitbudget wie wir trainiert und trotzdem auf ein bestmögliches Gesamtergebnis spekuliert, muss man eben seine persönlichen Prioritäten sehr überlegt setzen...

    Äußerst zufrieden war ich dagegen mit meiner Wechselzeit: 50 Sekunden für den Wechsel vom Schwimmen auf das Rad (die meisten benötigten hier laut Liste zwischen 1'10'' und 1'30'') bedeuteten zusammen mit Lothar die Bestzeit (und der ist ja für seine "überfallartigen Blitzwechsel" berühmt-berüchtigt). Schon in der Wechselzone konnte ich so einige Plätze gut machen und mich dann anschließend auf der Radstrecke sukzessive bis etwa km 10 nach vorne auf Rang drei arbeiten. Überhaupt fühlte ich mich vorgestern auf der welligen und sehr windigen Radstrecke sehr wohl. Ich fuhr hart, aber nicht komplett Anschlag und nach 48 km zeigte der Tacho einen Schnitt von 42,46 km/h an. Der Vorsprung auf Rang vier war beruhigend (ca. 4 Minuten) und auf Rang 1 hatte er sich auf eineinhalb Minuten verkürzt. Natürlich wusste ich aber zu dem Zeitpunkt schon, dass ich das nicht mehr wettmachen konnte und lief deshalb die abschließenden 10 km zügig, aber ohne dass es anfing werh zu tun so etwa im 3'40''er-Schnitt, im Bemühen bei sommerlicher Hitze in den Verwinkelten Erdinger Gassen ein paar Körner für den Marathon in Roth zu sparen. Beim Bahntraining am vergangenen Mittwoch haben die Oberschenkel auf jeden Fall deutlich heftiger gebrannt, als ich 4x2000m jeweils die ersten 1000m als Tempomacher für Heike in je 3'50p'' und die zweiten 1000m dann in 3'00''-3'10'' Anschlag für eine jeweilige Splitzeit von ca. 7' gelaufen war.

    So gesehen war dann der Abstand zur Spitze beim Zieleinlauf vielleicht ein bisschen heftig groß, aber die Plazierung war ja die gewünschte und ich dementsprechend zufrieden.

    Bei Heike lief es im Prinzip ähnlich, wobei sie mir noch über zwischenzeitliche LWS-Probleme auf dem Rad in Aero-Posion berichtet hatte, was im Hinblick auf Roth wahrscheinlich noch etwas physikalische/ manuelleTherapie erfordern wird. Vielleicht kann ich sie noch dazu animieren, selbst ein paar Worte zum Rennverlauf aus ihrer Sicht zu schreiben.

    Platz   (AK)   Startnr.   Name   AK   Verein   Schwimm   Rad   Lauf   Gesamt
    1   (1)   901   LEDER, Lothar   MAK3   TUS GRIESHEIM   00:18:59 (2)   01:10:11 (2)   00:34:18 (1)   02:05:13
    2   (1)   870   KOHL, Frederic   MAK2   RAIKA WORZ TRI TELFS   00:18:46 (1)   01:10:16 (3)   00:34:39 (2)   02:05:31
    3   (1)   900   FUNK, DR., Harald   MAK4   SC KATEK GRASSAU   00:21:11 (10)   01:09:49 (1)   00:37:01 (5)   02:09:49
    4   (2)   903   SCHUBERTH, Elmar   MAK4   KARAWANKEN MURMALAN   00:20:20 (4)   01:15:04 (6)   00:36:14 (24)   02:13:40
    5   (2)   914   FÖRCH, Stefan   MAK2   TSV HAWAII GERBRUNN   00:22:32 (19)   01:14:38 (41)   00:36:35 (21)   02:16:02
    6   (3)   916   STROBL, Thomas   MAK2   TRISPORT ERDING TEAM ERDINGER   00:20:39 (5)   01:15:22 (34)   00:37:57 (25)   02:16:09

     

    [Neu!]18.6.05 (Nichts) Neues von der Doping-Front 

    Sechs Monate ist der im Januar im Triathlon neu eingeführte Dopingpass nun alt, mit dem die Einführung flächendeckender Dopingkontrollen verbunden sein sollte, und nach den Aufregungen im letzten Sommer und Herbst ist es ruhig geworden um das Thema Doping im Triathlon. Eigentlich ist das ja auch gut so, wenn man nicht gleichzeitig das dumpfe Gefühl hätte, dass das Fehlen weiterer Skandale nicht zuletzt an völlig unzureichenden Trainingskontrollen liegen könnte.

    Im Radsport haben sie mit der Etablierung der Pro-Tour einen eigentlich (der Papierform nach) vorbildlichen Anti-Doping-Kodex aufgestellt mit weitaus härteren Sanktionen als im Triathlon und trotzdem gibt es dort im Monatsabstand positive Tests. Nach dem Fall Danilo Hondo, der sich übrigens von Katja Schumachers Anwalt vertreten lässt, jetzt vor zwei Wochen auch noch der Holländer Marc Lotz vom Quickstep-Team (früher Mapei-Team) und als trauriger Höhepunkt fiel am vergangenen Wochenende wieder einmal ein Radprofi tot vom Fahrrad, gegen den im Jahr davor noch wegen Doping ermittelt worden war. Sind die Radfahrer die Bösen und die Triathleten die Guten?

    Unerwartet  viele deutsche Triathleten (nämlich 75) haben sich Anfang des Jahres die Profi-Lizenz für 250 Euro gekauft, manche vielleicht aus Imagegründen, sicherlich viele auch mit dem Hintergedanken, so wie wir, damit für den Leistungssport ein Stück Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit und gegenüber Sponsoren zurück zu gewinnen. Wir haben der NADA die Adressen unserer Trainingsstätten, Handynummern, des Arbeitsplatzes zukommen lassen und melden uns seit Monaten fleißig ab, wenn wir mal mehr als ein Tag außer Haus sind, um jederzeit für Kontrollen erreichbar zu sein.

    Allein: Kontrolliert worden sind wir bis jetzt noch nicht. Und andere Profi-Athleten, mit denen wir in Kontakt sind, auch noch nicht! Dabei wäre gerade jetzt (wenige Wochen vor den Saisonhöhepunkten für deutsche Athleten in Roth, Frankfurt, Klagenfurt und Zürich) die entscheidende Phase, wo die Gefahr von Doping-Missbrauch am größten ist. Die Doping-Spezialisten der NADA, die mit der Testdurchführung von der DTU betraut worden sind, wissen das sicherlich, aber haben sie auch genügend Geld zu deren Durchführung zur Verfügung gestellt bekommen?

    Ca. 19 000 Euro haben die Athleten für das Trainings-Kontrollsystem vorgestreckt und sorgten damit für ein weltweites Novum: in keiner anderen Sportart müssen die Sportler in diesem Umfang  ihre eigenen Doping-Kontrollen finanzieren. Daneben hätten wir auch erwartet, dass ein Teil der Verbandsabgaben der zwei großen deutschen Mega-Events auf der Langdistanz  in Roth und Frankfurt der Bekämpfung des Dopingproblems zugute kommt, nachdem doch das Image des Sports in der Öffentlichkeit langfristig maßgeblich vom Erfolg der Bekämpfung dieser Heuschreckenplage (der Ausdruck ist gerade „en vogue“) abhängt. 

    Natürlich könnte man es sich aus Verbandssicht auch einfach machen nach der Devise: „wo nichts kontrolliert wird, da gibt es auch keine positiven Fälle“. Und so blöd, dass man sich bei Wettkampfkontrollen erwischen lässt (wie letztes Jahr in Frankfurt und Hawaii), werden die Athleten doch wohl mittlerweile nicht mehr sein...? Danach haben aber schon andere Verbände in der Vergangenheit verfahren (Leichtathletik, Gewichtheber, Radsport) und sich damit in veritable Sackgassen manövriert!

    Neulich habe ich in einem Interview eines deutschen Profi-Triathleten gelesen (der bis dato auch noch nicht kontrolliert worden war), dass allein die theoretische Möglichkeit, dass jederzeit eine Dopingprobe stattfinden könnte, schon zu mehr Sauberkeit im Sport führen würde. Das ist ein philanthropischer Denkansatz, der in sich gefällig ist, vielleicht auch mal im Einzelfall zutrifft, aber ansonsten aller Lebenserfahrung widerspricht. Wer würde sich denn beim Autofahren innerorts an Tempobeschränkungen halten, wenn er nicht mit Radarfallen rechnen müsste?  

    Vielleicht, das müssen wir an dieser Stelle fairerweise zugeben, ist aber auch unsere Selbstwahrnehmung falsch, vielleicht funktionieren ja auch die Trainingskontrollen längst flächendeckend und wir sind einfach für die Zielkontrollen der NADA zu unverdächtig. Daher hier ein Appell an alle Athleten mit Profi-Lizenz: mailt uns einfach mal, wie oft, wo und wann ihr bisher kontrolliert worden seid. Wir werden selbstverständlich mit diesen Angaben vertraulich umgehen und nur evt. zu gegebener Zeit die aufsummierten anonymisierten Zahlen veröffentlichen. Ziel einer solchen Umfrage ist nur, ein gewisses Gefühl dafür zu bekommen, ob das für Kontrollen zur Verfügung stehende Geld auch wirklich zweckgebunden eingesetzt wird, an die Athleteten und somit an den Sport in voller Höhe zurückfließt und um festzustellen ob die DTU die Größe des Problems wirklich erkannt hat und vielleicht sogar zusätzlich aus anderen mit der Langdistanz in Bezug stehenden Einnahmetöpfen (z. B. Verbandsabgaben beim IMG und QCR) Geld für die Dopingbekämpfung ergänzend zur Verfügung stellt.  

    Leider stoße ich bei Gesprächen mit manchen Hobby-Triathleten nach wie vor immer wieder mal auf  die Ansicht, mit sauberen Mitteln sei im Hochleistungssport „eh kein Blumentopf mehr zu gewinnen“. Das ist ganz sicher falsch und das beste Mittel, solchen Überzeugungen entgegenzutreten ist umfassende Transparenz und eben engmaschige Kontrollen!

     

    Nachtrag vom 5.7.: Wie wir in einigen Einzelgesprächen mit anderen Athleten am Rande des QCR feststellen konnten, scheint das Trainingskontrollsystem jetzt doch gut angelaufen zu sein: Ende Juni (also ca. eine Woche nach Erscheinen des obigen Artikels sind 4 namhafte deutsche Profis kontrolliert worden, so dass man aus aktueller Sicht schon davon ausgehen kann, dass das System -vielleicht mit Anlaufsschwierigkeiten- jetzt wirklich funktioniert.

    Sehr positiv auch der professionelle Ablauf und vor allem die mit insgesamt 16 Tests deutlich im Vergleich zu den Vorjahren (da waren es sowviel ich weiß jeweils 4) gesteigerte Anzahl der Dopingproben nach dem Wettkampf in Roth.

    Etwas schwieriger ist in diesem Zusammenhang nachzuvollziehen, dass die im November nach dem Nina-Kraft-Skandal von den QCR- und IMG-Veranstaltern veröffentlichte Erklärung ("..Die Veranstalter verpflichten sich, Preisgelder nur an deutsche Athleten auszuzahlen, wenn sie Lizenzinhaber sind...)nur auf dem Papier besteht. Heike hätte ihr Preisgeld für den zehnten Platz ebenso wie die vier vor ihr platzierten Age-Grouper auch ohne die teure Profi-Lizenz und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten (z. B. ständige Abmeldung bei Verlassen des Wohnortes etc.) bekommen. Die 250,-€, die damals unserer Familienkasse durchaus weh getan haben, hätten wir also getrost uns sparen können. 

     

    Themawechsel: am Wochenende findet in Erding der Stadttriathlon statt, ein liebevoll organisiertes Event, bei dem Doping garantiert keine Rolle spielen wird, weil’s kein Geld sondern nur Ehre zu gewinnen gibt. Meine Chancen, den Titel vom vergangenen Jahr zu verteidigen sind –da bin ich Realist- äußerst gering, kommt es doch zum erneuten Aufeinandertreffen mit Lothar Leder, der vergangene Woche beim Haardman überzeugende Form bewiesen hatte. Es wird mal wieder an Heike liegen, die Familienehre hochzuhalten…

     

    [Neu!]12.6.2005  Eine lange 800km-Reise ins Ruhrgebiet zum Haardman, die sich gelohnt hat

    Noch vor vier Tagen schien die für das Wochenende geplante Mitteldistanz schwer in Frage gestellt, als Heike am Mittwoch mit Hals- und Gliederschmerzen typische Infektzeichen bot und wir uns schon die Frage stellten, ob wir uns die lange, 8-stündige Anfahrt ans andere Ende von Deutschland wirklich antun sollten. Zum Glück schlugen aber die daraufhin eingenommenen hochdosierten Antibiotika fast schon unerwartet schnell an, so dass wir dann doch noch beide im Vollbesitz unserer Kräfte uns letztendlich hinter der Startlinie versammeln konnten.

    Und -um es vorwegzunehmen- es wurde ein Rennen ganz nach unserem Geschmack: ein flacher, schneller Drückerkurs auf dem Rad, keine gravierenden Drafting-Probleme, dazu "funkfamily-Wetter" (Temperaturen so um die 12°C, ab und zu ein erfrischender Regenschauer eingestreut!!), am Schluss allerdings ein für eine Mitteldistanz untypisch langer Laufkurs mit 24 km (!), der sich aber zum Glück im Nachhinein, vielleicht wegen zurückhaltender Kräfteeinteilung, als weniger problematisch als befürchtet, erweisen sollte.

    Ein großer Teil der Topten-Aspiranten für Roth, sowie zum Teil auch Klagenfurt nutzte den Haardman als Wettkampftest, so dass sich die rührigen Veranstalter rund um Dirk Werk über das hochkarätigste Teilnehmerfeld aller europäischen Mitteldistanzen freuen konnten: Lothar und Nicole Leder, Belinda und Justin Granger (Australien), Timo Bracht, Heiko Tewes, Norbert Huber, Edith Niederfrieniger (Italien), Silke Hamacher, Stefanie Glasenapp usw. Thomas Hellriegel war gemeldet und angereist, konnte aber leider infektbedingt nicht starten.

    Bei derart starker Konkurrenz war das Schwimmen und hier insbesondere die Startphase erwartungsgemäß stressig, mit kräfteraubenden Positionskämpfen, aus denen sämtliche Top-Damen des Feldes (außer Edith Niederfrieniger) und leider auch ich nur als zweite Sieger hervorgingen und wir uns demzufolge nur in der drittschnellsten Schwimmgruppe behaupten konnten. Den Wendepunkt nach 1km im Dattelner Kanal umrundeten dann die ersten Schwimmer rechts herum , statt links herum und alle Nachfolgenden taten es ihnen zwangsläufig nach, so dass dann sämtliche Top-Athleten wie Geisterfahrer auf der Autobahn im Berufsverkehr den nachfolgenden Age-Groupern entgegenkamen, was dann natürlich zu unvermeidlichen zum Teil schmerzhaften und vor allem auch zeitraubenden Kollisionen führte. Das war sicher auch mit ein Grund, dass mein Abstand zur Männerspitze in der Wechselzone mit 2-3 Minuten leider größer war als insgeheim erhofft.

    Im Gegenzug lief dann Heikes und meine Stärke, das Radfahren absolut zufriedenstellend. Heike lieferte sich übver einen Großteil des Radkurses einen spannenden Fight mit Belinda Granger, den die Australierin schließlich in der 4. von 5 zu fahrenden Runden für sich entscheiden konnte. Dem hohen Tempo, das die beiden vorne vorlegten mit einem Schnitt knapp unter 39 km/h waren aber bis dato sämtliche anderen Top-Damen mit Rückständen im zweistelligen Minuten-Abstand zum Opfer gefallen, so dass Heike mit einem stabilen gleichmäßigen 24km-Lauf zu einem vielumjubelten und schließlich ungefährdeten zweiten Gesamtrang noch im Preisgeldbereich einlaufen konnte.

    Auch bei mir stimmte nach dem eher verkorksten Schwimmen die Radperformance: Einen Schnitt von 41,9 zeigte mein Tacho nach 80 km auf dem Display an. So ein Tempo schaffe ich nur selten auf Kurzdistanzen, so dass ich eigentlich mit dieser Leistung hätte hochzufrieden sein können. Leider war es nur der fünftbeste Split des Tages, denn auch die Athleten vor mir zeigten keine Schwäche und legten ein entsprechend hohes Tempo vor. Immerhin war der zweitbeste Radsplit des Tages von Timo Bracht nur eine Minute schneller, was unterstreicht, wie eng wir (trotz räumlicher Distanz nach dem Schwimmen) vom Speed her beieinander lagen. Eine Klasse für sich war gestern der wiedergenesene und wiedererstarkte Lothar Leder, der auf dem Rad das Feld klar dominierte und hier den Grundstein für einen überzeugenden Gesamtsieg vor Timo Bracht legte.

    Als ich schließlich als sechstplazierter beim zweiten Wechsel vom Rad stieg, schwante mir zunächst nichts Gutes angesichts der bevorstehenden langen und aus Erfahrung eher ungeliebten Laufstrecke, zumal ich auf der ersten Runde realisierte, dass der Abstand auf die nächstplazierten Verfolger alles andere als beruhigend war. Nach dem ersten Wendepunkt kamen mir diese (auf der gegenüberliegenden Kanalseite) perlschnurartig aufgereiht entgegen. Den einzigen dieser Athleten, den ich erkannte, war Norbert Huber (und der hatte mir letztes Jahr beim Challenge Roth über 10 Minuten beim Marathon abgenommen, war also eine echte Gefahr, die anderen konnte ich von der Leistungsstruktur her überhaupt nicht einschätzen, was die Selbstsicherheit für die abschließende Disziplin zunächst nicht gravierend erhöhte. Glücklicherweise hatte ich aber an diesem Tag gute Laufbeine, musste mich anfangs eher bewusst etwas bremsen, um nicht zu schnell anzugehen und schaffte es letztendlich, jede der vier Laufrunden etwas schneller als die vorhergehende zu laufen (also im Fachchinesisch "progressiv"). Letztendlich konnte ich mich sogar noch nach einem Überholvorgang in der letzten Laufrunde um einen Platz verbessern, so dass ich als hochzufriedener Gesamtfünfter einlief, zum Beispiel noch deutlich vor Justin Granger oder Jesper Olesen, und anschließend entspannt auf Heikes Finish 25 Minuten später warten konnte.

    Fazit: Der Wettkamps ist uneingeschränkt jedem zu empfehlen, der Mitteldistanzen schätzt und gerne mal flach und windig radelt.

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  • Hier findet ihr die Tagebucheinträge Dezember 2004- Mai 2005

    Hier findet ihr die Tagebucheinträge August-November 2004

    Hier findet ihr den 1. Teil unseres Weges nach Roth 2004 (Tagebucheinträge Dezember 2003-März 2004)

    Hier findet ihr den 2. Teil unseres Weges nach Roth 2004 (Tagebucheinträge April 2004-Mai 2004)

    Hier findet ihr den 3. Teil unseres Weges nach Roth 2004 (Tagebucheinträge Juni 2004-Juli 2004)

     

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