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Trainingsplan der Saison '05

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Ab sofort kann jedermann, so es ihn interessiert, hier auf funkfamily.de ziemlich detailliert nachlesen, was wir wann, wie schnell, wieviel, wie lang und mit welchem Puls so trainieren. Wir haben nie einen besonderen Hehl daraus gemacht, dass die Geheimniskrämerei manch anderer Athleten, was deren Training hinsichtlich Umfang und Inhalt angeht aus unserer Sicht schwer nach zu vollziehen ist. Vor 15 oder 20 Jahren, da gab's im Triathlon vielleicht noch echte Trainingsgeheimnisse, mit deren Bewahrung man sich einen Leistungsvorteil verschaffen konnte. Koppeltraining, Kraftausdauer, Intervallarbeit, das waren damals noch unscharf definierte mythenbehangene Schlagworte. Aber die Zeiten sind längst vorbei und in der modernen Trainingsmethodik ist doch alles durchanalysiert und zigmale getestet. Nicht die eine "Wunder-Trainingseinheit" macht schnell sondern die geschickte Summation verschiedener Trainingsreize über einen längeren Zeitraum (im Prinzip über mehrere Jahre) hinweg macht schnell. Und was dabei für den einen genau richtig ist, kann bei einem anderen Athleten mit anderer Leistungsstruktur kreuzverkehrt sein

Gerade nach den zahlreichen positiven Dopingtests deutscher Athleten in den vergangenen 2 Jahren (immerhin sind es -Stand März '05- schon ingesamt fünf Fälle im Bereich der DTU) halten wir umfassende Transparenz für das einzig erfolgversprechende Mittel, um die Glaubwürdigkeit des Leistungssports in der Öffentlichkeit wieder zurück zu gewinnen. Die Einführung der Profilizenz und die damit verbundenen Trainingskontrollen begrüßen wir dabei ausdrücklich als einen offensiven Schritt in die richtige Richtung, auch wenn man über das gewählte Finanzierungsmodell sicherlich lange diskutieren könnte. Über Häufigkeit und Begleitumstände hoffentlich bald stattfindender unangemeldeter Trainingskontrollen werden wir selbstverständlich auf dieser Hompage informieren.

Leistung ist keine Hexerei, aber sicherlich eine Kunst, die viel mit Erfahrung, Körpergefühl und der immer wieder notwendigen Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstkritik zu tun hat. Im Prinzip setzt eine erbrachte Leistung sich -das gilt im Breiten- genauso wie im Leistungssport- immer nur aus Talent (= genetische Veranlagung), Training und Lebensführung (wozu Faktoren wie Ernährung, Schlaf, mentale Aspekte zählen) zusammen. Den ersten Faktor (=Talent) kann man nicht beeinflussen, was auf den ersten Blick bedauerlich ist; bei genauerem Hinsehen, wenn man an möglicherweise in der Zukunft drohende Gefahren wie Gendoping denkt, ist es aber sicherlich ein Glück, dass uns der liebe Gott als Individuen mit ganz unterschiedlichen Talenten geschaffen hat. Der Sport würde seinen besonderen Reiz unweigerlich verlieren, wenn bei gleichem Training, bei jedem dieselbe Leistung resultieren würde.Der zweite der oben genannten Leistungsfaktoren, das Training, ist die entscheidende Variable, die man selbst beeinflussen kann und um die sich oftmals geradezu Mythen aufbauen.

Voilà, so schaut unser Trainingsalltag aus:

Jahres- und Wochenplan Heike

Jahres- und Wochenplan Harald

 

Kurzerklärung des Trainingsplans:

-Eine Trainingswoche entspricht einem Registerblatt

-die Blätter sind unten beschriftet (z.B. Jan1 für die erste Woche im Januar, Jan2 für die zweite usw.)

-ganz links unten sind die Navigationsschaltflächen, die man benötigt, wenn man auf Registerblätter springen will, die nicht direkt in der aktuellen Bildschirmansicht anklickbar sind.

-die rechts liegenden Scroll-Buttons dienen zur Navigation innerhalb des jeweils aktiven Registerblattes

-die Trainingsdauer wird immer in Minuten angegeben (das vereinfacht die daraus sich ableitenden Rechenoperationen): also 2h30' sind im Plan 150

 

Dem Plan liegt übrigens ein einfaches Excelsheet zugrunde. Das hat den Vorteil, dass man leicht zusätzliche Notiz- oder Datenfelder nach eigenem Gusto  hinzufügen kann und auch hinsichtlich der grafischen Auswertefunktionen nicht auf einen von vornherein festgelegten und begrenzten Funktionsumfang festgelegt ist, wie bei vielen kommerziellen Produkten aus dem Bereich Trainingssoftware, sondern in Abhängigkeit von persönlichen Vorlieben auch immer wieder Auswerte-/ Analysefunktionen nachrüsten kann.

Wer das Programm gern für den privaten Eigengebrauch selbst nutzen möchte, kann sich hier gerne die "Grundversion" ohne Trainingsdaten in der Version für Excel herunterladen. Die Trainingsdauer wird jeweils in Minuten eingetragen (also z. B. "120" bei zwei Stunden Training, das Tool summiert dann automatisch die Wochen- und Jahresstunden auf, erstellt daraus eine Jahresgrafik und gibt die prozentualen Anteile. die in den Einzeldisziplinen verbracht werden, an.

Früher, als ich noch nicht so "Microsoft-lastig" bezüglich der bevorzugten Programme auf dem PC war, hatte ich das Trainingstagebuch unter Quattro Pro für Windows laufen. -Ich werde mal bei nächster Gelegenheit meine alten Festplatten durchforsten und dann die alten Jahrespläne aus den 90er Jahren auf die Website stellen. Wäre vielleicht unter historischen Aspekten ganz interessant.

 

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