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Doping, Drafting und andere Irrwege

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Einstellung zu Triathlon

Unsere Einstellung zum Sport drücken wir mit dem Titel unserer Homepage "Balancing Triathlon with Life" aus. Genau dieser Punkt motiviert uns zum Training, auch wenn es ab und zu "Hänger" in der Motivation gibt. Als Amateur kann man Misserfolge leichter wegstecken. Wir sind finanziell nicht abhängig vom Sport. Das erleichtert das Bestreiten von Wettkämpfen ungemein, wenn Rennen ohne jenen existenziellen Druck bestritten werden können, dem sich Profis zwangsläufig unterwerfen müssen. Das soll aber aber nicht heißen, dass wir unseren Sport nicht mit Ehrgeiz bestreiten (ich mehr als Harald) und uns immer bestimmte Ziele setzen.

Sport gehört bei uns zum Leben. Wenn wir früh um 7:30 Uhr in der Schule bzw. 8:00 in der Klinik ankommen und schon einen morgendlichen 14 km bzw. 16 km Lauf hinter uns haben, geht die Arbeit erst einmal leichter. Man ist -auch ohne Kaffee- hellwach, im Gegensatz zu den meisten autofahrenden Kollegen.

 

Fairness, Drafting

Fairer Sport und das Einhalten der Wettkampfregeln ist für uns selbstverständlich. Wir haben mit dem Triathlon zu einer Zeit begonnen, als Windschattenfahren noch generell verboten war und es eine Frage der persönlichen Ehre war, einen Triathlon alleine, das heißt ohne Drafting zu bestreiten, unabhängig davon wieviel Kampfrichter bei einem Rennen unterwegs waren. Triathlon bedeutet Kampf gegen die Element Wasser, Wind und zum Teil Hitze oder Kälte. Diesen Kampf kann man nur alleine gewinnen. Wer hierbei Hilfe von anderen in Anspruch nimmt hat ihn schon verloren- egal auf welcher Plazierung er ins Ziel läuft!

Windschattenrennen lehnen wir darum aus Prinzip ab. Wir wollen nicht die Leistung derer schmälern, die hier national oder international vorne mit dabei sind, aber dies ist letztlich ein anderer Sport, der eher Duathlon (Swim and Run) als Triathlon genannt werden sollte, da hierbei das Radfahren eine völlig untergeordnete Rolle spielt. In den 90er Jahren konnte man noch Triathlons über das Radfahren entscheiden (siehe Mike Pigg, Jürgen Zäck) manchmal sogar über eine überragende Schwimmleistung (siehe Wolfgang Dittrich)- heute undenkbar. Bei den Drafting-Weltcups gewinnt definitiv immer der beste Läufer, so er es denn schaftt, in aussichtsreicher Position aus dem Wasser zu kommen. Der Rennverlauf ist abgesehen vieleicht von der letzten halben Stunde immer ungeheuer langweilig für etwaige Zuschauer und letztendlich auch für überregionale Medien, die im Gegensatz zu früher kaum noch über Kurzdistanzen berichten oder diese gar im Fernsehen übertragen. Auch unter diesem Aspekt aus unserer Sicht eine Entwicklung des Triathlonsports, die in die falsche Richtung geht!

Zum Glück gibt es noch die Triathlon-Langdistanz sowie einige kleinere Kurz- und Mitteldistanzen (auch wenn man den Eindruck hat, daß es von Jahr zu Jahr immer weniger werden), wo noch die ursprüngliche Triathlon-Philosophie in Ehren gehalten wird...

 

 

Doping

Der Gebrauch von verbotenen Substanzen ist für uns kein Thema. Wir sind nicht blauäugig und sehen durchaus, daß diese Problematik im Triathlon eine wachsende Rolle spielt, insbesondere dort wo Kontaktpunkte mit dem Umfeld (Trainer, Sportmediziner) traditionell dopingverseuchter Sportarten wie beispielsweise dem Radsport bestehen. Der Vorteil für unseren Sport ist vielleicht noch, daß Doping auch Geld kostet und sich wegen der nicht besonders üppigen Preis-und Sponsorengelder nur für die absolute Weltspitze "rechnet" (?).

Wir möchten auch nach unserer sportlichen Karriere (wir haben uns ja die Qualifikation für Hawaii in der AK 60 vorgenommen) noch einen funktionsfähigen Körper besitzen und die positive Grundeinstellung zu körperlicher Betätigung auch unseren Kindern vermitteln. Sport ist gesund, soll den Körper abhärten, auch für die Bewältigung des Alltags Leistungsreserven erschließen.

Zu diesem Thema habe ich (Harald) mich auch kürzlich bei einer Diskussion auf 3athlon.de zu Wort gemeldet, nachdem ich den Eindruck gewonnen hatte, daß die Gefahren von Doping anscheinend immer noch gefährlich unterschätzt und die "erhofften" Wirkungen maßlos überschätzt werden, offensichtlich gerade im Breitensportbereich. Ach ja, mein Pseudonym bei 3athlon.de ist HaFu, also unschwer zu erraten, wer dahinter steht. Ich meine, dass gerade wer öffentlich hier Stellung bezieht, sich nicht hinter irgendwelchen Anonymus-Pseudonymen verstecken sollte.

Wer sich nicht die gesamte (mehrseitige Diskussion zu lesen antun will, der kann sie (in gekürzter Form) auch hier nachvollziehen und bekommt einen gewissen Grundeindruck unserer Position zu dieser Problematik.


 

 

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