Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr: das was gute und schlechte
Schwimmer am meisten voneinander unterscheidet ist nicht die Kraft oder etwa
die Ausdauer, sondern vor allem die
Bewegungstechnik. Am
besten lässt sich diese wegen der höheren motorischen Aufnahmefähigkeit im
Jugendalter erlernen und glücklich kann sich schätzen, wer in dieser Zeit
einen Schwimmtrainer hatte, der Wert auf gute Wasserlage und einen
effektiven, vortriebswirksamen Armzug legte...
Doch auch jenseits des 18. Lebensjahres braucht man nicht die Flinte ins
Korn werfen. Verbesserungen der Schwimmtechnik sind immer möglich. Man wird
im Durchschnitt vielleicht etwas länger brauchen, bis sich ein neuer/
geänderter Bewegungsablauf motorisch verfestigt, aber Lernpotential besteht
immerund eine effektivere Technik im Wasser macht nicht nur schneller
sondern hilft insbesondere auch, Kraft für die beiden nachfolgenden
Disziplinen zu sparen!
"Kampf dem Stumpfsinn im Wasser!"
Kennt ihr auch das Problem? Da hat man sich endlich, vom
schlechten Gewissen geplagt zum ersten mal seit 2 Wochen aufgerafft, ins
Schwimmbad zu fahren; man steht am Beckenrand; im Wasser ist ausnahmsweise
einmal Platz (die Rentnergang, die sich sonst geschickt auf sämtliche 5
Bahnen verteilt, ist noch nicht da oder bereits zum halbstündigen Duschen
abgezogen); und jetzt...?
Was soll ich eigentlich schwimmen? Die beliebteste
Triathleten-Einheit, auf die Stoppuhr am
Hangelenk drücken, hineinspringen und
60 Bahnen am Stück zu kraulen, macht erwiesenermaßen eher langsamer als
schneller (man verfestigt sämtliche denkbaren Stilfehler, kommt in die
Tempofalle usw.)(Anmerkung Heike: Die Grassauer quatschen lieber, wenn sie
keinen Plan haben, so verfestigt sich auch keine falsche Technik :-))
Um euch hier ein Stück praktische "Lebenshilfe" anzubieten
veröffentlichen wir ab sofort -als neues Feature auf funkfamily.de-
unsere beliebtesten Trainingspläne. Leider schaffen wir es selten, sie komplett zu schwimmen, da wir meistens 20 min.
unserer Trainingszeit verquatschen. Aber das macht bestimmt auch schnell :-)
Was zeichnet eigentlich einen guten Trainingsplan aus? Er
sollte vor allem mental abwechslungsreich sein, nicht mehr weh tun, als
zum Erreichen des Trainingszieles unbedingt notwendig, verschiedene
Tempobereiche ansprechen, unterschiedliche Stilarten und -variationen
einbinden, eine plausible innere Dramaturgie aufweisen (in der Regel
Einschwimmen, dann Technik- oder Schnelligkeitsserie, Hauptserie (die Serie, die
am meisten "schmerzt"), dann Ausdauer oder Kraftausdauer, Ausschwimmen) und
natürlich... mittelfristig auch schneller machen. Um zu beurteilen, ob
die hier angebotenen Pläne all diese Kriterien erfüllen bin ich sicherlich zu
subjektiv, aber auf alle Fälle sind sie praxiserprobt (von uns) und Heike,
aus deren Feder die Workouts stammen blickt immerhin auf 25 Jahre
Schwimmerfahrung und mehr als 10 Jahre Erfahrung als Trainerin zurück.
Und hier geht's weiter...