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H-Tep-Operation bei Barbie

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Gut, wenn bei orthopädischen Notfällen, gerade während der Feiertage, ein Arzt mit operativen Vorerfahrungen im Hause ist. Nachfolgend dargestellt ist die (nach aktueller Literaturrecherche) weltweit erste Dokumentation eines endoprothetischen Hüftgelenksersatz mit transpelviner Stabilisierung des contralateralen Hüftgelenks. Besonderen wissenschaftlichen Wert gewinnt der beschriebene Fall aus der Tatsache, dass der Eingriff, in Abweichung von der üblichen Lehrbuchmeinung, ambulant und ohne Vollnarkose (!) durchgeführt wird.

Kasuistik:

Diagnose: akzidentelle traumatische Hüftgelenksluxation mit sekundärer Exartikulation (mutmaßlich verursacht durch inadäquate und nicht anatomiegerechte Behandlung durch die Puppenmutter, die an dieser Stelle aus Datenschutzgründen nicht namentlich genannt werden soll, deren genauer Name aber den Verfassern dieser Publikation bekannt ist).

(Nebendiagnose bei der unten abgebildeten Patientin: beidseitige Hüftdysplasie mit zu steil angelegtem Acetabulum; vermutlich postpartal beim sonografischem Säuglings-Screening übersehen).

Wie üblich bei Notfällen im pädiatrischen Bereich ist der Patient selbst eher unkompliziert und gefasst  bezüglich der erlittenen Verletzung, während die Eltern des Patienten (in diesem Fall die Puppenmami) sichtbar Probleme mit der Traumaverarbeitung haben und unmittelbar psychologischen Beistands bedürfen.

Therapie: Das Operationsinstrumentarium mit dem primär geplanten Osteosynthesematerial (Intraoperativ musste aufgrund nicht  vorhersehbarer Komplikationen ein Wechsel des Implantats  von Schnellbauschrauben auf Schlossschrauben mit Mutter erfolgen, wie weiter unten zu sehen sein wird):

Operationssitus nach ambulanter Primärversorgung der Hüftluxation (Verletzungsseite (linkes Bild) sowie Ansicht von kontralateral (mittleres Bild)). Auf eine Vollnarkose der erstaunlich schmerzunempfindlichen Patientin kann verzichtet werden. Trotz aller Bemühungen um ästhetische Optimierung muss eine gewisse Narbenbildung mit berücksichtigt werden, die aber im zukünftigen Alltag der noch jungen Patienten durch geschickte Wahl geeigneter Bekleidung vollständig kaschiert werden kann, wie auf dem rechten Bild demonstriert ist und somit die zukünftige Lebensqualität nicht wesentlich beeinträchtigt sein wird. Postoperativ gelingt wieder eine altersentsprechend unauffällige Hüftgelenks-Flexion bis max. 130° bei freier Extension:

         

Wir wünschen der Patientin auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute, bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen und haben darüber hinaus der (übrigens auch noch sehr jungen) Mutter der Patientin, die sich postoperativ psychisch wieder weitgehend stabilisiert hatte, detaillierte Verhaltensinstruktionen mit auf den Weg gegeben, wie vergleichbare Unfälle und Verletzungen in Zukunft vermieden werden können.

 

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